Die Drei-in-Eins-Tour: New York, Puerto Rico und Chicago Winterescape im Mai? Hinter mir lag eine durchaus kreative Phase hinsichtlich der Frage, wie verbinde ich verschiedene Einzelziele möglichst geschickt mit möglichst wenig Umsteigerei. Die Drei in Eins Tour konnte starten. Doch warum Drei in Eins? Ein Sonderangebot? Ein Zaubertrick? Pay two, get
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08.07.2012
Die Drei-in-Eins-Tour: New York, Puerto Rico und Chicago
 
Strandtag in Luquillo
Achtung, heute kommt der Mann mit der Machete, ein karibischer Pirat oder auch etwas klein geratener Tarzan!
Ein Blick vom Balkon auf die glitzernden Wellen, die nur wenige Meter entfernt unverdrossen an den Strand donnerten. Jawoll, ein idealer Strandtag, fast keine Wolke, nur ein bisschen Dunst, der vom Meer aufstieg.
Das Hotel verlieh außer Strandhandtüchern sogar Beach Chairs, wenn das mal nicht typisch amerikanisch war. Mir fehlte zum Glück eigentlich nur noch ein Basecap, das hätte mir in jedem Fall einen Sonnenbrand erspart.
Ich lud also meine Handtücher und meinen Beach Chair in den Kofferraum und entschied mich für den Balneario, also den schönen breiten Strand, an dem ich vor einigen Tagen schon entlang gelaufen war, entlöhnte fast 5 USD fürs Parken und suchte mir meine Palme. Es war wiederum fast nichts los so früh und wurde zumindest an meinem Strandende auch nicht voller im Verlauf des Tages. Erst als ich dann ging, sah ich wieder die großen Familien in der Nähe des Strandzuganges vom Parkplatz, die offenbar ihren gesamten Hausstand für den Tag an den Strand verlagert hatten.
Hier mein Platz an der Sonne:
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Nun wusste ich erst einmal gar nichts anzufangen mit mir in meinem Beach Chair. Aber dann bekam ich raus, worauf es ankam. Man macht nämlich den lieben langen Tag nichts anderes als sich abzukühlen. Hierzu rückt man den Beach Chair immer ein Stück weiter, aber besonnen, dass er nicht so steht, dass eine Kokosnuss oder ein maroder Palmwedel auf einen herabfallen kann. Dann geht man ins Wasser zum Abkühlen, geht wieder zum Beach Chair, cremt sich ein, rückt den Chair einen halben Meter weiter und beginnt von vorne um um 14 Uhr festzustellen, dass man sich doch einen gewaltigen Sonnenbrand geholt hat.
Dieses sind die Fotos von meinem ersten kurzen zufälligen Besuch hier vor einigen Tagen.
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Meine Abwechslung: Der Mann mit der Machete. Man glaubt es kaum, eine ziemlich kleine Ausgabe von Tarzan mit einer fast einen Meter langen Machete im Hosenbund lief schnurstracks an mir vorbei, kletterte affenartig eine Palme hoch, dann plumpsten die Kokosnüsse runter, ein paar vertrocknete Palmwedel hackte er freundlicherweise auch noch mit ab bevor sie herunter fielen. Noch am Stamm der Palme hängend bereitete er sich eine Kokosnuss zu, trank sie nach einer Art Brunftschrei aus, rutschte die Palme runter und begann mit den Kokosnüssen Bowling zu spielen. Das Ziel: Die Kokosnüsse möglichst nah an einen Einkaufswagen heranzurollen, den er dort abgestellt hatte, wo er nicht mehr weiter fahren konnte. Nun wurden die Kokosnüsse noch behauen. Dann entdeckte er mich, kam mit Kokosnuss und Machete auf mich zu: "Aaaaaiiiiihh, Coconut bueno, beba!" sprach er, köpfte die Nuss und drückte sie mir in die Hand. Noch während ich verdutzt "gracias" stammelte, war er wieder verschwunden und stand wahrscheinlich wenig später mit dem Rest der Ernte am Straßenrand und verkaufte sie.
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Gegen 14 Uhr war ich verbrannt genug und kehrte für eine Dusche ins Hotel zurück. Nun gab es nur noch einen kleinen Ausflug nach Fajardo, einem auch nicht so schönen Ort etwas weiter westlich. Hier gelang es mir endlich einen Pelikan zu knipsen, während ich auf´s Meer und Boote und Spaziergänger schaute. Diese urtümlich wirkenden Vögel sind hier überall unterwegs, tauchen ins Meer ein, tauchen wieder auf und fliegen weiter. An meinem ersten Tag hier kreisten sie vor den interessanten Wolken vor der Stadtmauer in Old San Juan und ich war da schon schwer beeindruckt.
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Weil das Hotel kein Internet hatte, bzw. dieses im Moment nicht funktionierte, musste ich zu Beginn meines Ausfluges schon dringend zu Burger King, schließlich wollten die Mails abgefragt werden. Dummerweise war ich von dem Cheeseburger und den Pommes schon so satt, dass ich heute nicht mehr zu den Kioskos fuhr, und dummerweise war ich auch viel zu müde dazu. So beschränkte ich mich darauf früh wieder am Hotel zu sein, auf dem Balkon den Wellen zu lauschen, zwischendurch immer mal etwas von meinem Zeug zu sortieren und so nach und nach den Koffer zu packen, Morgen sollte es schließlich nach Chicago zu meiner letzten Station gehen.
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