Great Days for Convertible Der Florida-Test Sunshine State? Größtes Altersheim der USA? Kann Florida denn überhaupt interessant sein? Manch einer schreit bestimmt sofort "JAAAA", manch einer muss ein bisschen überlegen. Nun, da frage ich mich natürlich, ob ich für die Reise nach Florida genügend Mitfahrer finden we
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17.03.2013
Great Days for Convertible
Montag, 4.2.2013: Lowry Zoo und Tarpon Springs
Angekommen in Crystal River - und der Tag war doch länger als gedacht.
Zunächst musste ja in Tampa noch der Lowry Zoo besucht werden, von dem ich mir mehr erhofft hatte. Irgendwie hatten wohl deutsche Zoos einen ordentlichen Vorsprung vor den US-Zoos, schon San Diego damals, der hochgelobte Zoo, hatte mich gar nicht vom Hocker gerissen.
Im Lowry Zoo kann man eine Menge Tiere sehen, die man in deutschen Zoos nur in den ganz großen Zoos sehen kann, wie beispielsweise Orang Utans und Koalas, und auch Manatees habe ich in Deutschland natürlich noch nie in einem Zoo gesehen.
Der Zoo ist aber auf eher beengtem Raum. sodass alles Barrierefreie und Interaktive hier sehr gestaucht wirkt und damit eben doch nicht so sehr natürlich wie erhofft.
Hinzu kommt, dass es eben doch typisch amerikanisch ein Vergnügungspark ist, so gibt es an jeder Ecke Fahrgeschäfte für Kinder und Fressbuden, die aber so ziemlich alle (noch) geschlossen hatten. Und der gesamte Zoo wird beschallt von aufheiternder Musik. Ein einsamer Zoo ohne Leute wäre eben ohne das Beiwerk sehr stimmungsvoll gewesen, so wirkte er eher gespenstisch.
Aber es gibt auch schöne Seiten. Wann hat man jemals zuvor Stachelrochen gestreichelt? Wann hat man jemals zuvor Auge in Auge mit einer Giraffe gestanden? Und die australischen heulenden Hunde kannte ich bisher auch nicht.
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Enten betteln Affen an:
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Langsam machte ich mich auf nach Tarpon Springs. Hier hatten wir 2005 in aller Eile mal kurz gehalten, mussten auch noch ein Hotel suchen und hatten irgendwie so gar keinen Plan. Heute nahm ich mir mehr Zeit. Alles sehr touristisch, aber irgendwie nett und wegen der vielen Griechen und wegen der Schwämme allerorts eben so ganz anders als der Rest von Florida.
Selbstverständlich kaufte ich einen Schwamm und selbstverständlich aß ich griechisch (gab keinen Ouzo vor oder nach dem Essen wie in Deutschland) und nachdem ich die Straße langsam rauf und runter marschiert war und mir alles genau angesehen hatte und auch sogar ein paar griechische Sätze gehört hatte, war ich zufrieden.
Sehr lustig, beim Essen saßen zwei alte Damen an einem der Nachbartische und an einem anderen zwei sehr schön anzusehende junge Herren, höchstens halb so alt wie die golden Girls. Dass die beiden attraktiv waren, obwohl sie vor Muskelmasse kaum laufen konnten, fanden die beiden alten Damen wohl auch, jedenfalls waren die beiden Ladys hin und weg und es musste erst einmal jede der alten Damen mit jedem der jungen Herren fotografiert werden und ich hatte die Ehre, das ungleiche Quartett dann noch gemeinsam aufnehmen zu dürfen. schade, hätte ich mal schnell genug geschaltet, dann hätte ich gleich noch ein Foto von den Vieren mit meinem Apparat gemacht, zu Dokumentationszwecken sozusagen.
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Eigentlich war es von hier nur noch eine gute Stunde Fahrt bis Crystal River, aber mich trieb ja nichts. Ich genoss diese Fahrt, die nun, raus aus dem Großraum Tampa, auch sehr entspannt verlief, hielt ab und zu mal um zu tanken, einen Supermarkt oder ein anderes Geschäft zu besuchen und kam kurz vor Sonnenuntergang in Crystal River an.
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Und hier geht´s morgen um 6.15 Uhr los:
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Und dann kam das große Projekt, das ich mir für diesen Urlaub aber wirklich felsenfest vorgenommen hatte. Einmal nur wollte ich doch mal in den USA ins Kino gehen. 15 Minuten zu Fuß vom Hotel befand sich eins, also nichts wie los. Und wenn dann der einzige Film, der mir etwas sagte, auch zu einer Zeit beginnt, dass ich sozusagen reibungslos vom Kofferabwerfen und einmal kurz Durchschnaufen hingehen kann, gibt es ja wohl wirklich keinen Grund mehr das Projekt wieder sausen zu lassen.
Also kaufte ich für 9,50 USD eine Eintrittskarte für Lincoln (ganz schön billig) und war dann erst einmal die folgenden 2,5 Stunden ruhig gestellt. Kurz vor Filmstart kam noch ein älteres Paar in den ansonsten von mir allein okkupierten Saal und los ging es. Mann oh Mann, hätte ich gewusst, dass der Film sooo lange geht, und dass er sooo mit erhobenem Zeigefinger seine ausführliche Lektion in amerikanischer Geschichte gibt, wäre ich wohl doch eher in den Film im Nachbarsaal gegangen, wo es permanent explodierte, dass das gesamte Shoppingcenter bebte, in dem sich auch das Kino befand. Ich harrte aus bis zum bitteren Ende und weiß nun ganz sicher, dass Lincoln jetzt tot ist.
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