Bali, Lombok und Kuala Lumpur 2010 Freitag, 19.3.2010 Freitag, mein erster Urlaubstag. Einige Sachen hatte ich im Laufe der letzten Woche schon in den Koffer geworfen. Dessen Inhalt wurde nun ergänzt. Die Technik wurde im Handgepäck verpackt, zum etwa 25. Mal kontrollierte ich, ob auch alle Voucher und Ausdrucke da waren. Der Ko
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16.08.2011
Bali, Lombok und Kuala Lumpur 2010
Dienstag, 6.4.2010
Ich ließ mir ausdrücklich ein Meter-Taxi rufen und machte mich auf den Weg zum Flughafen. Ich fand es immer ein wenig traurig wieder abzufliegen, in diesem Urlaub besonders. Nach Bali nochmals zurückzukehren, das konnte ich mir gut vorstellen. Einchecken und Ausreiseprozedur verliefen schnell und freundlich, der Flug startete pünktlich und ich konnte noch für einige Augenblicke die Insel von oben betrachten, bevor die Maschine in den Wolken verschwand, die dann die Sicht nach unten verdeckten. Unterwegs meine ich Singapur von oben erkannt zu haben und schon landeten wir in Kuala Lumpur.
Dort war man wirklich gut organisiert: Ruckzuck war ich den Schildern zur Bahn zum Hauptgebäude gefolgt, auch hier war die Einreise schnell und freundlich. Noch im Bereich mit den Kofferbändern konnte ich für 35 RM (nicht Reichsmark, sondern Ringgit Malaysia) mein Ticket für den Schnellzug zur Stesen sentral kaufen, wobei ein Mitarbeiter bei Bedarf assistierte (auch dann, wenn man keine Assistenz brauchte), ein Display zeigte an, wie lange es dauern würde, bis die ersten Koffer kommen, wie lange man am Zoll und am Taxistand warten musste und dass der Schnellzug 28 Minuten benötigen würde. Mein Koffer kam sehr schnell und schnurstracks konnte ich den Schildern zum Schnellzug folgen, der schon bereit stand. An der Stesen sentral kaufte ich an einem Schalter ein Ticket zum Festpreis zum Hotel Grand Millennium und nur etwa 1,5 Stunden nach der Landung wurde vom Bellboy mein Koffer neben mir zur Rezeption gerollt.
Ich hatte ein Zimmer in der Clubetage reserviert, was nicht viel teurer war als ein Standardzimmer. Das Zimmer bot mir aus den oberen Etagen guten Ausblick, kostenfreies Internet, die Möglichkeit wahlweise im allgemeinen Restaurant oder in der Club-Lounge zu frühstücken, late Check-Out, Wäscheservice für 3 Kleidungsstücke täglich und als Allerbestes am späten Nachmittag Cocktails und Snacks in der Clublounge. Das musste ich gleich ausprobieren und so wanderte ich mit einem Gin-Tonic, Gemüsesticks und mit Schokolade überzogenen Erdbeeren zu einem Tisch am Fenster und überlegte mir, was ich nun tun wollte. Schließlich war nun 3 Tage Powershopping angesagt. Dafür hatte ich ja speziell das Grand Millennium inmitten der Shoppingmeile ausgesucht.
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Übrigens: Der Lobby merkt man an, dass es sich offenbar um ein Hotel handelt, das vor mehreren Jahrzehnten als Luxushotel konzipiert war, obwohl die Lobby mittlerweile offenbar neu gestaltet und aufgepeppt ist. Die Zimmer sind ein wenig altbacken eingerichtet, sodass man dem Hotel insgesamt anmerkt, dass es sich noch ein wenig im Glanz vergangener Zeiten bewegt, die allerdings noch nicht so weit zurückliegen, dass das Hotel durch Nostalgieeffekte an Charme gewinnt. Insgesamt war es bis auf kleine Schwächen (z. B. sehr verklebter Föhn) absolut in Ordnung. Ich hatte einen Lieblings-Bellboy, mit dem ich immer ein paar lustige Sätze wechselte. Wer das Hotel in Stadtplänen sucht, sollte nach dem "Regent" suchen, denn es scheint vor noch nicht allzu langer Zeit den Namen gewechselt zu haben.
