Bali, Lombok und Kuala Lumpur 2010 Freitag, 19.3.2010 Freitag, mein erster Urlaubstag. Einige Sachen hatte ich im Laufe der letzten Woche schon in den Koffer geworfen. Dessen Inhalt wurde nun ergänzt. Die Technik wurde im Handgepäck verpackt, zum etwa 25. Mal kontrollierte ich, ob auch alle Voucher und Ausdrucke da waren. Der Ko
Reisen, Urlaub, Ferien Bewertung wird geladen...
16.08.2011
Bali, Lombok und Kuala Lumpur 2010
Mittwoch, 31.3.2010
Um 7 Uhr sollte ich abgeholt werden vom Shuttle der Gili Cat. Vom Hotel bekam ich um 6.30 Uhr einen Kaffee und eine Breakfast-Box nach Wunsch zum Mitnehmen auf´s Zimmer, da es Frühstück erst ab 7.00 Uhr gibt. Sehr aufmerksam!
Aber wer nicht kam, war der Shuttle. Ich eine SMS an den Vermittler geschrieben, war halt ein bisschen misstrauisch, ob tatsächlich eine Buchung stattgefunden hat. Dann kam der Shuttle aber endlich um 7.30 Uhr. Die Fahrt nach Padang Bai dauerte etwa eine Stunde. Padang Bai ist ein winziger Ort, noch ohne Massentourismus. Nur ein paar Taucher liefen herum. Zur Blue Lagoon zum Schnorcheln kann man laufen, es gibt Strand und einige nett aussehende Strandbars. Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich vielleicht eher hier als in Candidasa gelandet zu Beginn des Urlaubs.
Ich musste noch einen Teil des Tickets zahlen, dann ging´s los. Die Überfahrt dauerte eine Stunde und beim Einsteigen wurde mitgeteilt, dass die Überfahrt "bumpy" werden könne und die besten Plätze diesbezüglich hinten seien. Wer also saß genau in der letzten Reihe in der Mitte? Vormittags war das Meer ruhig und die Fahrt war etwa so "bumpy" wie ein Flug mit leichten Turbulenzen. Die Crew war lustig und gut drauf. Vor der Abfahrt wurde allen eine Wasserflasche in die Hand gedrückt und es wurde gute Reise gewünscht.
Lombok1Gilicat.jpg
Bei der Ankunft in Teluk Kodek wurde mir gleich eine Fahrt angeboten zum Hotel nach Senggigi. Wieder mal entstand der Irrtum - wenn es denn wirklich ein Verhörer war - dass ich 100.000 verstand, die sich dann als 200.000 entpuppten. Ich ärgerte mich ein wenig über mich selbst, dass ich nicht über das Hotel einen Transfer organisiert und auf Taxis dort gehofft habe. Ich würde wieder aussteigen und im Hotel anrufen und mir einen Fahrer schicken lassen, erklärte ich, 200.000 würde ich nicht zahlen. Nun gut, 150.000 wurden es daraufhin und ich wurde vom Onkel des einen Mitarbeiters von Gili Cat nach Senggigi gefahren.
Die Erklärung dafür, dass es keine Taxis dort gibt, liegt wohl darin, dass die Areale, in denen man als Fahrer Kundschaft akquirieren darf, aufgeteilt werden und man sich nicht gegenseitig in´s Handwerk pfuscht. Das habe ich daraus geschlossen, dass der Fahrer, der mich 4 Tage später wieder zurück brachte, auf meine Frage, ob er dann dort gleich auf Ankommende warten würde, verneinte und mir das erklärte. In Teluk Kodek hingegen finden sich keine anderen Opfer - äh, Kunden, meinte ich - als die Ankömmlinge und die werden dann auch gleich gebührend ausgeschlachtet. Also kann ich nur bestätigen, dass der manchmal gegebene Rat, den Transfer vorher zu organisieren, sinnvoll ist. Für 200.000 kann man dort normalerweise für einen halben Tag ein Auto mieten und durchaus weiter fahren als nur nach Senggigi (halbe Stunde Fahrt).
