Meer und mehr in Kalifornien Urlaub, was für ein Stress! Die letzten Wochen habe ich am Sonntag stets ganze Tage gearbeitet. Eigentlich ist somit dieser Urlaub mehr als verdient. Doch wann soll ich ihn bitte planen? Der Winter, auch wenn er dieses Jahr nicht fies ist, macht mir zu schaffen: Diese ewig lange Dunkelheit, an
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22.04.2014
Meer und mehr in Kalifornien
25.2.2014: Durch das Napa Valley nach Sacramento
So gut der frisch gebackene Muffin gestern auch war, heute habe ich einiges vor und will nicht auf ihn warten. Offenbar beginnt der Tag in Mendocino grundsätzlich spät, das will ich nicht durcheinander bringen. Also Zettel auf die Veranda vor die Tür des Office: Bin schon weg, also bitte kein Frühstück, danke schön, Schlüssel liegt im Zimmer auf dem Bett.
Um 7.30 Uhr geht es los, zunächst die bekannte Strecke am Wasser entlang, dann auf der 128 Richtung Calistoga, soll nämlich schön dort sein, im Napa Valley.
Schön ist es erst einmal auf der Strecke dorthin. Die Straße schlängelt sich durch die ersten Weinberge. Navarro ist hier, das bilde ich mir ein schon auf Weinflaschen gelesen zu haben. Morgennebel wabert noch, bleibt an den Hängen kleben und kuschelt sich noch in Niederungen. Viel zu selten halte ich an um die Stille hier zu genießen. Fast niemand außer mir ist hier unterwegs.
Und dass es Spanish Moss auch in Kalifornien gibt und nicht nur in den Südstaaten, das wusste ich auch noch nicht.
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Ich komme voller Spannung in Calistoga an, das der Reiseführer als ursprünglich beschreibt und fahre zunächst zum old Faithful of California. Natürlich erwarte ich, dass er seinem Namensvetter im Yellowstone Nationalpark ebenbürtig ist und bin schon beim Nähern ein wenig skeptisch. Dem Namensvetter darf man nicht zu nahe kommen, hier hält man nur ein paar Meter Abstand. ich nehme Platz und beginne mich zum Zeitvertreib mit dem Reiseführer zu befassen. Doch kaum sitze ich, spritzt die etwas schlappe Fontäne in die Luft. Ich habe gerade noch Zeit schnell die Knipse zur Hand zu nehmen für ein paar Beweisfotos und schon hat das Schauspiel ein Ende. Ich werde den Verdacht nicht los, dass der Kassierer mal fix in den Garten gegangen ist und am Wasserhahn für den Springbrunnen gedreht hat...
Also: Wer noch nie einen Geysir gesehen hat und von sich sagen können möchte, dass er mal einen erlebt hat und wer die 14 Bucks dafür übrig hat, hat hier die Gelegenheit. Einen Umweg lohnt der Zimmerspringbrunnen aber nicht.
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Downtown Calistoga ist wirklich nett, aber durchaus übersichtlich. Die Stadt reicht gerade so dafür mit einem Kaffee aus einer Bäckerei die Ladenzeile entlang zu schlendern und gemütlich ein Paar Schuhe zu kaufen, dann geht es weiter in das hochgelobte Napa Valley. Hier übrigens wird eifrig geworben für den Napa Valley Marathon am kommenden Wochenende.
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Weiter geht es Richtung Napa. Ist es tatsächlich diese Straße, die so gelobt wird oder eine andere parallel Verlaufende? Da war es vor Calistoga deutlich schöner. Hier wird es zunehmend städtischer, es ist viel Verkehr, die Landschaft wird flacher und uninteressanter. Immerhin begegnet mir hier ein weiterer von Weinflaschen bekannter Name: Zinfandel.
Auch Napa selbst ist letztlich OK, eine Spur größer als Calistoga und im Gegensatz dazu mit den üblichen Hotel- und Restaurantketten ausgestattet. Auch hier bemüht man sich den "historic District" zu beleben.
Gut, dann also auf kürzestem Wege zum Konsumrausch ins Outletcenter Vacaville. Ich verabschiede mich für 2,5 Stunden von meinem Auto und belade es anschließend mit meiner Beute, sodass es in die Knie geht.
Dank meines frühen Aufbruches heute Morgen ist es noch hell und noch früh genug für den historic District in Sacramento und das Capitol. hier also arbeitete Arnie. Wow, der hat es echt zu was gebracht!
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Der Historic District besteht aus einigen Straßen und zugehörigen Querstraßen, in denen es Läden und Restaurants gibt. Es gibt eine historische Eisenbahnstation und dahinter ein Schiff (Delta King), das als Hotel und Restaurant dient.
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Doch ich wohne sehr profan und sehr viel günstiger im Best Western Sandman einige hundert Meter weiter am Fluss. Beim Einchecken erklärt mir ein offenbar sturzbetrunkener (wie sagt man es gerade politisch korrekt?) ääääh, ich glaube, man sagt black race man (zumindest erklärte mir Elke das vor 1,5 Jahren zu meinem Erstaunen so), dass ich 'so beautiful' sei und vermacht mir eine Blüte in einer leeren Bierdose. Na ja, so ist er die Büchse los!
Auf dem Radweg hinter dem Hotel am Fluss ordne ich mich in die Reihe der Läufer ein, während eine Waschmaschine meine Klamotten wieder auffrischt. Aber morgen früh werde ich hier sicher schon deshalb nicht rennen gehen, da hier wohl die Siedlung der Obdachlosen ist. Ganze Reihen von Zelten stehen auf dem Grünstreifen neben dem Weg. Keine Ahnung, ob die Gegend hier 'safe' ist.
Dieser Abend endet verhältnismäßig spät, da ich Konsummonster natürlich noch in das Outletcenter westlich der Stadt muss. So langsam brauche ich auch keine Schuhe mehr, und hier geht es schon deutlich schneller als im ersten Shoppingcenter.
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