Kunterbuntes nord-östlich von Las Vegas 2011 Wieder gebucht! Ach, das konnte doch nicht angehen: Ich konnte unmöglich meine Reise in die USA antreten, ohne zu wissen, wann ich wiederkommen würde. So verwöhnt war ich inzwischen. Aber es half nichts, ein konkreter Plan musste her und vor allem ein Ticket! Bereits bei der letzten Reise 201
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16.08.2011
Kunterbuntes nord-östlich von Las Vegas 2011
18.09.2011 Gillette, WY - Rapid City, SD
Ein Hotel mit Frühstück hatte ich die letzten Tage nicht. Und ein Hotel mit Frühstück, in dem es richtiges Geschirr statt Plastik und Styropor gab, hatte ich in den USA schon lange nicht mehr gehabt. Nette Aufsteller auf den Tischen wiesen darauf hin, dass das Benutzen des Porzellans für die Umwelt besser sei, aber eine solche Stillosigkeit wollten die Amis hier sich wohl nicht geben. Verwundert griff der eine oder andere meiner Mitfrühstücker erst zu einer Porzellantasse um dann doch einen Pappbecher zu nehmen, einen beobachtete ich sogar dabei, wie er einen Berg Rührei von dem Porzellanteller auf so ein Wackelding bugsierte um dann damit zu seinem Platz zu eiern. Tja, offenbar ein Mann, der die Herausforderung liebte!
Aber genug der Lästerei. Andere Länder, andere Sitten, ich jedenfalls habe sicherlich einige Tropfen Erdöl gerettet, indem ich das politisch korrekte Geschirr genutzt habe.
Und heute erwarten euch neben schönem Wetter auch wieder ein Haufen anständiger Fotos, somit fahren wir los. Wir fahren zunächst zum Devils Tower.
Es war so früh noch ein bisschen nebelig. Aufgrund der Weite der Landschaft konnte ich so ein nahendes Nebelfeld immer schon von weitem sehen, sogar von oben draufsehen, wenn ich auf eine Senke zufuhr.
Schon von weitem konnte man den Devils Tower sehen, was für ein Anblick!
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Ich hielt erst einmal bei der Prairiedog-Town, der ersten, die ich kennenlernen durfte. Da ich nicht wusste, dass dieser noch einige folgen sollten, blieb ich eine ganze Weile stehen. Je länger man unauffällig stehen blieb, desto weniger nahmen die Tiere, die wie ohrlose Hasen aussahen, Notiz von einem. Ich gebe aber gerne zu, dass die Collage hier ein Potpourri der Aufnahmen mehrerer solcher "Stadtbesichtigungen" war.
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Todesmutig machte ich mich auf den Marsch rund herum um den Devils Tower, während ich immer wieder von flott ausschreitenden und gut ausgerüsteten Kletterern überholt wurde. Meine Güte, hier an dem Felsen hochzukrabbeln, das würde ich mich niemals trauen. Auf Fotos, die den Devils Tower abbilden, wirkt er nicht so beeindruckend, das kommt erst, wenn man die winzigen, bunten, sich bewegenden Punkte sieht, die auf halber Höhe an der Struktur des Gesteins hängen.
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Der Devils Tower ist ein heiliger Ort. Darauf wiesen Schilder hin mit der Bitte, das Gebet nicht zu stören.
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Weiter ging es nach Deadwood. Ich fragte mich, ob es wohl dieses Deadwood war, in dem Neal Young auf der Suche nach einem "heart of gold" war, bis ich den Text gerade eben im Internet aufrief und feststellte, dass Neal Young auf keinen Fall hier suchte, sondern in Redwood. OK, kleiner Irrtum, sorry.
Gold gesucht wurde hier aber wohl schon, wenn wohl auch nicht immer in Herzform. "Was für´s Herz" gab es hier aber sicherlich früher trotzdem, oder zumindest was für´s Bett in diesem Goldrush-Ort voller Saloons. Die Lage und Kulisse des Ortes waren sehr schön, allerdings war für meinen Geschmack nichts Lohnenswertes dahinter: In jedem Gebäude ein Kasino, einige kombiniert mit ziemlich unattraktiven Souvenirgeschäften, aber immerhin auch eine Menge Restaurants. Völlig stilecht ging ich hier chinesisch essen. Ich meuterte ein wenig, als man mich praktisch für den Service im ziemlich dusteren Inneren des Lokals nah an der Küche platzieren wollte, ich wollte lieber am Fenster sitzen und ein wenig den Ort ansehen. Mein Wunsch wurde mir erfüllt.
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Nach dieser insgesamt netten Mittagspause (abgesehen von der Parkplatzsituation im Ort) fuhr ich weiter zum Custer State Park. Mein Ziel war in diesem einige der Scenic Routes abzufahren und am späten Nachmittag am Mount Rushmore den Herren Washington, Jefferson, Roosevelt und Lincoln die Ehre zu erweisen.
Zunächst ging es zum Sylvan Lake:
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Ich fuhr also den wirklich sehr schönen Needles Highway...
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... und dann noch die Wildlife Loop Road, wo mir dann ziemlich am Schluss einer der wilden Burros begegnete. Der war zwar ziemlich wild, aber noch lange nicht wild genug um nicht mal kurz die Autos anzuhalten und die Touris mal eben zu fragen, ob diese nicht einen Apfel übrig hätten oder in den heutigen modernen Zeiten ein paar Cheesecracker, Hershey´s oder Jelly Beans.
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So langsam war ich ein wenig KO und genervt von der Fahrerei, insbesondere da vor mir ein Minibus fuhr auf den letzten Kilometern zum Mount Rushmore, der vor einem der engen Tunnel anhielt um jemanden aussteigen zu lassen, der den Bus dann filmte bei der Durchfahrt.
Am Mount Rushmore war nicht viel los. Für die abendliche Zeremonie war es noch zu früh, für ein gutes Foto schon zu schattig, insofern konnte ich fast allein vor Ehrfurcht erstarrt das Monument und das zugehörige Museum betrachten, nicht ohne an die Indianer zu denken und daran, wie die es wohl gefunden haben, dass dem Ruhm der USA hier wieder mal ein heiliger Berg zum Opfer fiel.
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Die "Gegenveranstaltung" Crazy Horse besuchte ich übrigens nicht, so sehr stehe ich nicht auf geschnitzten Stein und ich kam auch nicht zufällig an einer Stelle vorbei, an der ich einen Blick hätte erhaschen können.
Übrigens: Sollte jemand gerade einen roten Kia Sportage mit Utah-Licence Plate von National fahren in der Gegend: Schaut mal ins Handschuhfach, dort hinein habe ich die ein Jahr gültige Parkberechtigung des Mount Rushmore gelegt mit einem Zettel an den "dear attendant", diesen Schein doch bitte dort liegen zu lassen, da er einem anderen noch nutzen könne.
Für die letzten Kilometer in Richtung Rapid City nutzte ich die schnellere Straße und nistete mich im Holiday Inn Express ein.
Dann hatte ich die Qual der Wahl, was ich heute essen wollte und entschied mich für TGI Fridays.
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(Übernachtung: Holiday Inn Express and Suites Rapid City)
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