Etwas frustriert langte ich dann am Sheraton an. Immerhin konnte ich schon vor 12 Uhr mein Zimmer beziehen. In der sehr schönen Hotelanlage gibt es direkt am Meer einen sehr schönen Pool mit sehr schönen Liegen und mich zog es erst einmal für zwei Stunden auf eine davon. Angeblich habe ich dort ein leichtes Erdbeben verpennt. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Ich erinnere mich aber, dass ich mal das Gefühl hatte, dass jemand an meine Liege stößt und dass es dann ein wenig laut und aufgeregt um mich herum wurde. Kann aber auch sein, dass da nur jemand seinen Kindern hinterhergelaufen war.
lombok1strand.jpg lombok1boot.jpg lombok1pool.jpg
Etwas missmutig zog ich anschließend los. Obwohl sich alles für die letzten Tage so schön ergeben hatte, war es doch immer wieder eine Umstellung und immer wieder anstrengend sich am neuen Ort zu installieren und zu organisieren. Irgendwie war es mir auch eine liebe Gewohnheit im Urlaub mit einem Mietwagen unterwegs und somit unabhängig zu sein. Da war das hier für mich ungewohnt und somit auch anstrengender als sonst. Außerdem machte mein noch immer nässendes und schmerzendes Knie mir Sorgen.
Nun wollte ich mir erst einmal mein hiesiges Sightseeing organisieren und vor allem sehr dringend ein sehr spätes Mittagessen. Lombok wirkte von Aussehen und Atmosphäre her erst einmal eher wie ein nordafrikanisches Land. Das Essen aber war schon sehr indonesisch. Mir ging´s schon etwas besser nach dem Essen, denn außer meiner Breakfast-Box hatte ich bis mittlerweile 16 Uhr nichts mehr gehabt und Kohldampf stellte sich ein.
So wanderte ich also in das erstbeste "Reisebüro", in dem man nicht gut zuhörte und nicht viel mitbekam, was ich denn eigentlich wollte. Man bekam nur mit, dass es mein erster Tag auf der Insel war und bot mir eine Autorundfahrt und einen Schnorchelausflug mit einem Charterboot für einen Fantasiepreis an. Mal sehen, vielleicht melde ich mich wieder, antwortete ich und zog weiter ohne die Absicht einer Rückkehr hierher.
Im zweiten Büro ware es schon etwas besser, die angebotenen Preise lagen bei zwei Dritteln des ersten, also lag ich wohl richtig. Aber mal weiter sehen. Mit Namen und Telefonnummer des Ansprechpartners zog ich weiter. In Reisebüro Nummer 3 saß schon jemand. Ich wurde gleich begrüßt mit der Frage, ob ich zufällig auch allein reisend sei, denn der Dame ihm gegenüber sei das Angebot zu teuer und vielleicht wollten wir uns ja ein Auto teilen. Na ja, warum nicht, schließlich bist du hier in Asien nicht in einem deiner üblichen Eigenbrötler-Urlaube. Schnell stellte sich heraus, dass ich es mit Marlies zu tun hatte, die 64 Jahre alt und Rentnerin war, schon 2 von 3 Monaten in Indonesien weilte und nach einem Aufenthalt auf den Gilis nun ein paar Tage Lombok ansehen wollte vor ihrer Rückreise nach Bali. Schnell einigten wir uns auf eine Autotour in den Süden der Insel am Folgetag.
Ich hatte ein gutes Gefühl und zog spontan mit Marlies los, die völlig selbstverständlich ein Bemo anhielt (so etwas ähnliches wie ein kleiner, überdachter Lieferwagen, mit dem hier der ÖPNV stattfindet), die Fahrt zum Tempel Batu bolong in Auftrag gab, sich beim Fahrpreis nichts vormachen ließ und sich mit den Leuten im Bemo unterhielt. Wow, wie cool ist die denn? Na, da konnte ich ja nun ganz entspannt dem nächsten Tag entgegensehen, die macht das schon! Nach dem nicht vorhandenen Sonnenuntergang am Tempel hielt Marlies wieder ein Bemo an, dachte sie zumindest. Doch dass dieses ein mit zwei jungen Männern besetzte Auto ein Privatfahrzeug war, störte sie auch nicht. Sie bat einfach die Jungs uns mitzunehmen, na gut. Erst wurde Marlies abgesetzt, dann ich mit Hinweis auf eine etwas trostlos wirkende Kneipe, in der die beiden Jungs arbeiteten und in der ich doch abends noch vorbeischauen könnte.
Fischer am Tempel:
Lombok1batubolong.jpg
Etwas später ging ich nochmals los, erst noch ein Milliönchen am ATM ziehen, im Supermarkt den Wasservorrat auffüllen und dann im Happy-Café ein mäßiges Abendessen essen, wo eine Liveband spielte. Auch machte ich erste Bekanntschaften mit den Cedanos, durchaus gebräuchlichem Fortbewegungsmittel auf der Insel. So langsam gefiel mir auch Lombok.
Supermarkt-Impression:
Lombok1%20SupermarktSupermarkt.jpg
Public Transport mit 1 PS (Cedano), wenn auch von einem anderen Tag:
lombok1cedano.jpg
Auf dem Rückweg im Stockdunkeln rief es dann plötzlich "Brigit, Brigit" und die beiden vom frühen Abend standen vor mir. Sorry, sie hatten mir ihre Namen etwa fünfmal gesagt, leider habe ich sie nicht behalten. Wenig später fand ich mich völlig unerwartet auf einem ausgeleierten Plastikstuhl an einem wackeligen Tisch vor einem Bier zwischen zwei Jungs, die mich mit Hilfe ihres Karaoke-Gerätes aus vollem Halse besangen. Als das Bier alle war, trollte ich mich und marschierte zurück zum Hotel. Weit kam ich nicht, denn einer meiner beiden Kavaliere erschien auf dem Moped neben mir und bestand darauf mich den Rest des Weges zu fahren. So fand ich mich also auf dem Moped eines ihr unbekannten jungen Mannes wieder. Das hätte ich einige Stunden zuvor auch nicht gedacht!
Übrigens: Den Führerschein darf man in Indonesien sowohl für PKW als auch für Mopeds mit 17 Jahren erwerben. Sofern man die Prüfung besteht, darf man sich das Fahren auch durchaus von Familienangehörigen oder Bekannten beibringen lassen. Offensichtlich gilt das mit den 17 Jahren aber wohl für die Gesamtzahl der Passagiere. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich einmal ein Moped gesehen habe, auf dem zwei Jungs im Grundschulalter saßen.
Tagestop: Die Fahrt im Bemo mit dem Wissen, dass auch auf Lombok alles recht easy zu sein scheint.
Tagesflop: Rip off auf der Fahrt vom Bootsanleger zum Hotel.
Donnerstag, 1.4.2010
Um 9 Uhr stellte sich nun der nächste Fahrer vor. Es war Dien (Aussprache in einer Silbe, also wie bei James Dean). Marlies wurde eingesammelt und los ging es über einige Handwerksdörfer in den Süden der Insel zum einsamen Kota Beach. Auf der Fahrt stellten Marlies und ich einige Parallelen zueinander fest und waren schnell dabei uns viel zu erzählen. Zwischendurch drehte Marlies mal eben an einer Kreuzung das Fenster herunter um einer Mopedbesatzung neben uns "selamat pagi" (guten Morgen) zu wünschen.
