Meer und mehr in Kalifornien Urlaub, was für ein Stress! Die letzten Wochen habe ich am Sonntag stets ganze Tage gearbeitet. Eigentlich ist somit dieser Urlaub mehr als verdient. Doch wann soll ich ihn bitte planen? Der Winter, auch wenn er dieses Jahr nicht fies ist, macht mir zu schaffen: Diese ewig lange Dunkelheit, an
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22.04.2014
Meer und mehr in Kalifornien
4.3.2014: Ins Death Valley
Ich stelle mir bewusst den Wecker auf 5.30 Uhr, schließlich liegen 5 Stunden Fahrt vor mir und ich will ein bisschen was vom Death Valley haben. Schon um 6.30 Uhr lade ich also meinen Koffer ins Auto und mache mich auf den Weg.
Zunächst liegt alles im Nebel, aber nach dem Verlassen des Stadtgebietes, wo sich auf der Gegenfahrbahn eine langsame Lawine in die Stadt quält, während ich stadtauswärts freie Fahrt habe, klart es auf und blauer Himmel zeigt sich.
Zunächst sind Orte, Tankstellen, Hotels, Restaurants noch in kurzen Abständen zu finden. In einem der letzten dieser Orte, in Lancaster, frühstücke ich beim IHOP (einmal im Urlaub müssen stuffed French Toast schon sein) und versuche zu tanken. Bei der ersten Tanke verzweifele ich daran, dass sie offenbar gar keine Kreditkarten will, bei der zweiten daran, dass sie meine Kreditkarte nicht will, bei der dritten und letzten, einer der von mir gehassten Chevron, weil es hier IMMER Ärger gibt, werde ich erstmal durch eine ganze Prozedur geführt um dann ein Äääätsch zu bekommen, Karte nicht akzeptiert. Also gehe ich rein, hinterlege meine Karte (ja ja, der Shop will eine Sicherheit, aber wer gibt mir die Sicherheit, dass meine Karte dort sicher ist?) und habe endlich den Tank wieder voll.
Hinter Lancaster werden die Möglichkeiten weniger, die Orte kleiner und sie liegen weiter auseinander. Dafür kann ich nun die verschneiten Gipfel der Sierra Nevada bewundern.
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Irgendwie freue ich mich auf das Death Valley, das 2008 keinen überragenden Eindruck bei mir hinterlassen hatte.
Zunächst fahre ich die paar Kilometer abseits zur Semi Ghosttown Darwin. Malerisch ist auch hier diverser Schrott um diverse abgewrackte Hütten herum aufgestapelt. Es gibt auch eine stillgelegte Mine, aber keine Ahnung, ob ich rein könnte, ist mir auch nicht so wichtig.
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Bei Panamint Springs fülle ich zur Vorsicht nochmals den Tank, aber zu spät, hier zahle ich schon den Apothekenpreis, etwa doppelt so biel wie anderswo. Tja, eine Frage von Angebot und Nachfrage!
Der nächste Stopp ist dann erst bei den Sanddünen. Hier ist es bereits sommerlich warm.
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Nur noch eine kurze Fahrt zur Furnace Creek Ranch. Es ist 13.30 Uhr und ich versuche erfolgreich schon einzuchecken. Und der Pool lockt. Nach den Regentagen und nachdem ja eigentlich Erholung mit Sonne und Meer geplant war, ist eine Stunde in der Sonne eine hoch willkommene Wiedergutmachung. Aus einer Stunde werden zwei.
Als das Licht golden wird, breche ich noch fix auf zum Zabriskie Point und zu Dante's View.
Am Zabriskie Point bewundere ich die Farben, die kein Designer besser hätte miteinander kombinieren können.
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An Dante's View weht ein ordentlicher Wind. Auch kann man mit jedem gewonnenen Höhenmeter sehen, wie die Temperatur ebenso beständig fällt. Von oben hat man einen tollen Blick auf das Badwater Basin, den tiefsten Punkt Nordamerikas.
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Ich habe sicher 2008 dem Death Valley keine Chance eingeräumt, weil die schönen Farben natürlich am hellichten Tag nicht so wirken. Nun wird es immer schöner, strahlender und intensiver. Auch hatte ich ja damals schon so viel Landschaft und Natur geballt und intensiv hinter mir und an dem Tag noch eine ordentliche Fahrstrecke vor mir. Also gut, dass ich nochmals hergekommen bin, denn gerade als Kontrast zur Küste ist diese karge Landschaft mit den völlig anderen Farben eine tolle Abwechslung.
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Während es dunkel wird, inspiziere ich in Laufschuhen nochmals den Highway (immer noch sehr warm und irgendwie zum Rennen zumindest für mich zu steil) und den Golfplatz von Furnace Creek (sehr nett zum Laufen und nach Sonnenuntergang deutlich kühler). Und ich wusste gar nicht, was die eigentliche Herausforderung wohl beim Golf ist, nämlich die Orientierung auf dem Areal, jawoll! Ich zumindest verlaufe mich ein bisschen und komme an einer völlig anderen Ecke wieder heraus als ich dachte.
Der Abend geht mit einem eher mittelmäßigen Essen (Xanterra Resort halt) und einer Stunde an einem Feuerplatz mit den letzten beiden Tagen des Reiseberichtes zu Ende. Ich mag die Stille und muss gleich noch mal schauen, wie dunkel es in der Wüste sein kann, wenn die nächste Stadt weit weg ist und es keine Straßenbeleuchtung gibt.
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