Kunterbuntes nord-östlich von Las Vegas 2011 Wieder gebucht! Ach, das konnte doch nicht angehen: Ich konnte unmöglich meine Reise in die USA antreten, ohne zu wissen, wann ich wiederkommen würde. So verwöhnt war ich inzwischen. Aber es half nichts, ein konkreter Plan musste her und vor allem ein Ticket! Bereits bei der letzten Reise 201
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16.08.2011
Kunterbuntes nord-östlich von Las Vegas 2011
15.09.2011: Yellowstone Nationalpark: Old Faithful Area und Madison bis Mammoth Hot Springs
Heute wird es weniger Text und dafür viele Bilder geben, denn der Yellowstone Nationalpark ist im wahrsten Sinne des Wortes unbeschreiblich schön.
Als ich morgens meine Cabin verließ, war es eisig kalt. Die Sonne war gerade erst aufgegangen und mein Auto war von einer Schicht Raureif bedeckt.
Ich machte mich auf zu einem Spaziergang, wollte dem Morning Glory Pool am Morgen huldigen.
Fast niemand war unterwegs. Neben den Holzstegen blubberte und dampfte es, Nebelschwaden stiegen teilweise dicht auf, auch die Stege waren teilweise gefährlich glatt. Ich überlegte, ob wohl die Gefahr bestand, hier einem Bären zu begegnen und beschloss, dass diese zu dieser frühen Zeit noch schliefen.
An einer Stelle wurden Filmaufnahmen gemacht, das konnte bei dieser Stimmung in dieser Höllenwaschküche eigentlich nur ein Science Fiction sein. Teilweise kam rosa Himmel zum Vorschein, aber im allgemeinen sah es sehr grau aus. Die abgestorbenen Bäume hoben sich davon fast gespenstisch ab.
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Irgendwann kam ich am Morning Glory Pool an, den ich gerne mal im vollen Glanz der Sonne gesehen hätte, aber man muss ja nehmen, was man kriegt, nicht wahr?
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Auf dem Rückweg klarte es auf, der Himmel wurde strahlend blau, der Wasserdampf überall wirkte im Sonnenlicht nicht mehr grau, sondern weiß, Wasser glitzerte in der Sonne.
Dieser Spaziergang ist eine meiner schönsten Erinnerungen an diese Reise.
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Und fast ebenso schön ist die Erinnerung an den heißen Kakao und ein Cinnamon Roll mit Blick auf den pünktlich spuckenden Old Faithful.
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Nun war auch das Auto abgetaut und ich fuhr los in Richtung Norris, ließ dabei die Basins links liegen, die ich schon am Vortag besichtigt hatte.
Ein kurzer Stopp an den Artist Paint Pots. Irgendwie fehlen mir hiervon schöne Fotos, obwohl ich es hier wunderschön bunt fand.
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Das Norris Geyser Basin ist in der heißesten Region des Yellowstone Nationalpark und ist auch ein sehr großes Basin. Das sah toll aus, von oben hatte man einen herrlichen Überblick, die Farben waren hier eher bläulich und grünlich, in den hinteren Bereichen waren eine Menge ziemlich stark riechender Geysire, Pots und Pools. Irgendwie fühlte ich mich von dem Geruch hier in Teufels Küche halbwegs beduselt und ich habe diesen Geruch den ganzen Tag nicht mehr aus der Nase bekommen.
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Sehr lustig, die Leute, die sich posend immer wieder gegenseitig fotografierten, teilweise anstanden, um sich mit 3 verschiedenen Fotoapparaten in jeweils mindestens 5 unnatürlichen und gestelzten Haltungen ablichten zu lassen.
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Ich fuhr weiter nach Mammoth um die Sinterterrassen anzusehen. Dort ging der Weg ziemlich steil bergauf und bergab. Die Terrassen waren wunderschön, aber irgendwie machte mir die Höhe zu schaffen und vielleicht der Rest des Jetlag, sodass ich mich ziemlich schlapp von Punkt zu Punkt schleppte. Umso mehr nutzte ich die Gelegenheit mir das herrliche Farbschauspiel im Überblick und im Detail anzusehen.
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Im Mammoth Hot Springs tankte ich und aß in einem Selbstbedienungslokal, gönnte mir ein leckeres großes Eis in der Sonne und fuhr genüsslich zurück, vorbei an einer malerischen Büffelherde.
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Auch abends genoss ich wieder den Old Faithful, machte aber den Fehler von gestern nicht, sondern aß Lasagne in der Cafeteria direkt an meiner Lodge, schlenderte noch ein bisschen herum und war früh im Bett.
Übrigens: Mein Versuch mit dem Ipad noch ein bisschen in der Snow Lodge nebenan das Internet zu nutzen, scheiterte daran, dass ich irgendwie bei dem externen Anbieter keinen Account anlegen konnte. Die Idee dort Internet anzubieten, war aber ja grundsätzlich gut, denn Naturnähe hin oder her: Das Internet ist schon nützlich zur Planung oder wenn man mal beispielsweise googeln will, welches Tier man im Laufe des Tages nicht mit Namen ansprechen konnte.
Die Dame an der Rezeption dort war zwar willens mir zu helfen, aber ein Ipad hatte sie offenbar zum ersten Mal in ihrem Leben in der Hand - sie begann darauf mit einem Kugelschreiber herumtippen zu wollen, au Backe!
Der Büffel des Tages:
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(Übernachtung: Old Faithful Lodge)
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