Kunterbuntes nord-östlich von Las Vegas 2011 Wieder gebucht! Ach, das konnte doch nicht angehen: Ich konnte unmöglich meine Reise in die USA antreten, ohne zu wissen, wann ich wiederkommen würde. So verwöhnt war ich inzwischen. Aber es half nichts, ein konkreter Plan musste her und vor allem ein Ticket! Bereits bei der letzten Reise 201
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16.08.2011
Kunterbuntes nord-östlich von Las Vegas 2011
13.09.2011 Park City - Jackson, WY
Heute konnte ich den Jetlag nochmals nutzen. Kurz bevor es im Hampton Inn and Suites Park City Frühstück gab, erschien ich dort und bediente mich am Buffet. Viel Kaffee sollte es sein, etwas Saft, ansonsten hatte ich nicht viel Appetit so früh am Morgen.
Nee, Quatsch, nur fast wäre es so gekommen, denn ich habe beim besten Willen das Siruptütchen nicht aufbekommen, und Waffeln ohne Sirup ist ein No Go. Nachdem ich ein bisschen so saß wie Evelyn Hamann in dem Loriot-Sektch mit dem Tomatensaft im Flugzeug, ging es mit einem neuen Tütchen auf Anhieb. Lag wohl daran, dass ich nicht wie Evelyn Hamann nebenbei Rilke zitierte. Ich ließ mir also die Waffeln mit dem Sirup schmecken.
Dann ging es los. Angenehm frisch war es und nach dem im Wetterbericht angekündigten Regen sah es zum Glück nicht aus.
Zunächst war es noch bergig und ging über die Interstate sehr schnell voran.
Schlagartig mit dem Verlassen der Interstate kurz hinter der Stateline bereits in Wyoming allerdings hatte ich den Eindruck, tatsächlich ins Nichts zu fahren: Ewig geradeaus ging es auf flacher Straße, bis diese Fabrik (oder wahrscheinlich eher ein Kraftwerk?) die Eintönigkeit unterbrach.
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Erst wurde die Erde braun, dann wieder etwas grüner, dann wurde es bergiger. Meine Güte, hier zu wohnen, da war die einzige Rettung ja wohl ein privates Flugzeug! Und irgendwie stellte ich mir vor, wie vor 100 Jahren die Siedler mit Planwagen und Ochsenkarren hier entlang zogen in der Hoffnung irgendwo fruchtbares Land zu finden um dort bleiben zu können. Die haben wirklich Durchhaltevermögen bewiesen!
Fast ohne Pause fuhr ich durch bis Jackson und war ganz froh, nicht tanken zu müssen, denn Tankstellen waren hier eher rar. Mein erster Eindruck zeigte mir ein belebtes Städtchen, recht nobel, mit jeder Menge Naturburschen und -mädels in entsprechenden Fahrzeugen, die ganz offensichtlich Aktivurlaub machten.
Mein eher rustikales Hotel, in dem ich eine Blockhaushütte mit Doppelstockqueenbett hatte, war schnell gefunden, aber es war noch viel zu früh zum Einchecken und da ich so früh (noch vor dem Mittag) hier war, bot sich die Gelegenheit nicht nur morgen durch den Grand Teton Nationalpark hindurchzufahren, sondern ihn heute ein bisschen unter die Lupe zu nehmen, sodass ich Jackson erst einmal links liegen ließ und gleich weiter fuhr in den Park.
Irgendwie hatte ich mich gar nicht so sehr darum gekümmert, was es hier zu sehen gab, hatte nur so nebenbei das eine oder andere in einem Reisebericht mit gelesen. Aber die wie immer gute Karte, die es bei der Einfahrt gab, bot schnell Aufklärung.
Erst einmal ging es zu den Relikten aus der Mormonenzeit, zum Historic District an Menors Ferry. Hier gefiel es mir schon einmal sehr gut, gerade bei der heute wieder strahlenden Sonne. Ich lief ein bisschen herum, warf einen Blick in die Chapel of Transfiguration und schaffte es gerade noch einen ersten guten Eindruck zu erhalten, bevor eine ganze Gruppe Touris auftauchte, von denen jeder einzelne erst einmal die Glocke in Aktion versetzen musste.
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Dann fuhr ich weiter. Sah toll aus, wie die Wolken links an den Berggipfeln hängen blieben, zu denen ich über eine weite Ebene freie sicht hatte, während auch immer wieder dunkelblau glitzerndes Wasser ins Blickfeld kam.
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Vom Jenny Lake hatte ich gelesen und davon, dass es hier besonders schön sein sollte, also auf dorthin. Ja, hier musste es wirklich besonders schön sein - anders war nicht zu erklären, dass der Parkplatz überquoll. Aber ich hatte Glück, bei meiner langsamen Runde über den Parkplatz wurde doch tatsächlich etwas frei.
Schnell war eine Karte für die Fähre gekauft. Toll, so wurde ich doch tatsächlich zum Gebirgsfan: Blauer Himmel, noch blaueres Wasser, imposante Berge mit Schneeresten, Schäfchenwolken und eine tolle Ruhe.
Vom Endpunkt der Fähre kann man einen kurzen Marsch machen zu einem Wasserfall oder man kann auch um den See herum gehen zum Parkplatz zurück. Sehr schön war es hier!
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Ich hätte gleich nach diesem Ausflug wieder nach Jackson zurückkehren sollen, konnte aber wieder mal den Hals nicht voll genug bekommen und hatte Angst etwas zu verpassen, sodass ich die Straße weiter fuhr und dem Signal Mountain einen Besuch abstattete. Irgendwie fand ich den Blick dort runter jedoch nicht sehr beeindruckend, dazu war die Fernsicht dann doch nicht gut genug und es gab nach meinem Empfinden zu wenig Blickfang, sodass ich nun beschloss, mir lieber noch ein wenig von Jackson anzusehen.
Im Hotel war ich schnell eingecheckt, bekam einen Stadtplan, in dem alle möglichen Shops und Restaurants eingezeichnet waren und machte mich zu Fuß auf. Meine Güte, war das hier voll! Aber das Bummeln machte Spaß: Interessante Menschen waren hier unterwegs, in den einen oder anderen Laden schaute ich hinein, unter anderem trug ich nach kurzer Zeit eine große Tüte von Eddie Bauer mit mir herum.
Noch konnte ich den Hüten widerstehen, aber wehe, ich komme nochmals in den wilden Westen!
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KO war ich, es war ein anstrengender Tag. So hatte ich einerseits Hunger wie einer der Bären, denen ich gerne noch begegnen wollte (allerdings lieber, wenn diese satt sind), schaffte andererseits von meinem Essen beim Mexikaner fast nichts mehr und ließ auch die zweite Margarita zur Hälfte stehen.
Nachts schlug ich mir an dem Bett über mir einmal den Ellenbogen an, aber ansonsten schlief ich tief und fest und hoffte, dass der Wetterbericht auch morgen Unrecht behalten würde, wenn es in den Yellowstone Nationalpark ging.
(Übernachtung: Cowboy Village Resort, Jackson, WY)
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