Meer und mehr in Kalifornien Urlaub, was für ein Stress! Die letzten Wochen habe ich am Sonntag stets ganze Tage gearbeitet. Eigentlich ist somit dieser Urlaub mehr als verdient. Doch wann soll ich ihn bitte planen? Der Winter, auch wenn er dieses Jahr nicht fies ist, macht mir zu schaffen: Diese ewig lange Dunkelheit, an
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22.04.2014
Meer und mehr in Kalifornien
21.2.2014: San Francisco
Freitag, kurz nach 4 Uhr wach werden, ausgeschlafen, völlig entspannt und erholt nach fast 8 Stunden Schlaf. Und nun? Eine Stunde Sachen sortieren und bisschen im Reiseführer blättern, ab in die Laufsachen und los geht's die Marketstreet runter und dann immer am Wasser entlang in Richtung Norden. Angst muss ich nicht haben. Zwar sind noch jede Menge dubiose Gestalten unterwegs, aber die ersten Menschen gehen wohl schon ins Büro, und alle paar Meter begegnen mir andere Läufer. Ich renne und renne vor mich hin. Ach, ist das interessant!
Eine Gruppe Frauen beendet um 6 Uhr noch bei Dunkelheit ihre Yogastunde am Strand. Hier geht es immer noch weiter über einen sandigen Weg. Frisch gemähtes Gras und die Nadelbäume, an denen ich vorbei laufe, duften nun mit dem Erwachen des Tages.
Und plötzlich stehe ich vor der golden Gate Bridge und kann auf meinem Weg dorthin und dann wieder zurück den Sonnenaufgang bewundern, bei dem sich zunächst die noch beleuchtete Brücke vom schon heller werdenden Himmel abhebt, dann die Brücke von der inzwischen aufgegangenen Sonne angestrahlt wird.
Running Sightseeing, ich liebe es! Ich bleibe immer wieder stehen. Zum Glück habe ich daran gedacht für genau den Zweck das Handy mitzunehmen, sodass es sogar Fotos davon gibt.
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Upps, nun habe ich noch deutlich mehr als 10 km zurückgelegt. Jede Menge Leute sind inzwischen unterwegs, mit und ohne Hund. Viele Sportler sind dabei. Noch ein Abstecher zu den Seelöwen, dann verlaufe ich mich auch noch in der Innenstadt, bin zu weit Richtung Süden gerannt. Mit 22,5 km in den Beinen komme ich wieder am Hotel an.
Geduscht und ein Kaffee in der Lobby. Enjoy the day! Ja, mache ich, dieser verspricht wunderbar zu werden.
Gegenüber ist ein abgewrackt wirkendes Diner, ein Relikt aus den 70ern, wie es scheint. Nicht stylish, nicht wirklich freundlich, nicht gut, aber eben soooooo amerikanisch. Ich lasse mir Spiegeleier, French Toast und dünnen Kaffee bringen. Jawoll, ich bin wieder da!
Durch das abgeranzte Viertel Tenderloin gehe ich in Richtung Norden. Ja, hier ist wirklich nicht gerade die Creme de la Creme unterwegs. Ich befinde, dass die Warnungen vor dem Viertel wahrscheinlich berechtigt sind. aber es ist heller Tag, und ich bleibe absolut unbehelligt. Angst auf Reisen ist ja sowieso nicht meins.
Etwas langweilig die Straße hier und Castro ist auch nicht so spannend, wirkt alles noch ziemlich verpennt und die Läden sind noch geschlossen, ist ja auch erst kurz nach 10 Uhr.
Ich marschiere tapfer aufwärts zum Alamo Square, die Painted Ladies ruhen im Schatten. Ich nicht, ich bin eine Lady, die Sonne will, und im Gegensatz zu den Painted Ladies kann ich es mir aussuchen. Ich sitze in der Sonne, hoffe auf Vitamin D und ein wenig Bräune und schüttele den Winter ab. Sightseeing? Pfeif ich drauf, ein Stündchen Sonne ist jetzt wichtiger!
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Und weiter geht es in Richtung Ashbury Haight. Auf der Haight Street reiht sich ein Laden an den anderen. Hier gibt es vor allem Klamotten für Hippies, bzw. diejenigen, die früher Hippies gewesen wären. Aber auch heute läuft hier ein junges Mädchen mit Blumen im Haar herum. Ansonsten gibt es eher die Dreadlock-Variante.
Ein netter alternativer Supermarkt mit Sitzplätzen davor in der Sonne. Ja, Sushi muss es sein, und frische Erdbeeren! Und dann bummele ich bis in den Golden Gate Park. Der allerdings reißt mich nicht so vom Hocker. Er ist durchzogen von Straßen, an denen Autos parken. Und sowieso ist es mal wieder genug gewesen mit dem Laufen für heute.
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Trotzdem muss ich noch zurück. Und das sind immerhin wieder um die 4 bis 5 Kilometer.
Im Westfield Shopping Center stelle ich fest, dass die Sonne an meiner winterblassen Haut ihr Werk getan hat. Ich muss mich dringend ein bisschen ruhig stellen. Was liegt da näher als ein Kinobesuch? Um 17 Uhr fängt "Winter's Tale" an, und ich hoffe, dieses Mal klüger ausgewählt zu haben als letztes Jahr mit "Lincoln".
Na ja, ob der Film es wohl bis Deutschland schafft? Ich kann es mir fast nicht vorstellen. Aber verstehen kann ich ihn immerhin und ich schlafe auch nicht ein.
Anschließend noch im Foodcourt des Westfield Shopping Centers etwas gegessen und mit einem Schlenker durch verschiedene Läden zurück ins Hotel. Auch heute endet der Tag früh. Gut so ist es. Schließlich will ich mich erholen!
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