Auf Lombok ist wenig los, vor allem gibt es außer auf den Gilis, in Senggigi und durch das Novotel im einsamen Süden bisher keinen Tourismus, erst recht keinen Massentourismus. Das soll sich leider bald ändern. Im Sommer 2010 sollte der fast fertige neue internationale Flughafen südlich der Hauptstadt Mataram eröffnet werden.Wer es positiv sieht, kann sich sagen, dass die Inselbewohner daher einen Grund haben, sich ihre Sehenswürdigkeiten zu bewahren, aber wahrscheinlich wird einfach bald ein Bauboom einsetzen und die vielen einsamen Buchten, an denen wir vorbeigefahren sind, werden eine nach der anderen mit idyllischen Luxusresorts bestückt.
Vorerst sahen wir fremdartige Szenen wie die Fischer auf einem Süßwassersee:
lombok2%20fischer%20see.jpg
Los ging es zu einer Töpferwerkstatt im Hinterhof eines Familienanwesens. Sehr, sehr schöne Ware und die Möglichkeit das Töpfern selbst zu probieren wurden geboten.
lombok2%20töpferei.jpg lombok2töpferei%20hinterhof.jpg
Weiter ging es in ein Weberdorf. Eine Einwohnerin begleitete uns auf einem Spaziergang durch das Dorf. Wer hier als Frau wohnt, darf erst heiraten, wenn sie bewiesen hat, dass sie weben kann. Alle Muster werden überliefert und sind nirgendwo aufgeschrieben. Wenn man dann geheiratet hat, webt man eben 7 Tage die Woche je 10 Stunden. Na, ob diese Form des "Lebenslänglich" so erstrebenswert ist? Routiniert in dieser ursprünglichen Umgebung scherzte unsere Begleiterin, als wir nicht weben wollten, dass wir dann wohl auch nicht heiraten wollen.
lombok2%20weberei1.jpg lombok2%20weberei3.jpg lombok2%20weberei2.jpg Sarong.jpg
Nach noch einem Stopp an einer Verkaufsstelle für wunderschöne Batikbilder war das nächste Ziel ein Sasak-Dorf. Dieses war so schlicht und primitiv, dass man sich wirklich fragte, ob die Einwohner tatsächlich dort lebten oder vielleicht abends doch mit dem Bus abgeholt und in Etagenwohnungen mit Duschen und Fensterscheiben abgesetzt werden. Man durfte in die Wohnungen gehen und sah Dorfbewohner Wäsche aufhängen. Ein Kamerateam aus Jakarta interviewte mich und musste sich dafür von mir ablichten lassen. Keine Ahnung, ob ich aufgrund dieses Interviews in Indonesien schon berühmt bin. Und ich habe erst recht keine Ahnung, was aus diesem Dorf wird, wenn in einigen Jahren Neckermann-Busse angerollt kommen.
lombok2%20sasak1.jpg lombok2%20sasak3.jpg lombok2%20sasak2.jpg
Angekommen in Kota Beach aßen wir erst einmal in Ruhe und gut zu Mittag: Wie wohltuend, dass es hier keine knatternden Mopeds gab und keine dröhnenden Lautsprecher. Nur eine französische Familie saß einen Tisch weiter und machte ebenfalls Pause.
Dann verbrachten wir noch eine Stunde an der herrlich einsamen Bucht. Für die Stunde ganz lustig, aber im Grunde sehr traurig: Jede Menge engagierte kleine Strandverkäuferinnen, die sich auf jeden Touri stürzten und mit aller Macht versuchten, Sarongs und Armbänder aus Holzperlen an den Mann zu bringen: "Miss, make business with ME. She had fitfythousand today, me nothing." Nach dem Motto wer zuerst kommt, mahlt zuerst, taten sie alles um zuerst an unseren Portemonnaies zu hängen und wir sahen uns einem Großangriff der kleinen Fräuleins ausgesetzt, während einige Lausbuben ein paar Meter weiter kollektiv auf einen Felsen kletterten um die einzige Touristin zu beobachten, die sich neben dem Felsen im Bikini sonnte.
Die Bucht an sich war toll: Lang gestreckt, einsam, blaues Wasser, lustige Fischerboote, eine Felsformation, außer den vorhandenen Hütten keine Bebauung, was sich wohl bald ändern soll. Zumindest wusste Marlies zu berichten, dass diese ganze Bucht zu einem Resort umgestaltet werden soll.
lombok2%20kota1.jpg lombok2%20kota2.jpg lombok2%20kota3.jpg lombok2%20kota4.jpg lombok2%20kota5.jpg lombok2%20kota6.jpg
Auf der Rückfahrt fiel die noch angedachte Besichtigung eines Wasserfalls buchstäblich in´s Wasser. Der Himmel präsentierte uns nämlich einen alternativen Wasserfall. Irgendwie hatten wir an dem Tag aber auch schon so viel gesehen und erlebt, dass das nicht schlimm war, Marlies ließ sich inzwischen wieder bei gutem Wetter an einem Restaurant absetzen, das sie gerne besuchen wollte und ich sah mir den schönen Hotelpool nochmal genauer an.
Tagestop: Das Weberdorf.
Tagesflop: Nichts.
Karfreitag, 2.4.2010
Gestern hatten Marlies und ich uns verständigt, dass wir gemeinsam noch mehr sehen wollten von Lombok. Wäre es nicht so angenehm gewesen mit ihr, wäre ich heute auf eine der 3 Gilis gefahren zum Schnorcheln. Aber Dien hatte eine bessere Idee, die uns beiden gefiel: Gili Nanggu, eine private Insel, auf der man direkt vom Strand aus losschnorcheln konnte. Mir war das recht, denn für mich war alles neu. Marlies war es recht, denn sie kannte Gili Nanggu noch nicht im Gegensatz zu den 3 bekannten Gilis bei Bangsal. Also wurden wir wieder abgeholt, fuhren wieder in Richtung Süden und dann mit dem Boot nach Gili Nanggu, wo wir unseren Lagerplatz für die nächsten Stunden besetzten.
Lombok3%20anfahrt.jpg Lombok3%20Bootstransfer.jpg
Wir zogen mit unseren Schnorchelausrüstungen bewaffnet los. Übrigens: Ich war ganz froh, meine eigene zu haben, als ich die geliehene Ausrüstung von Marlies sah: Verkeimt und verdreckt. Es hatte sie wirklich Überwindung gekostet den Schnorchel zu benutzen. Der Trick um viele Fische zu sehen, funktioniert so: Man nehme eine kleine Wasserflasche aus Plastik, fülle diese mit Brot und setze den Deckel wieder auf, in den ein kleines Loch gebohrt ist. Unter Wasser saugt sich dann das Brot voll und kann durch das Loch imm Deckel portionsweise abgegeben werden, woraufhin eine hungrige Bande angeschwommen kommt. Das ist praktischer als Brot ohne Flasche mitzunehmen, denn man kann selbst besser dosieren, wann man wie viel verteilt und kann die Flasche zwischendurch einfach auch mal in den Badeanzug klemmen. Hier entstanden folgende Fotos mit meiner Doggycam:
Lombok3%20Fische1.jpg Lombok3%20Fische3.jpg lombok3%20Fische4.jpg lombok3%20fische5.jpg
Etwas nervig war, dass immer dann, wenn wir gerade am Lagerplatz in Aktion waren, uns also umzogen, wie zufällig mehrere Einheimische ankamen und sich mit Dien unterhielten, sodass ich mich irgendwann fragte, wer hier wohl eher auf Besichtigungstour unterwegs war.
Davon abgesehen ist Gili Nanggu aber ein wirklich schönes und idyllisches Plätzchen, wenn man nicht näher auf den am Strand leider vorhandenen Unrat schaut: Es gibt Unterkünfte und ein Restaurant dort, sowie recht ordentliche Toiletten und Duschen, die man gegen Gebühr nutzen kann.
Lombok3%20Gili%20Strand.jpg Lombok3%20Gili%20Strand%202.jpg Lombok3%20Gili%20Strand3.jpg Lombok3%20Gili%20Fels.jpg
Wir wurden wieder unterbrochen durch heftigen Regen, zogen uns im Schutz des Vordaches einer Hütte um und schon war es wieder vorbei mit dem Regen, sodass wir nach unserem Mittagessen wieder bei strahlender Sonne die Rückfahrt antreten konnten.
