Great Days for Convertible Der Florida-Test Sunshine State? Größtes Altersheim der USA? Kann Florida denn überhaupt interessant sein? Manch einer schreit bestimmt sofort "JAAAA", manch einer muss ein bisschen überlegen. Nun, da frage ich mich natürlich, ob ich für die Reise nach Florida genügend Mitfahrer finden we
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17.03.2013
Great Days for Convertible
Freitag, 8.2.2013: Zurück in den Winter
Heute Abreise, heul! Die Stunden sind gezählt und irgendwie hängt man am Abreisetag so zwischen den Welten. Wäre ich so richtig cool, hätte ich den Plan umgesetzt noch zum Blue Springs State Park zu fahren, aber ich war nicht so cool, und irgendwie hatte ich auch keine Lust mehr auf Herumfahren.
Also ab zum netten Rezeptionisten mit der Bitte um einen Late Check Out. Sorry, ausgebucht, hätte ich mir ja denken können am Wochenende. Also doch zum Blue Springs State Park?
Nö, was ich in Deutschland am meisten vermissen würde, waren Sonne und Wärme, also doch noch für ein Stündchen oder so an den Pool, schließlich machte die strahlende Sonne heute den Abschied besonders schwer, während die US- Ostküste sich um New York herum wieder mal auf eine Katastrophe vorbereitete, dieses Mal einen Blizzard. Unter der warmen Sonne ebenso wenig vorstellbar wie der Aspekt, dass Deutschland mich verschneit empfangen würde.
Anschließend noch kurz duschen, die letzten Sachen packen, das Pony satteln und ab ging es gegen 11.30 Uhr.
Irgendein Reiseführer vertrat die Ansicht, dass das Unistädtchen Winter Park sehr hübsch sein solle. Das war nochmals eine gute Gelegenheit sich für eine halbe Stunde den Fahrtwind durch die Haare wehen zu lassen.
Was? Das hier sollte der Geheimtipp sein? Kaum zu glauben. Aber die Navi zeigte tatsächlich, dass das Städtchen mitten zwischen Seen lag und an den Seen standen tolle Villen zwischen Bäumen, die mit Spanish Moss behangen waren. Die Straßen waren zum großen Teil gepflastert und nicht geteert.
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Schon etwas zuversichtlicher vertraute ich dem Plan der Navi mich ins Stadtzentrum zu bringen und wurde wieder einmal angenehm überrascht. Eine total hübsche, gepflegte Innenstadt mit zahllosen Cafés, Restaurants, Schnickschnack- und Klamottenläden. Etwas abseits ein weiterer kleiner See, auf dem man eine Scenic Boat Tour machen konnte.
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Überall gelassene Leute unterwegs, Freundinnen beim Bummeln, alte Ladys mit kleinen verhätschelten Hündchen in Kinderwagen, Leute saßen auf Bänken, tranken Kaffee oder ließen sich von netten Studenten in den Restaurants einen Lunch servieren. Oh, Lunch wollte ich auch! Der Salat war lecker, das Steak dazu nicht soooo toll gebraten, aber sehr OK. Und was war das denn? fast schon dort, wo ich eigentlich gar nicht mehr hingehen wollte, gab es Frozen Yogurt und ich gönnte mir zum Abschied Cake Batter no fat und Cinnamon low fat mit Reeseskrümeln und Hot Fudge (sicherlich ´ne Menge Fett).
Nun ging es wieder weiter, zum Airport war es noch eine halbe Stunde Fahrt, im Grunde war es immer noch viel zu früh, erst um 16 Uhr musste ich ja das Auto abgeben. Ich ließ auf der Straße nochmals die vielen typisch amerikanischen Läden an mir vorbeigleiten: Home Depot, 7-11, Ross dress for less, Outback, Olive Garden, Taco Bell, jede Menge Tankstellen und Autoteilehandel.
Das Auto wollte ich vollgetankt abgeben, das klappte super und nun konnte ich noch fast 1,5 Stunden ein letztes Mal die Sonne im Sunshine State genießen. Einchecken, Security und dann saß ich am Gate und überlegte, ob ich nicht noch kurz ein Reeses Frustfressen starten sollte. Nee, lieber schaute ich mir die Fotos der Reise an und wartete auf das Boarding.
Die Nacht verging sozusagen wie im Flug, nur war es furchtbar heiß, obwohl ich in Flugzeugen sonst eher fröstelte. Ich schlief offenbar doch ein bisschen, berappelte mich morgens nach 2 Bechern Saft und einem Kaffee wieder ganz gut und war auf dem ziemlich leeren Flughafen schnell zu meinem Auto durchgedrungen.
Erstaunlich, ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. Zwar war es ein bisschen verschneit, aber die Straße war trocken. Und durch den teilweise blauen Himmel wirkte es freundlicher als befürchtet. Und eine wohlige Sitzheizung unter dem Allerwertesten hatte doch auch etwas, auch wenn es ein deutlicher Kontrast zur leichten Sommerbrise um den Kopf herum war.
Zurück in Erfurt rief die Dusche nach mir und die Couch, auf der ich den Nachmittag verschlief. Die netten Sommerfähnchen waren nun wirklich vorerst für die nächsten Monate in den Kleiderschrank verbannt, aber die Gelegenheit kam schon noch wieder, hoffentlich.
Diese Reise hatte meine USA-Begeisterung aus irgendeinem Grund wieder so richtig hervorgelockt, dem Land werde ich sicher treu bleiben. Es geht doch gar nicht so sehr darum, ob das nächste Ticket schon gebucht ist, sondern darum Pläne und Träume zu haben. Umso mehr wird es Spaß machen die nächste Reise zu planen. Und wer weiß, was die Zeit da für neue Ideen für mich parat hielt.
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