Durch Arizona, New Mexico und Las Vegas 2010 Frühjahr 2010, die Planung Da war also die letzte Reise gerade erst vorbei, zwar nicht in die USA, so doch weit weg und schon wieder schwebte der Finger verdammt nah, gefährlich nah, über allen Tasten, mit denen man ggf. eine Buchung bestätigen konnte. Ostern war es dann so weit, da zuckte
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07.08.2010
Durch Arizona, New Mexico und Las Vegas 2010
DO, 11.11.2010 Las Vegas (City Center)
Ausgechecked, das neue City Center wollte ich mir ohnehin noch ansehen, also wollte ich gleich das Auto umparken und dann zu Fuß weiter gehen. Bereits ziemlich zu Beginn des Urlaubs hatte ich die letzte Nacht über Hotwire dazu gebucht und das Vdara erhofft und erwartet bekommen. Ich fuhr also zu der Stelle, die ich als Zufahrtstelle schon vorher auf der Website des Hotels und per google maps herausgefunden hatte und folgte der Beschilderung zum Vdara. Vdara rechts - Vdara Valet auf der einen Seite, Aria auf eine andere Spur. Hä? Und wo war Vdara Self Park? Also nochmal herum, wieder dasselbe. Nanu? War ich denn blind? Schon ein wenig genervter die dritte Runde, ich geb´s auf! Also zum Valet, nach dem Self Park gefragt, was, haben die hier nicht? Was war das denn? Nee, dann fuhr ich lieber noch einmal weg.
In mein Schicksal ergeben und mich gedanklich schon mal für das Valet Parking wappnend fuhr ich zur Miracle Mile zum parken, lief dort noch ein wenig herum und von dort aus durch das neue City Center, schnurstracks in´s Aria. Dort gab´s dann etwas zu essen, sodass es mir schon wieder besser ging, irgendwie mischten sich hier Abschiedsblues und Kohldampf und allgemeine Genervtheit von einer Stadt, die mir so langsam zu viel auf einmal wurde. Im Parkhaus der Miracle Mile setzte ich dann meine Kühlbox mit einige übrigen Limodossen und einem Zettel, mit dem ich sie dem Finder anbot, aus. Ich hoffe, sie ist gut untergekommen.
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OK, Mädel, komm mal wieder runter und sieh dir noch ein bisschen was an. So wanderte ich also ein wenig südlich des City Center herum, geduldig hier auf eine Rolltreppe, dort über eine Überführung, Mann wie kompliziert alles hier war! Erschreckend übrigens auch die vielen Obdachlosen, die wie aus einer anderen Welt schienen zwischen all den Superlativen, Neureichen und Reichtuenden, die die Stadt zu bieten hatte.
Aber irgendwie faszinierte mich diese Architektur, das kann ich nicht anders sagen. Viel Stahl, das sich gegen den blauen Himmel abhob und in der Sonne glitzerte, unkonventionelle Formen der Häuser, dazwischen die lilafarbene Bahn, die sich fast lautlos bewegte.
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Neben den futuristischen Bauten wirkte dann das ehemals neue Las Vegas, das nun bestimmt im Gegensatz zum neuen City Center langsam aber sicher zum alten Las Vegas wird, als ziemlicher Gegensatz und wirkte fast langweilig, aber warum nicht noch ein kleiner Ausflug, unter anderem nach New York? Las Vegas macht´s möglich:
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Gegen 15 Uhr wappnete ich mich also für das erste Valet Parken meines Lebens. Leute, es hat gar nicht weh getan: Vorfahren, Schnipsel entgegennehmen, Schlüssel abgeben, rein in´s Hotel. Durfte mir sogar aussuchen, ob ich meinen Koffer selbst nehmen oder ihn mir bringen lassen wollte. Und wie wohltuend, mal wieder ein Hotel ohne klingeling bimmel bimmel bim, ohne lange, laute, dunkle Wege, einfach nur durch eine Hotelhalle, in der man den Überblick behalten konnte.
