Kunterbuntes nord-östlich von Las Vegas 2011 Wieder gebucht! Ach, das konnte doch nicht angehen: Ich konnte unmöglich meine Reise in die USA antreten, ohne zu wissen, wann ich wiederkommen würde. So verwöhnt war ich inzwischen. Aber es half nichts, ein konkreter Plan musste her und vor allem ein Ticket! Bereits bei der letzten Reise 201
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16.08.2011
Kunterbuntes nord-östlich von Las Vegas 2011
29.09.2011 Grand Canyon North Rim - Zion Nationalpark
Ich stand sehr früh auf, wollte den Sonnenaufgang sehen. Mit einem Kaffee in der Hand stand ich dort, aber ich wusste es ja schon immer: Sonnenaufgänge sind unspektakulärer als ihr Ruf, zumindest wenn es nicht am Bryce Canyon oder im Monument Valley war - aber der Kaffee war klasse!
Vorher schon hatte ich mein Gepäck ins Auto gebracht, sodass ich nach dem Hellwerden nur noch den Schlüssel abgeben musste. Ich wollte nämlich schnell im Zion Nationalpark ankommen, an dem ich 2008 vorbeigefahren bin und den ich auch 2010 nicht in die Liste der von mir zu besuchenden Sehenswürdigkeiten aufgenommen hatte.
Aber zunächst guckte ich kurz an den Coral Pink Sanddunes vorbei, die ich ganz nett, insgesamt aber wenig beeindruckend fand.
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Dann ging es ab zum Zion Nationalpark, wo ich zunächst einen Überblick gewinnen wollte - wo schon? Natürlich am Overlook Trail. Hier gewann ich schon einen ersten Eindruck von roter Erde, an Felsen herunterlaufendem Wasser und aus dem Felsen wachsenden Pflanzen. Und der Overlook schließlich, der war gar nicht schlecht!
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Ein bisschen Schiss hatte ich vor der Parkplatzknappheit, die hier immer beschrieben wird und die ich 2008 erlebt hatte, aber es gibt ja einen kostenfreien Shuttle durch Springdale und dann durch den Nationalpark. So fuhr ich nun zum reservierten Best Western.
Schon wieder Glück gehabt, das Zimmer war schon frei. Der Mensch an der Rezeption zauberte einen der üblichen Pläne aus der Schublade und zeichnete mit wilden Schleifen und Strichen ein, dass ich wieder raus gehe, zwischen zwei Gebäuden durchgehe, den hinteren Eingang nehme und dann den Flur nach links nehme um zu meinem Zimmer zu kommen. Brav tat ich, was er mir geraten hatte, nicht ohne nochmals einen Mitarbeiter fragen zu müssen, ob es die Tür zum linken oder zum rechten Gebäude ist, und fand mich wo wieder? Am ersten Zimmer neben der Lobby, von dem aus ich dem Rezeptionisten zuwinken konnte, na super! Immerhin hatte ich es dadurch nicht so weit zu ihm mit der Frage, wo ich denn Handtücher für den Pool bekomme, denn dort wollte ich die nun pralle Mittagshitze abwarten um dann am Nachmittag noch 1 bis 2 Trails im Nationalpark zu gehen. Schön war´s mit dem Blick auf rote Felsen und ganz allein.
Der Shuttle fuhr mich anschließend bis zum Ende des Scenic Drive, wo ein bequemer Spazierweg bis zum Virgin River und darüber hinweg führte.
Toll war es hier: Glatte hohe Felswände, die Luft war warm genug und gleichzeitig gekühlt durch die Kälte des Virgin River, der durch das Tal murmelte. Alles war grün, saftig, fruchtbar. Dass die Mormonen dieses Zion (hebräisch für Zufluchtsort oder Heiligtum, wie Wikipedia verriet) nannten, das war nur logisch.
Warum hatte mir niemand gesagt, dass es hier so schön war? Offenbar ging das mehreren anderen so, die hier auch unterwegs waren, ein anderer Touri aus Deutschland erzählte mir, dass er schon fünfmal hier vorbeigefahren sei und sich nicht die Zeit genommen habe.
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Das Füttern der Tiere hier war übrigens strikt verboten. Allerdings wussten diese das nicht und versuchten verzweifelt mir ein paar von meinen Keksen abzuschwatzen. Na ja, lag wohl daran, dass die nicht lesen konnten und auch ohnehin kein Geld hatten um die Strafe in Höhe von 100 USD zu zahlen. Einem nackten Squirrel konnte man halt nicht in die Tasche greifen...
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Auf dem Rückweg stieg ich bei der Lodge aus und machte mich auf den Weg zu den Emerald Pools. Das war ja genau etwas für mich: Ein Weg mit kurzen Strecken in Etappen, sodass ich mich immer wieder überreden konnte, nur noch das kurze Stückchen weiter zu gehen. Mittlerweile war die Sonne ganz weg, sodass es fast schon zu dunkel war zum fotografieren, aber ein bisschen von der Schönheit zwischen dem fließenden Wasser und den hohen Felsen, den gluckernden Pools ist hoffentlich noch zu erkennen.
Es sei gleich verraten, ich ging alle drei Etappen. Das wiederum bedeutet, dass es hier wirklich sehr schön sein musste, denn ansonsten wäre ich doch zu faul dazu gewesen.
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Fest steht, der Zion Nationalpark war so interessant, hier muss ich irgendwann noch einmal hin - und zwar am besten gleich für ein paar Tage.
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(Übernachtung: Best Western Zion Park Inn, Springdale)
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