Ich also war wie der Blitz im nächstgelegenen Shoppingtempel verschwunden. Als ich mit meiner Beute wieder am Tageslicht erschien, war dieses weg. Es war inzwischen dunkel und ich spazierte am Bukit Bintang herum und registrierte staunend, wie viel hier los war. Die Stadt hatte ein wenig von New York, ein wenig von Bangkok und ein wenig von Arabien. KL ist gleichzeitig hochmodern, multikulturell, asiatisch. Tagsüber fällt es nicht so auf: Abends sieht man persische, marokkanische, japanische Restaurants, Garküchen, Verkaufsstände, Massagesalons, die Shoppingtempel sind bis 22 Uhr geöffnet, Leuchtreklamen beleuchten die Stadt taghell.
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Ich marschierte in Richtung des KL-Tower. Vielleicht konnte ich von dort ja noch einen Blick auf die erleuchtete Stadt erhaschen? Überrascht stellte ich fest, dass auch da letztlich abseits des Bukit Bintang viele attraktiv wirkende Restaurants, Bars und Kneipen waren. Leider war der Tower schon seit 21.30 Uhr geschlossen, ich war 10 Minuten zu spät.
In Malaysia fällt das absolute Kulturengemisch auf: Inder, Chinesen, Araber. Zwei tiefschwarz verschleierte Frauen mit dem offensichtlich gemeinsamen Ehemann in halblangen Hosen, T-Shirt und Badelatschen, sexy gestylte Chinesinnen, Indische Saris. Muslimische Frauen erkannte man oft an ihren Kopftüchern, darunter allerdings teilweise äußerst modische und durchaus körperbetonte Kleidung, teilweie händchenhaltend mit ihrem Mann, Polizistinnen mit Schlagstock und Wumme, die unter dem Käppi das Kopftuch trugen, aufgetakelte Tussis in Hotpants an den Kosmetikständen in den Shoppingcentern.
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Das alles wirkte äußerst modern und aufgeklärt, sodass ich mich fragte, warum bitte in unserem Land mit Religionsfreiheit so ein Drama daraus gemacht wird, wenn eine Lehrerin ein Kopftuch tragen will. Hier ging´s doch auch, und scheinbar sogar gut. Andererseits googelte ich abends nochmal nach dem Bericht von dem hiesigen muslimischen Model, das mit 6 Stockschlägen bestraft werden sollte für das verbotene Biertrinken in einer Hotelbar.
Mit dem Taxi fuhr ich zum Hotel zurück, surfte noch ein bisschen und legte mich schlafen. Morgen wollte ich ja auf die Brücke der Petronas Towers und das hieß, frühes Aufstehen war angesagt.
Tagestop: Staunend im Nachtleben von KL zu stehen.
Tagesflop: Leider kein malaysisches Essen gefunden in KL und mich statt dessen westlichem Fastfood gewidmet.
Mittwoch, 7.4.2010
Heute wurde der Wecker gestellt, obwohl mir merkwürdigerweise im Urlaub frühes Aufstehen oftmals wie von selbst gelingt. Da ich aber vor 8 Uhr an den Petronas Towers sein wollte, musste ich ja schon sehr früh aufstehen und dazu musste der Wecker mich veranlassen. Kurz nach halb Acht verließ ich das Hotel, der Bellboy pfiff gellend ein Taxi herbei und einige Minuten später und 7 Ringgit ärmer stieg ich vor den imposanten Bauwerken aus.
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Ein paar Minuten dauerte es noch, bis ich den richtigen Eingang gefunden hatte. Schilder wiesen mir dann den richtigen Weg. Ca. 300 Personen standen gegen 8 Uhr schon vor dem Schalter an und ich machte es mir zwischen einem kanadischen Pärchen und einer südländisch aussehenden Frau erst einmal auf dem Boden bequem. Bis der Ticketschalter pünktlich um 8.30 Uhr öffnete, hatte die Menschenmenge sich in eng stehende Schlangen zusammengeschoben und fast verdoppelt. Nun schob sich die Schlange langsam aber beständig diszipliniert nach vorne. Ab 8.30 Uhr wurden zu den Eintrittszeiten alle 15 Minuten zwischen 9 Uhr und den Abendstunden jeweils 40 Tickets kostenfrei ausgegeben, auf einem Monitor konnte man sehen, wie viele davon jeweils noch zur Verfügung standen. Ob jeder Kandidat persönlich erscheinen musste oder ob man auch für jemanden Tickets hätte mitbringen können, weiß ich nicht.
