Bali, Lombok und Kuala Lumpur 2010 Freitag, 19.3.2010 Freitag, mein erster Urlaubstag. Einige Sachen hatte ich im Laufe der letzten Woche schon in den Koffer geworfen. Dessen Inhalt wurde nun ergänzt. Die Technik wurde im Handgepäck verpackt, zum etwa 25. Mal kontrollierte ich, ob auch alle Voucher und Ausdrucke da waren. Der Ko
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16.08.2011
Bali, Lombok und Kuala Lumpur 2010
Freitag, 19.3.2010
Freitag, mein erster Urlaubstag. Einige Sachen hatte ich im Laufe der letzten Woche schon in den Koffer geworfen. Dessen Inhalt wurde nun ergänzt. Die Technik wurde im Handgepäck verpackt, zum etwa 25. Mal kontrollierte ich, ob auch alle Voucher und Ausdrucke da waren. Der Koffer wunderte sich ein wenig, dass er dieses Mal kein Navi zu beherbergen hatte, dafür ungewöhnlich viele Badesachen und vor allem meine nagelneue Schnorchelausrüstung.
Wohin es gehen sollte? Denkste, mal nicht in die USA, sondern mit ähnlicher Zeitverschiebung in die andere Richtung. Bali war dieses Mal mein Ziel mit 3 Tagen Kuala Lumpur im Anschluss: Sonne, Strand, Meer, grüne Berge, Bambus, Reis, Tempel und mal eine andere Metropole als New York, San Francisco oder New Orleans sollten diesen Urlaub bestimmen.
Doch erstmal alles wie gehabt: der Koffer mit all den wertvollen Inhalten verschlossen, ab in´s Auto mit ihm und mit mir und los zu Freundin Meike, die praktischerweise in Frankfurt wohnt. Ist doch immer prima, wenn man die Abreise mal mit ein wenig Tratsch über alte Zeiten verbinden kann und dann auch noch am nächsten Morgen keinen Stress mehr mit der Frage hat, was wäre, wenn Stau ist, wenn das Auto nicht anspringt, wenn, wenn, wenn - dachte ich zumindest.
Och ja, der Abend war wie immer angenehm, noch ein Absacker zu Hause und dann ein weiteres Absacken in´s Reich der Träume bis am Samstag Morgen der Wecker klingelte.
Tagestop: Schnitzel mit Spätzle und ein Äppelwoi und dazu die Vorfreude darauf, in 24 Stunden in einer ganz anderen Welt zu landen.
Tagesflop: Gab keinen.
Samstag, 20.3.2010
Aufstehen, noch einen Kaffee zum Wachwerden, ein weiteres Mal kontrolliert, ob die Papiere nicht über Nacht das Weite gesucht hatten und dann raus. Hm, weit kam ich nicht, denn was das Weite gesucht hatte, war nicht mein sicher in der Wohnung aufgehobenes Handgepäck, sondern mein grasgrüner Trolley, den ich der Einfachheit halber im Auto gelassen hatte. Die Seitenscheibe war eingeschlagen und mit einem Griff das gute Stück verschwunden. Dass im spießigen Oberrad etwas passieren könnte, konnte ich mir bis dahin nicht vorstellen - dass jemand es auf meine Sonnenmilch und meine T-Shirts abgesehen hatte, ebensowenig.
Oh weh, oh weh, was nun? Wieder rauf zu Meike: "Was soll ich tun?" Meike: "Abfliegen!" Oh weh, oh weh, was war alles im Koffer? Eigentlich nur die Klamotten. Kosmetik, Technik, sogar einmal Wäsche zum Wechseln waren im Handgepäck.
Langer Rede kurzer Sinn: Noch ein wenig Zeug aus der Sporttasche im Chaos meines Kofferraumes gefunden und in die Übernachtungstasche gepackt, ab in´s Taxi, eingecheckt, noch ein paar hektische Telefonate um zu organisieren, dass mein Auto eine neue Seitenscheibe bekam und dann sollte es zur Beruhigung Frühstück geben.
Kaum stand ich mit meinem Cappuccino und dem Croissant dort, klingelte mein Handy. Die Nummer kannte ich noch nicht. Es war Frau K. Frau K. kannte ich auch nicht, aber sie hatte meinen Koffer gefunden. Durchwühlt und durchnässt lag das gute Stück auf der Hundekackwiese ganz in der Nähe von Meikes Wohnung. Wie ich später erfahren habe, hat sie aus dem aufgeregten Kauderwelsch, das ich ihr in aller Kürze erzählt hatte, geschlossen, dass Meike gerade mit der Polizei einige Meter weiter an meinem kaputten Auto steht. Kurzentschlossen hatte sie meine Habe eingesammelt und schon mal dorthin gebracht.
Danke, Frau K. für das schnelle Reagieren, danke an den Hund von Frau K. für sein morgendliches Bedürfnis, danke, Meike, dass du dich sofort in´s Taxi geworfen hast und mir den Koffer noch gebracht hast, danke, Air Malaysia, dass ich das gute Stück nachträglich noch einchecken konnte!
Wieder ein wenig entspannt konnte es losgehen. Der Flug war unspektakulär, kein Schnickschnack wie Zahnbürste von der Airline oder heiße Tücher vor dem Essen, der Sitzabstand recht großzügig, die Bestuhlung recht komfortabel, das Essen gut, Getränke unbegrenzt zur Verfügung, im Inseat-Entertainment konnte man sogar einige Worte Bahasa Indonesia mit Hilfe des vorhandenen Sprachkurses lernen. Zahlen bis 10 und die Wochentage habe ich somit für wenige Minuten beherrscht.
Tagestop: Den schweren, vollen, grasgrünen Trolley doch noch auf dem Laufband hinter dem Schalter von Air Malaysia verschwinden zu sehen.
Tagesflop: Der Anblick meines kleinen blauen Autos mit der eingeschlagenen Seitenscheibe.
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