Jubeltour an die Ostküste - Geschichte und Südstaatenflair Wie alles begann Mal wieder an die Ostküste - schon lange nicht mehr hier gewesen, genauer gesagt, ich kenne einige der Orte, die wir hier besuchen, das alles war aber schon 2005 bzw. 2006. Ach ja, und warum schreibe ich plötzlich "wir"? "Wir" bedeutet eine Reise zu zweit: Zwei Weiber, zwei G
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16.12.2012
Jubeltour an die Ostküste - Geschichte und Südstaatenflair
Ihr Lieben, wir haben heute mit Alligatoren gekämpft und Schlangen beschworen und das Juwel Georgias entdeckt. Nein im Ernst, die Okefenokee Swamps erinnern sehr an den Spreewald. Wir haben uns mal wieder wie zu Hause gefühlt.
P.S.: Grüßt die Katzen. Wir werden ihnen Amerikanisches Futter mit Thanksgiving Turkey mitbringen. Habt ihr auch Wünsche für Mitbringsel?
FR, 5.10.2012 Okefenokee Swamps und Jekyll Island
Noch bei Dunkelheit standen wir auf, schließlich wollten wir bei unserem Besuch der Swamps nicht in Zeitnot kommen.
Jedoch war die Fahrt bis fast nach Florida lange nicht so lang und nervig wie befürchtet.
Wir entschieden uns für den Zugang im Norden der Okefenokee Swamps, ganz einfach weil er am nächsten lag und am wenigsten Sucherei versprach.
Amerikanisch perfekt war hier alles super geplant, erst sollten wir zur Bootstour aufbrechen, dann die Traintour machen und gleich danach am Nature Talk teilnehmen.
Die Bootstour war sehr interessant. Wir saßen ganz vorne und hatten somit freie Sicht auf die Swamps. Unterwegs konnte man aussteigen und die Swamps von oben betrachten von einem Aussichtsturm aus.
Die Traintour dagegen stach ganz schön ab. Das war eher langweilig, aber na ja, wenn man es denn schon bezahlt hat, dann muss man da auch mit. Und wenn man einmal auf den Zug aufgesprungen ist, dann muss man da durch bis zum bitteren Ende.
Alligatoren gab es all überall. Allerdings dachten wir bei einigen, dass sie lediglich Attrappen seien, bis das Pappmaché begann mit dem Schwanz zu schlagen oder das Maul zuklappte.
Beim anschließenden Nature Talk dann haben wir einiges gelernt, beispielsweise, dass Schildkröten Jahresringe haben, allerdings nicht wie Bäume am Stamm oder wie Frauen ab einem gewissen Alter am Hals, sondern am Panzer. Außerdem haben wir gelernt, dass Schlangen am Bauch kitzelig sind und dass Alligatorbabys sich gerne im Nacken kraulen lassen. So machte ein etwa ein Jahr altes Exemplar seinen Job im Gekraultwerden sehr gut und legte jedes Mal den Kopf genießerisch in den Nacken, wenn der nächste Touri dran war ihm seine Streicheleinheiten zu verpassen.
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Deutlich früher als erwartet hatten wir alles gesehen, sodass wir noch den Abstecher nach Jekyll Island anhängten. Schließlich war das nur ein Umweg von ein paar Minuten.
Hier standen die armseligen Cottages der Reichen und Mächtigen des beginnenden 20. Jahrhunderts. So hatte ein gewisser Herr Rockefeller hier seine bescheidene Ferienwohnung.
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Heute noch spielt man hier stilecht Kricket, die gesamte Insel scheint ein einziger Golfplatz zu sein und auf den gepflegten Grünanlagen sind jede Menge gepflegte Menschen in gepflegten Autos und außerdem noch wir unterwegs.
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Nein, mal im Ernst. Unter anderem war es diese Insel, die 2005 in mir den Grundstein für meine USA-Leidenschaft gelegt hatte. Damals landeten mein damaliger Freund und ich hier eher zufällig. Die Insel war noch deutlich ursprünglicher und ich dachte nur, meine Güte, was es hier alles gibt, von dem man in Deutschland noch nie gehört hat. Die Cottages standen halt so herum, obwohl das Golfplatzambiente damals schon existierte.
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Leider scheint man meinen Gedanken von damals zielsicher umgesetzt zu haben, dass man aus der Insel doch mehr machen könnte, das hatte ich nun davon! Bereits bei der Zufahrt warb man mit dem "Juwel Georgias" und dort, wo vor 7 Jahren ein Mensch den Wegezoll erhob, taten das heute Maschinen, während jemand (wahrscheinlich immer noch derselbe Mitarbeiter von damals) seinen Job nun deutlich unbequemer erledigte und den Ankommenden nun stehend und mit krummem Rücken beim Bedienen des Automaten assistierte, was sicher länger dauerte als ein Kassieren von Barem.
Aber der wunderbare Strand widersetzte sich allen Neuerungen. Der war herrlich unverbaut, natürlich, leer. Die Luft und das Wasser waren warm, auch wenn die Stimmung eher herbstlich war. Die eine oder andere Familie war unterwegs, das eine oder andere Paar saß mit einem Buch und Blick auf's Meer in Stühlen am Wasser.
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Jekyll Island kann ich nach wie vor unbedingt jedem empfehlen, der auf einer Reise ein paar Tage am Meer ausspannen will oder einfach für die Durchreise die Küste entlang eine Zwischenübernachtung nicht direkt irgendwo an der Interstate verbringen will - auch wenn ich hiermit nun meinen ganz persönlichen Geheimtipp verrate.
Nach so viel klassischem und landschaftlichem Amerika führte uns das am Weg liegende Longhorn Steakhaus wieder mal ein weiteres Wunder amerikanischer Lebensart vor - die berühmten Pager, die man mit sich herumträgt, während man auf einen freien Tisch wartet. Ich finde die Dinger sehr praktisch, die Frau Mutter fand sie vor allem erstaunlich - und nach Abklingen des Erstaunens auch sehr praktisch.
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