Aussuchen durfte ich mir, ob ich oben oder unten wohnen wollte. Na, wo wohl? Mit einer Schlüsselkarte für ein Zimmer im 39. Stock zog ich ab und genoss bis zur Dunkelheit den Ausblick auf THE Hotel, Mandalay Bay und die Pyramide des Luxor. Mit etwas Wehmut sah ich auch die startenden und landenden Flugzeuge vor mir.
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Nun wurde es Zeit für das letzte Highlight des Urlaubs, dorthin ging´s allerdings auf Umwegen: Der Gehweg täuschte nur vor zum Strip zu führen, war aber eine Sackgasse. Ein Ami kam mir entgegen und witzelte: "Lost in Vegas." Ich solle lieber anders herum gehen, wenn mir mein Leben lieb sei. Aber ich denke mal, das kleine Problem wird sehr bald gelöst sein. Vorerst stiefelte ich über eine nur etwas weniger lebensgefährliche Straße und marschierte über einen bepflanzten Wall wie offenbar schon einige vor mir.
Noch ein letztes Buffet (Planet Hollywood: gute Auswahl, aber irre lange Wartezeit von mehr als einer Stunde und insgesamt keine sehr schöne Atmosphäre), dann ging´s weiter zum MGM. Viiiieeeeel Zeit hatte ich noch bis Copperfield um 22 Uhr erscheinen sollte, also zog ich noch durch das Kasino und langweilte mich ein bisschen bis ich dann gegen 21.20 Uhr entschied, dass ich ich einfach schon reingehen würde. Doch upps, was war denn das? Es wurde dunkel und es war doch schon 22 Uhr. Da hatte ich es aus Versehen ja gerade mal pünktlich geschafft. Meine nagelneue Uhr war stehen geblieben.
Copperfield war "ganz nett", mehr aber in meinen Augen auch nicht. Im Gegensatz zu den Amis erstarrte ich nicht vor Ehrfurcht, aber wenn ich ehrlich bin, war ich ja auch nicht hier um mich verzaubern zu lassen, sondern eher um zu gucken, ob ich die Tricks nicht verstand. Heute stürzte Herr Copperfield auch nicht in einer Tonne die Niagara-Fälle herunter, verblüffte einige Male aber schon sehr. Woher bei dem Trick mit der rührseligen Geschichte plötzlich das riesige massive Auto kam, das auf der Bühne erschien, weiß ich beispielsweise nicht. Gut gefiel mir, dass er dabei nicht mehr so weicheimäßig wirkte wie in früheren Shows, die ich aus dem Fernsehen kannte und dass er durchaus auch Selbstironie zeigte. Ich denke, die Show ist gut für alle, die sich 1,5 Stunden angenehm unterhalten lassen wollen. Mir selbst hat das eine Mal gereicht.
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Nun war schon Mitternacht, Zeit für´s Bett, schließlich musste ich mich ab morgen wieder auf die deutsche Zeit umstellen und hatte für die Umstellung auch nur einen Tag weniger als ursprünglich angedacht. Aber schön war´s, dass ich dank der Umbuchung einen Tag länger bleiben konnte.
Übrigens: Hier hatte ich es wieder, mein Problem mit den Lichtschaltern. Bis ich bei meiner Ankunft überhaupt herausgefunden hatte, welchen Knopf ich drücken musste um welches Licht einzuschalten, das hatte schon gedauert. Einen Lichtschalter am Bett hatte ich leider nicht gesehen, sodass ich wieder aufstand und zum Schalter an der Tür ging. Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass das der Weisheit letzter Schluss sein sollte, aber etwas besseres fiel mir im Moment leider nicht ein. Wieder mal konnte ich beim Einschlafen helle Lichter der großen Stadt durch ein großes Fenster sehen. Das war viel zu schön um es zu verdunkeln, auch wenn ich das wieder mal elektronisch hätte machen können hier.
Als letztes Foto des Reiseberichtes bekommt ihr nun den wunderschönen Ausblick aus meinem Fenster beim Dunkelwerden.
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Und nun heißt es die Taschentücher zu zücken: Morgen ist leider, leider endgültig Abreise *schluchz*
Übernachtet: Vdara (gebucht über Hotwire) für $ 184 inkl. tax / Fees, zuzgl. $ 15 plus Tax Resort Fee
Gefahren: 10 Meilen
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