Gegen 9 Uhr war ich an der Reihe, wurde gefragt, wie viele Tickets ich bräuchte und wann ich die Skybridge besuchen wollte. Auf meine Antwort "as soon as possible" wurde mir 11.45 Uhr genannt und ich musste noch angeben, aus welchem Land ich kam. Dann hatte ich sozusagen frei und nutzte die Gegelgenheit im Park hinter den Towers eine Runde zu drehen, im Shoppingcenter noch Kaffee zu trinken und mich ein wenig umzusehen. In andere Eingänge des Gebäudekomplexes liefen endlos viele Menschen zu ihrem Arbeitsplatz.
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Kurz vor meinem Termin kehrte ich zurück und wurde von einer sehr wichtigen und geschäftigen Mitarbeiterin mit einem grünen Band ausgestattet, während andere ein gelbes Band zum Umhängen erhielten. Dann mussten wir noch einen Film sehen, der stolz den Ruhm Malaysias verkündete und wieder hieß es anstehen an einer Sicherheitskontrolle, damit auch niemand Schirme, Pistolen oder Messer mit nach oben nahm. Außerdem ermahnte das Video zu angemessenem Benehmen und verbot das Kauen von Kaugummi. Dann durfte erst die grüne Gruppe und anschließend die gelbe Gruppe den Aufzug betreten und in das 41. Stockwerk zur Skybridge fahren, wo wir uns genau 10 Minuten umsehen durften und eine weitere wichtig und geschäftig aussehende Mitarbeiterin noch ein paar erklärende Sätze sagte.
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War schon schön einmal hier gewesen zu sein und die Malayen sind mit Sicherheit auch zu Recht stolz auf ihre Twintowers, aber wer mich kennt, weiß, dass ich das Brimborium nur mit ziemlicher Ungeduld hinnahm. Der Ausblick nicht nur auf die Umgebung, sondern auch auf die Architektur des Bauwerkes lohnte sich aber durchaus.
Übrigens: Inzwischen ist auch ein Besuch sowohl auf der Brücke zwischen den Türmen als auch ganz oben möglich. Dieses ist kostenpflichtig.
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Eine knappe Stunde dauerte die Prozedur und dann hatte ich erst einmal Knast. Bei meinem Gang durch das Shoppingcenter unterhalb der Towers hatte ich ein Restaurant oben entdeckt, dessen Speisekarte vielversprechend aussah. Dieses war mein Ziel. Was sich mir dann bot, war das beste Essen, das ich seit Jahren hatte, eine echte Offenbarung: Es gab nur Säfte, keine Softdrinks, das Essen war wunderbar frisch, herrlich gewürzt, absolut lecker, reichlich, liebevoll angerichtet und das Personal war an Aufmerksamkeit nicht zu übertreffen.
So etwas Gutes hatte ich hier wirklich nicht erwartet. Aber im Grunde war es schon plausibel. Schließlich beherbergten die Towers so viele Büros, deren Angestellte und vor allem auch deren Geschäftsfreunde ja auch nicht unbedingt nur Kunden für Mc Donalds waren, sodass es auch zur Mittagszeit richtig gut gefüllt war. Das sundanesische Restaurant in der obersten Etage des Shoppingcenters sei allen wärmstens an´s Herz gelegt!
Update: Inzwischen hat dieses Restaurant leider geschlossen oder ist umgezogen. 2011 habe ich es nicht wiedergefunden. Dafür gibt es natürlich jede Menge andere gute Restaurants im KLCC, sodass man alles essen kann, was das Herz begehrt.
Nochmals durch den Park machte ich mich auf den Weg zum Crafts-Center, in dem ich eine Weile herumstöberte. Letztlich handelt es sich hierbei um einen riesigen Souvenirshop, der vom Bastkästchen bis zum Schmuckstück zum Füllen des Bastkästchens und dem Möbelstück, auf dem das Bastkästchen dann stehen konnte, so ziemlich alles bot, was Malaysia an Kunsthandwerk und sonstigen Souvenirs aufbrachte, sicherlich in ganz guter Qualität und zu Festpreisen.
Mit dem Taxi fuhr ich dann zu einem kostenfreien Gin-Tonic und ein wenig Ausruhen wieder im Hotel, das ich dann kurz vor dem Dunkelwerden wieder verließ um mir den Merdeka-Square anzusehen mit den angrenzenden Gebäuden, die sich ein wenig merkwürdig von den hohen modernen Bauten im Hintergrund abhoben.
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Nach Einbruch der Dunkelheit war ich dann ich Chinatown angelangt, wo es ähnlich wie in Bangkok einen Nachtmarkt gab. Auch hier war es wieder eher wie Bangkok light. Zu Fuß lief ich in Richtung meines Hotel, setzte mich zwischendurch irgendwo hin und guckte einfach ein wenig die Leute an, wurde auch durchaus öfter angesprochen, woher ich komme, wie lange ich schon in Malaysia bin, dann wurde manchmal der gesamte deutsche Wortschatz ausgepackt, oftmals waren "ach so", "alles klar", Michael Schuhmacher" und "Berlin, Stuttgart, Hamburg" dabei.
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Am Bukit Bintang ließ ich mich noch in einen der zahlreichen Massagesalons ziehen: Ein wenig die müden Füße durchkneten lassen und complimentary neck and shoulder massage. Der Masseur prügelte mich bei letzterem fast zu Boden und erwürgte mich fast mit den Worten "oh, miss, shoulder no good". Prima, Junge, das weiß ich auch und bin deshalb ja auch hier, ist halt der Schreibtisch-Job.
Ich schlich mich in´s Hotel und trollte mich in´s Bett. Noch im Nachhinein finde ich heute beim Lesen, dass ich ganz schön lange und viel unterwegs war.
Tagestop: Die unerwartete Essensoffenbarung nach dem Besuch der Petronas Towers.
Tagesflop: Die in Chinatown in großen Mengen als Mitbringsel für alle möglichen Bekannten gekauften Blüten, die sich als Tee zu einer Chrysantheme entwickeln sollten, entpuppten sich im Hotel als eine Handvoll kamilleähnlicher Blüten.
Donnerstag, 8.4.2010
Heute konnte und wollte ich mir morgens wieder etwas mehr Zeit lassen. Nach ausgiebigem Frühstück marschierte ich aus dem Hotel, ließ mir wieder ein Taxi heranpfeifen und mich zum KL Tower bringen. Im Gegensatz zu den Petronas kostete dieses zwar durchaus gesalzen Eintritt (38 Ringgit), dort ging es dafür aber auch deutlich lässiger zu als an den Petronas Towers. Es gab kostenfrei Audioguides (mittlerweile Videoguides) auch in deutscher Sprache, die beim Herumgehen um die Aussichtsetage sowohl den Ausblick als auch immer wieder einige Aspekte der Geschichte und politischen Struktur Malaysias erklärten.
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Eine knappe Stunde hielt ich mich oben auf und klingelte dann den Taxifahrer an, denn mit ihm hatte ich eine Pauschale vereinbart, für die er mich zu den schon von den Towers aus zu sehenden Batu Caves bringen sollte. Morgan fuhr vor und mit mir im Auto zu den Caves. Auch er wunderte sich ein wenig über die allein reisende Deutsche. Immer wieder hatte ich zu beantworten, warum ich nicht mit Familie hier war.
Insgesamt hatte ich durchaus Spaß an den Taxifahrten hier gefunden. Nur einmal war ein Fahrer der Meinung das Taxameter nicht einschalten zu müssen, einmal war ich mir nicht sicher, wie der im Vergleich zu anderen Fahrten äußerst hohe Fahrpreis zustande kommen konnte. Die Fahrer waren in aller Regel locker und interessiert und sprachen meistens sogar gut Englisch. Irgendwie war es immer ein wenig wie im Quiztaxi oder wie beim Speeddating: Man wusste nie, an was für einen man geriet. Fast alle erzählten etwas über das Land oder über das, was man gerade besuchen wollte. