Great Days for Convertible Der Florida-Test Sunshine State? Größtes Altersheim der USA? Kann Florida denn überhaupt interessant sein? Manch einer schreit bestimmt sofort "JAAAA", manch einer muss ein bisschen überlegen. Nun, da frage ich mich natürlich, ob ich für die Reise nach Florida genügend Mitfahrer finden we
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17.03.2013
Great Days for Convertible
Samstag, 2.2.2013: Richtung Norden bis Treasure Island
Eigentlich ist es gar nicht so weit bis Tampa, aber ich wollte ja auch nicht in einem Rutsch durchfahren, insofern lag heute schon ein recht langer Tag vor mir.
Also ging es schon vor 9 Uhr los. Erst musste ich tanken, was in diesem Urlaub wieder mal ein Problem war, da an keiner Tankstelle meine Kreditkarten funktionierten. Also sprach ich den netten Tankwart an, der in der angeschlossenen Werkstatt über ein Auto gebeugt war. Wirklich nett, er tankte mir höchstpersönlich das Auto voll und schenkte mir dann noch eine Handvoll Werthers Echte, schließlich seien das Bonbons aus meiner Heimat.
Wie gestern schon überlegt, verzichtete ich auf Sümpfe zugunsten von Kultur und fuhr erst nach Sarasota zum Ringling Museum, eine sehr gute Entscheidung, wie ich im Nachhinein noch finde.
Im Ringling Komplex verbrachte ich locker zwei Stunden und hatte lange noch nicht alles gesehen. Hier kann man unterschiedlichste Komponenten auf einen Haufen sehen: Zirkus, Dekadenz der 20er und Kunst aus Europa.
Das Interessanteste war für mich das Zirkusmuseum. Hier hatte ich einen richtigen Aha-Effekt. Dass Zirkus in Amerika so ein richtig groß aufgezogenes Event war, das wusste ich gar nicht. Und in diesem Museum kann man eintauchen in die Welt des Zirkus der 20er und 30er Jahre, und zwar auf dem bescheidenen Anwesen des Gründers dieses Zirkus. Beeindruckend besonders das riesige Modell des Zirkus, anhand dessen vieles erklärt wurde. Was für ein Riesenunternehmen, und was für ein riesiger logistischer Aufwand!
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Das Wohnhaus toll gelegen. Es soll vom Dogenpalast in Venedig und der Giralda in Sevilla, also der venezianischen und der maurischen Bauweise gleichermaßen inspiriert sein. Dass das ein im Grunde unsäglicher Fantasiemix ist, sieht man dem Gebäude auch an, aber das macht nichts.
Die Lage am Wasser ist einfach bestechend, man kann hier in Korbstühlen bei einem Kaffee ausruhen, durch die Gärten spazieren und das Haus selbst besichtigen, das mit Antiquitäten und Kunstwerken überladen ist, die in einer Führung sicherlich ausführlichst gewürdigt werden. Zum Glück darf man aber zumindest durch das Erdgeschoss auch alleine gehen.
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Angeschlossen ist eine sicherlich hochkarätige Kunstsammlung, die das Ehepaar Ringling zusammengesammelt hat. Hier bin ich aber nur im Laufschritt durchgegangen, obwohl auch diese wohl noch eine Extra-Stunde verdient hätte. Nur ist das für mich nicht soooo spannend, erst recht nicht bei der schönen Sonne draußen.
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Vielmehr reizte mich ja, das nahe gelegene Anna Maria mal zu sehen, das im Internet derzeit hoch gehandelt wird als idyllischer Traumstrand. Ich wurde nicht enttäuscht. Weit und breit kein Hochhaus zu sehen, zuckerweißer zuckerfeiner Sand, neben der kultigen "Sandbar" noch einige andere Kneipen erreichbar. Hier ein paar ruhige Tage kann ich mir supergut vorstellen, gesetzt der Fall, es gibt eine schöne Unterkunft, von der aus man diesen zentralen Punkt mit Essen und Trinken auch bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen kann.
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Den späten Nachmittag wollte ich dann eigentlich am Fort des Soto verbringen und stellte mir vor, dass es hier ähnlich wie in San Juan auf Puerto Rico ein interessantes Fort mit gewaltigen Mauern zu besichtigen gab. Weit gefehlt, ein paar Kanonen standen vor den betonierten Resten des alten Forts herum,das man ansonsten kaum erahnen konnte. Das war mir nicht einmal ein Foto wert.
Nun immerhin der Blick auf die Sunshine Skyway Bridge war schön, auch wenn die Brücke ein bisschen sehr weit im Hintergrund war.
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Noch bei Helligkeit erreichte ich Treasure Island, wo ich im Bilmar Resort für zwei Tage mein Lager aufschlagen wollte. Ein wenig fragte ich mich, ob es nicht bei ein bisschen sorgfältigerem Nachdenken besser gewesen wäre, zentral nahe Ybor City in Tampa zu übernachten, denn für den Strand war es doch ein bisschen frisch, und von hier fuhr man etwa eine dreiviertel Stunde nach Tampa in die Stadt. Aber wer weiß, hätte ich es so gebucht, wäre vielleicht feinstes Strandwetter und ich hätte bedauert nicht direkt am Meer zu sein.
Heute Nacht sollte es sehr frisch werden und schon abends war es sehr kühl. Na ja, mal sehen, was der Sonntag so bringen würde. Nochmals ein Tag am Pool oder Meer und der Abend in Ybor City wären schon toll - und wenn es zu frisch wird, dann wird es wohl der Lowry Zoo, denn die Buschgardens mit den Achterbahnen reizten mich nicht wirklich.
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