Die Drei-in-Eins-Tour: New York, Puerto Rico und Chicago Winterescape im Mai? Hinter mir lag eine durchaus kreative Phase hinsichtlich der Frage, wie verbinde ich verschiedene Einzelziele möglichst geschickt mit möglichst wenig Umsteigerei. Die Drei in Eins Tour konnte starten. Doch warum Drei in Eins? Ein Sonderangebot? Ein Zaubertrick? Pay two, get
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08.07.2012
Die Drei-in-Eins-Tour: New York, Puerto Rico und Chicago
 
Highline Park und Water Taxi
Ein besonderes Ziel hatte ich heute nicht. Aber warum auch? Ich hatte das "Plichtprogramm" in New York ohnehin schon vor 3 Jahren absolviert und war ja nur hier um ein bisschen die Stadt zu genießen. Leider bedeutet das auch, dass ich nur punktuell fotografiert hatte, auch wenn ich liebend gerne mal so einen richtig orthodoxen Juden mit Schläfenlocken, einen Inder mit Turban oder eine Gruppe von richtig coolen kohlrabenschwarzen Rappern fotografiert hätte.
Aber diese Kirche, in der sich heute ein Modegeschäft befindet in Chelsea musste dann doch auf ein Foto:
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Ich fuhr mit der Metro erst einmal zur 14. Straße, wanderte hier in einer großen Schleife bis etwa zur 30. Straße, von dort wieder durch Chelsea zum Chelsea Market und von dort zur Highline, die schon deutlich weiter führte als vor 3 Jahren. Empfehlenswert, ein Stück Distanz in der Stadt durch den Highline Park zurückzulegen: Man sieht aus der erhöhten Position auf die Straßen des Meatpacking Distriktes, muss auf keine Autos achten, kann immer wieder mal auf einer Bank sitzen. Hier sind die Schienen teilweise in den Weg und teilweise in den Grünstreifen integriert. Betonboden, Holz und Grün schaffen ein modernes und einheitliches Ambiente.
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An den Seiten immer wieder Sehenswertes, was man mitten in Manhattan nicht unbedingt vermutet und auch gestaltete Ecken mit Bezug zum Highline Park.
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Und so sah wohl früher die ganze Highline aus. Ich glaube, ich hätte die Schienen gerne vor der Umgestaltung zum Park schon entdeckt und wäre gerne heimlich drauf spazieren gegangen:
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Nun war es nicht mehr weit bis zum Pier an der 42. Straße, wo ich eine Karte für das Watertaxi kaufte. Dieses fährt den ganzen Tag immer in einer Runde. An bestimmten Stellen kann man aussteigen und dann in das nächste oder übernächste Watertaxi wieder einsteigen. Kurz nach dem Start brach die Sonne durch die Wolken und ich konnte an Deck in der Sonne sitzen.
Hier zunächst der Pier, an dem die Titanic eigentlich hätte ankommen sollen:
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Wir näherten uns der Südspitze Manhattans:
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Wenden unter der Brooklyn Bridge:
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Somit ließ ich mich erst einmal ganz herum schippern und konnte dabei die Freiheitsstatue doch noch im Sonnenlicht fotografieren, was auch alle anderen Touris auf dem Schiff brav zu heroischer Musik taten. Selbst der Bootsführer bzw. Kapitän kam aus seinem Kabäuschen um zu helfen, dass jeder mit jedem vor der Freiheitsstatue abgelichtet wurde.
Nur ich stellte mich mal wieder quer und wollte keines dieser typischen Fotos (wahlweise ein Bein angehoben und auf einem stehend, mit beiden Zeigefingern auf die Freiheitsstatue zeigend oder etwas in den Knien gebeugt stehend, den Oberkörper zur Seite angeschrägt, die Hände entweder zu Fäusten mit abgestrecktem Daumen, Zeigefinger und kleinem Finger oder mit einem "V" aus Zeigefinger und Mittelfinger formend). Somit müsst ihr euch mit so einem langweiligen Beweisfoto begnügen.
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Die neue Skyline heute und zum Vergleich Ende August 2009:
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Dann fuhr ich noch einmal die halbe Runde bis zum Battery Park, wo ich wieder ein bisschen saß um dann mit der Metro ins Hotel zu fahren.
Abends zog ich nochmals los. Schließlich war doch mein letzter Abend hier. Da gab es zur Feier des Tages doch noch eine Jeans von Macy's, damit hatte ich gar nicht gerechnet. Aber aufgrund der wohl etwa 90 Minuten Wartezeit am Empire State Building musste dieses auf mich heute zugunsten einer weiteren Stunde Schlaf verzichten, schließlich war morgen wegen des Fluges nach Puerto Rico frühes Aufstehen um 4 Uhr angesagt.
In der Hoffnung auf einen glücklichen Finder gab ich den Mietwagen ab - äääh - nein - ich legte also meine noch ein paar Tage gültige Metro-Karte in der Nähe der Automaten ab in der Hoffnung, dass sie jemand mitnehmen würde, der sie dann noch brauchen konnte und verzog mich ins Hotel.
Den Ausblick habe ich schon bei meinem ersten Besuch in NYC und vor 2,5 Jahren bewundert, aber ein Foto aus der Eingangshalle von diesem Besuch habe ich noch:
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Schrittebilanz: 24800 Schritte
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verließ ich New York. Irgendwie fand ich es dieses Mal sehr anstrengend. Und auch wenn man niemandem sonst verübeln kann, dass er auch nach New York will, gingen mir die Touristenhorden, die Menschenschlangen dieses Mal sehr auf den Geist. Ich glaube, mittlerweile gehöre ich zu denen, die New York besser in kleinen Dosen zu sich nehmen sollten. Jedenfalls freute ich mich schon wie doof auf meinen ersten Besuch in der Karibik und war furchtbar gespannt.
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