Meer und mehr in Kalifornien Urlaub, was für ein Stress! Die letzten Wochen habe ich am Sonntag stets ganze Tage gearbeitet. Eigentlich ist somit dieser Urlaub mehr als verdient. Doch wann soll ich ihn bitte planen? Der Winter, auch wenn er dieses Jahr nicht fies ist, macht mir zu schaffen: Diese ewig lange Dunkelheit, an
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22.04.2014
Meer und mehr in Kalifornien
2.3.2014: Nach Santa Monica
Heute werden in Los Angeles die Oscars verliehen, aber nicht deshalb will ich dorthin. Los Angeles hatte 2008 von mir keine richtige Chance bekommen. Lediglich quasi auf der Durchreise hatte ich mal kurz am Pier von Santa Monica und in Hollywood vorbeigeschaut.
Die meisten mögen Los Angeles nicht, dieses Mal will ich mir ein eigenes Bild machen.
Ich habe ja viiiieeeel Zeit heute, denn in Santa Barbara gießt es noch immer. Etwas säuerlich besichtige ich noch fix die Mission. Kirche betreten ist allerdings verboten, is Messe. Ich bin aber der Meinung, man kann einem armen Sünderlein wie mir doch nicht das Gotteshaus verwehren und stelle mich doch kurz ein paar Minuten hinein. Die Mission wäre sicher bei Sonne schön. So aber laufe ich mit eingezogenen Schultern durch die Anlage und finde, dass der "Keep off Tree", der eigentlich eine Feige ist, das einzige Foto wert ist. Tja, Santa Barbara könnte sooo schön sein mit dem Yachthafen, den Stränden, der langen Einkaufs- und Amüsiermeile und den vielen gut aussehenden Lokalen. Aber bei dem Sauwetter ist es auch für eine schöne Stadt nicht leicht, einen guten Eindruck zu machen.
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Als selbst ernannte Ehrenvorsitzende des selbst gegründeten Vereins "Stopping for Shopping" muss ich natürlich in Oxnard im Outletcenter noch ein paar Läden abgrasen. Zum Glück bin ich schon ganz gut ausgestattet, sodass ich hier nicht mehr allzu viele Tüten zum Auto tragen muss.
Noch eine kleine Stärkung und weiter geht es über Malibu nach Santa Monica. Malibu wirkt ein wenig zergliedert, hat irgendwie kein Zentrum, aber den vielen Surfern hier scheint es zu gefallen. Eine Menge Menschen genießen den Blick auf den Strand. Genießen? Ja, denn seit dem Mittag hat es zu regnen aufgehört, die Sonne zeigt sich zaghaft, die Luft fühlt sich dann auch gleich viel wärmer an.
Ich kann schon um 14 Uhr im Cal Mar Hotel zentral in Santa Monica einchecken. Das Hotel hat schon bessere Tage gesehen, aber nett ist man hier, der Pool ist lauwarm geheizt, alles ist super in Schuss und ich bekomme ein richtiges Apartment mit Wohn- und Esszimmer, Küche und separatem Schlafzimmer.
Zum Meer und zur 3rd Street Promenade ist es nur ein Katzensprung und ich springe. Einmal durch die 3rd Street, dann zum Pier und am Strand zurück. Übrigens: Ich finde Santa Monica durchaus attraktiv, nicht unbedingt, weil es hier so viel Herausragendes gibt, sondern weil der Ort das vermittelt, was ich unter typisch kalifornischem Lebensgefühl verstehe: Strand, Sonne, sportliche, lebensfrohe Menschen, Meer und der eine oder andere Mensch, der sich als etwas Besonderes fühlt oder es auch ist.
Was mache ich es nun? Tue ich es der Dame im Zebrakleid mit der Leopardentasche gleich, die sich nun wohl vom Chauffeur im schwarzen Anzug in dem Prachtauto zur Oscarverleihung fahren lässt? Aber vielleicht will sie auch zum Fasching, schließlich ist morgen Rosenmontag. Übrigens habe ich tatsächlich überlegt, dorthin zu fahren, wenn ich schon an DEM Tag hier bin. Aber leider gehöre ich nun mal zu den Leuten, der George Clooney nicht einmal dann erkennen würde, wenn er einen Volluto trinkt, sodass ich lieber ein wenig running Sightseeing mache. Und DAS war vielleicht interessant!
Überall hier an der Strandpromenade ist was los: Da stehen Hippies in einer Haschischwolke und machen coole Musik. Da balanciert ein Mädchen auf einem Seil, als ob sie für den Cirque du Soleil trainiert. Ganz von den vielen Skatern, Joggern, Radfahrern und Surfern abgesehen, die Graffitisprayer nicht zu vergessen. Ich renne bis hinter Venice Beach die Promenade endet und bin gerade rechtzeitig zurück um den Pier vor dem noch ein wenig hellen Himmel fotografieren zu können.
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Ich gehe in die 3rd Street, der Einfachheit halber will ich hier etwas zu Essen aufstöbern und werde fündig. Auch hier an jeder Ecke Musik, teilweise live, teilweise als Open Air Disco. An einer Ecke fetzige Rhythmen. Einer tanzt immer vor, dahinter haben sich sicher 15 Passanten und ein Hund eingefunden, die alles nachmachen, nur der Hund nicht.
Ich nutze den vielen Platz in meinem Reich für die nächsten beiden Tage um ein bisschen Ordnung im Koffer zu schaffen. Irgendwie ist so ein Kofferraum ja groß, und im Laufe einer solchen Reise schleppe ich immer mehr Taschen und Tüten mit mir herum. Vor Las Vegas will ich es aber sortiert haben, und das mache ich heute.
Das Stimmungsbarometer ist besonders nach dem schönen Nachmittagsrun auf dem Höhepunkt. So hätte es doch die ganze Zeit sein sollen. Ich freue mich auf ein paar schöne Tage, aus dem Wetterbericht sind nämlich die Regenwolken verschwunden.
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