Meer und mehr in Kalifornien Urlaub, was für ein Stress! Die letzten Wochen habe ich am Sonntag stets ganze Tage gearbeitet. Eigentlich ist somit dieser Urlaub mehr als verdient. Doch wann soll ich ihn bitte planen? Der Winter, auch wenn er dieses Jahr nicht fies ist, macht mir zu schaffen: Diese ewig lange Dunkelheit, an
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22.04.2014
Meer und mehr in Kalifornien
20.2.2014: Let's go to San Francisco
6 Uhr aufstehen, hoffentlich verschlafe ich nicht. Natürlich nicht, denn erstens bin ich vor Aufregung schon eine viertel Sunde vor dem Wecker wach, zweitens ruft Tanja pünktlich um 6 an, da sitze ich allerdings schon geduscht auf der Bettkante und sammel meine Ladegeräte ein, checke zum etwa 76. Mal, ob mein Pass auch WIRKLICH da ist und mache mich parat zum Frühstück, das es hier, ganz auf Reisende eingestellt, tatsächlich schon ab 5 Uhr morgens gibt.
Um 7 Uhr sitze ich in der S-Bahn zum Flughafen. Um 7.30 Uhr ist die Übernachtungstasche in meinem Auto auf Parkdeck 710 verstaut, kann looooosgehen!
Am Sicherheitscheck ist man mürrisch, wortkarg und schlecht gelaunt. Liegt vielleicht an dem für morgen geplanten Streik, wie ich später erfahre, aber ich komme schnell und ohne Umstände durch. Das Gate hat sich geändert. Netter Service, Lufthansa teilt dieses inzwischen per SMS mit. Aber egal, es sind nur ein paar Minuten Fußweg und hier am ursprünglichen Gate ist es schön leer.
Der Flug vergeht ereignislos. Auch hier an Bord empfinde ich die Mitarbeiter heute als blasiert und wenig interessiert, aber egal, ich komme an, habe mich während des Fluges mit vier Filmen berieseln lassen, diese aber zum Großteil verschlafen und habe mich zwei Mal für Pasta statt Chicken entschieden. Offenbar wirke ich irgendwie amerikanisch, jedenfalls sprechen die Flugbegleiter mich permanent auf Englisch an.
Überpünktliche Landung, eine Stunde später bin ich nach nettem Smalltalk über meinen Beruf mit dem Officer eingereist, trotz jeder Menge Japaner, die vor unserer Maschine noch abgefertigt wurden. Ich sitze in der BART, die mich fast bis zum Hotel Adagio (700 Meter von der Ecke Powell und Market Street entfernt) bringt, in dem man mich schon um 14 Uhr mein Zimmer beziehen lässt.
Nun aber nichts wie los, der Tag ist noch jung und hier scheint die Sonne. T-Shirt-Wetter ist, oder allenfalls Strickjackenwetter. Nix da mit Nebel, kühlem Wind oder Regen, das soll mal schön in Deutschland bleiben (sorry an alle dort Gebliebenen...)
Ich ziehe los. Ein bisschen durch die Läden im Stadtzentrum, dann die Market Street runter zur Bay und dort weiter bis zu Fisherman's Wharf, 5 km immer entlang am Wasser.
Noch eben den Seelöwen hallo gesagt. Hm, war das vor 5,5 Jahren hier auch schon so ein Tourirummel? Ich freue mich über blauen Himmel, blaues Wasser, Frühlingsblumen in Kästen, entspannte Menschen, die vor Kneipen sitzen, in die Sonne blinzeln und ihren Feierabenddrink genießen.
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Fährst du mit dem Cable Car zurück? Ich kann leider keinen Dreitagespass mehr kaufen, der Ticketschalter hat schon zu. Außerdem steht dort eine ziemliche Schlange. Also, was soll es? Da gehe ich jetzt zu Fuß, aber den direkten Weg, immer an den Schienen des Cable Cars entlang. Ächz, ist das steil! Aber ich komme an unzähligen Waschsalons vorbei, einer davon heißt 'the lost sock', Jungs mit Basecaps flitzen auf Skateboards mit einem Affenzahn die steilen Straßen runter, merkwürdige Gestalten sind auf Fahrrädern unterwegs, Obdachlose bereiten ihr Nachtlager in einigermaßen geschützten Ecken, Partyvolk beginnt sich auf den Weg zu machen. Und immer wieder diese nervigen durchdringenden Sirenen der amerikanischen Polizeiautos.
Kaum sind die letzten Sonnenstrahlen weg, merkt mein Körper, dass er heute veräppelt wurde. Er ist nun plötzlich der völlig berechtigten Meinung, es sei schließlich schon mitten in der Nacht und will schlafen. Ich bin trotz mehrerer Stunden Schlaf im Flugzeug KO, gehöre ins Bett. Noch schnell die wenigen Fotos von heute gesichtet, um 20.30 Uhr schon beginne ich mit offenen Augen zu träumen und schaffe es gerade so noch das Licht auszuknipsen. Morgen würde ich sowieso schon mitten in der Nacht wach, da ist dann noch genug Zeit den nächsten Tag zu planen und das Chaos zu sortieren, das irgendwie allein dadurch entstanden ist, dass ich das Nachthemd aus dem Koffer genommen habe.
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