Abends sah ich mir vom Pool aus noch den Sonnenuntergang an und war dann noch mit Marlies zum Essen verabredet. Dorthin fuhr ich mit einem Cedano, dessen Fahrer mich schon am Vorabend nach dem Essen nach Hause gebracht hatte, heute vor dem Hotel wieder auf mich wartete und selbstverständlich auch vor dem Restaurant darauf wartete, mich auch für die Rückfahrt zu gewinnen. Auch er ein ganz liebenswerter Kerl, der mir schon angekündigt hatte, mich am nächsten Tag wieder fahren zu wollen. Außerdem könnten wir doch noch ein wenig Live-Musik hören gehen. So langsam wurde es mir ein wenig zu heftig mit der Belagerung.
Tagestop: Herrlicher Inselaufenthalt.
Tagesflop: Wir trafen den Vermittler der ersten Tagestour, der uns aushorchte, ob wir heute wieder mit Dien unterwegs waren, sodass klar wurde, dass er die heutige Tour nicht abgerechnet hatte und wir unfreilillig in einen offensichtlichen Konflikt hineingezogen wurden.
Samstag, 3.4.2010
Ich fand es mittlerweile ein wenig anstrengend, war auch irgendwie übersättigt von Eindrücken und tat nichts anderes als mich am und im Pool zu aalen, ein wenig am Strand entlang zu gehen, in der Lobby im Internet zu surfen und mich an meinem Cedano-Fahrer vorbeizumogeln, indem ich abends zum Essen das Hotel über den Strand verließ und ebenso auch wieder zum Hotel zurückkehrte statt über den Vorderausgang.
Was ganz lustig war: Eine sehr große Familie, die sich mal auf Deutsch und mal auf Französisch miteinander unterhielten, war ebenfalls in Ubud in meinem Hotel und tauchte hier auch wieder auf. Da hatten wir offenbar die gleiche Route.
Insgesamt war es mental heute ein wenig schwierig und ich konnte hier vieles nicht einordnen: Warum wurde ich so belagert? War das reine Neugier auf die hier noch recht seltenen Touris? War es die Hoffnung auf das eine oder andere Geschäft? War das einfach landestypische Freundlichkeit und ich hatte inzwischen einen kleinen Wahn entwickelt? Jedenfalls war ich heute im übertragenen Sinn genau dort, wo der Gärtner des Hotels war: Auf der Palme:
Lombok4%20Palme.jpg
Heute hatte ich zumindest keine Lust Fragen nach meiner Person zu beantworten, Ausflugs-, Kauf- und sonstige Angebote abzulehnen. Die wichtigste Frage hier ist übrigens die nach dem Hotel, in dem man wohnt. Ob es stimmt, dass danach, wie ich gelesen habe, abgeschätzt wird, was man seinem Gegenüber zu welchem Preis anbietet, weiß ich nicht. Heute nahm ich mir sozusagen Urlaub vom Urlaub bzw. hatte reisefrei, genoss leckeres Rendang, einen tollen Pineapple-Pancake und später ein stilles einsames Bier auf meinem Balkon und das tat gut.
lombok2%20sonnenuntergang.jpg Lombok1Fischer.jpg
Immerhin: Nachdem Marlies als gelernte Krankenschwester mir gestern Jodsalbe mitgebracht hatte, konnte ich heute sozusagen zusehen, wie die gelbliche Schicht auf meinem Knie sich auflöste, sehr beruhigend! In Zukunft werde ich meine Reiseapotheke zumindest in tropischen Ländern sicherlich aufstocken um Jodsalbe und eine Auswahl Pflaster in verschiedenen Größen.
Ach ja: Heute keine Tops und keine Flops.
«
 1  2  3  4  5  6  7  8  9  10 
»