Durch Arizona, New Mexico und Las Vegas 2010 Frühjahr 2010, die Planung Da war also die letzte Reise gerade erst vorbei, zwar nicht in die USA, so doch weit weg und schon wieder schwebte der Finger verdammt nah, gefährlich nah, über allen Tasten, mit denen man ggf. eine Buchung bestätigen konnte. Ostern war es dann so weit, da zuckte
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07.08.2010
Durch Arizona, New Mexico und Las Vegas 2010
SO, 24.10.2010: Palm Springs - Scottsdale
Ich werde wohl alt. Anstatt den Schlaf des Gerechten zu schlafen bis mindestens 8 Uhr, wurde ich schon wieder weit vor 5 Uhr wach, was andererseits nach mehr als 8 Stunden Schlaf wohl auch kein Wunder ist und mir bei der langen Strecke heute auch ganz recht war. Also ab unter die Dusche, Frühstück gab´s noch nicht, dann pfiff ich eben drauf und war vor 6 Uhr unterwegs. Mein erster Versuch zu tanken scheiterte kläglich an dem ZIP-Code. Da ging irgendwie gar nichts und der Tankwart wollte immer wieder die Company anrufen und die Zapfsäule freischalten lassen. Nee, danke, wegen mir keine Umstände, hier wollte ich nicht mein Leben verbringen. Dann bei der nächsten Tankstelle konnte das Problem mit dem Hinterlegen der Karte an der Kasse gelöst werden. Das ist mir ja generell gar nicht so lieb, also wollte ich das nächste Mal probieren, ob das Tanken auch wirklich mit der Maestro-Karte geht.
Am Joshua Tree Nationalpark gab´s erst einmal Frühstück im erstbesten Denny´s. Was machen denn überhaupt alte amerikanische Damen im Jogginganzug schon so früh (7 Uhr) dort? Auch bekam ich hier einen ersten Vorgeschmack auf die Besucher des Parks. Der Joshua Tree NP wird von vielen jungen Leuten zum Klettern genutzt, auch viele Radfahrer waren unterwegs. An vielen schönen Stellen gibt es Campgrounds. Und als ich dort ausstieg und mir die Felsen ansah, krabbelten die Kletterer schon auf ihnen herum oder packten noch ihre Zelte zusammen. War eine schöne Atmosphäre. Trotz (leider) fehlender Sonne wurde es schnell einigermaßen warm, sodass ich mich ein wenig einfach auf die Felsen setzte und dem Treiben zusah.
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Übrigens: Meine Barclays Kreditkarte war schon wieder mal nicht fit, als ich bei der Einfahrt in den Joshua Tree NP versuchte den NP-Pass zu kaufen. Hätte ich mich auf die Karte verlassen müssen, wäre ich schon jetzt angeschmiert gewesen. Aber ich hatte ja - aus Schaden klug geworden - noch andere dabei. Ich nahm´s erst einmal gelassen. Dass mal eine Karte nicht funktioniert, kommt schon mal vor, muss ja dann nicht an der Karte liegen, sondern kann ja auch was anderes sein.
Weiter ging´s zum östlichen Ausgang des Nationalparks, hier war es nicht mehr so spektakulär, aber ich sah immerhin meine erste Vogelspinne in freier Wildbahn. Mensch, Frau Spinne, so seelenruhig marschiert man doch nicht über die Straße! Hier ist sie: Da ich mir nicht mehr sicher war, ob die nun springen können oder nicht, blieb ich aber sicherheitshalber in respektvollem Abstand.
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Ach ja, und der Cholla Cactus Garden ist auch noch einen kurzen Stopp wert:
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Und dann ging´s auf der Interstate geradeaus. Und das heißt auch geradeaus. Der Cruiser wurde eingestellt und zwischendurch überlegte ich, ob ich wohl irgendwie auch noch das Lenkrad fixieren und ein Nickierchen machen konnte. Hier gab´s nix: Nix zu gucken, nix zu machen, also vertrieb ich mir die Zeit mit Countrymusik, die ich sonst nicht wirklich oft höre, aber die für mich eben nach Amerika gehört und ließ mich beschallen mit Texten über Jungs mit einem biiiiiig Truck und Mädels, die nicht auf das gehört haben, was Mommy ihnen geraten hat und Männer, die Whisky und Bier trinken.
Irgendwann wurde es städtischer, der Großraum Phoenix kündigte sich an und der erste Walmart war meiner. Hier gingen neben Getränken und Obst auch eine Kühlbox und ein Kabel um den Ipod an das Autoradio anzuschließen über den Ladentisch. Und schon wieder klappte es mit der Kreditkarte nicht, seufz!
Die letzten Meilen waren schnell geschafft, das Hotel war dank Navi ohne Probleme gefunden. Pool oder Shopping? Der Pool lag bereits im Schatten und wäre im Zweifelsfall auch bis zum späten Abend geöffnet, also noch einmal los, die paar Meter zum Fashion Square. Auf dem kurzen Weg sah ich, dass die Old Town Scottsdale einige ganz nett aussehende Kneipen hatte, gut zu wissen.
Eddie Bauer machte mit mir Umsatz, allerdings wieder mit einer anderen Kreditkarte (da musste ich aber morgen wirklich mal anrufen, das war ja wohl kein Zufall mehr). Auf richtiges Essengehen hatte ich keine Lust, aber der Pandaexpress hatte ja auch etwas zu bieten. Übrigens schmeckten mir dort die Shrimps mit Honig und Walnuss am besten, aber auch das überall gerühmte Orange Chicken nahm ich. Panda Express nehme ich gern, wenn ich schnell mal keinen Hamburger essen möchte ohne große Umstände und Wartezeiten.
Übrigens: In diesem Shoppingcenter begegneten mir 2 Mädels in Plüsch-Hausschuhen, die eine in Rosa, bei der anderen weiß ich die Farbe nicht mehr. Da die zwei durchaus modisch und gestylt und mit coolen Typen unterwegs waren, fürchte ich, es handelt sich um eine neue Modewelle. Also, Mädels, aufgepasst, schont eure Puschen, vielleicht sind sie in einem Jahr auch bei uns unverzichtbares Accessoire.
Der Abend klang mit dem Fernseher aus und dem Beginn dieses Reiseberichtes. Und ich war schon sooooo gespannt auf morgen, kontrollierte etliche Male, ob Handy und Ipod auf 5 Uhr gestellt waren und war wieder mal ziemlich früh weg im Reich der Träume. Man darf gespannt sein!
Hotel: Courtyard by Marriott Scottsdale Old Town, gebucht über FTI (sehr gepflegtes schönes Kettenhotel, super Lage um abends zu Fuß loszugehen ohne sich gruseln zu müssen, ein Denny´s für´s Frühstück ist direkt nebenan, 64,- Euro pro Nacht)
Gefahren: 343 Meilen
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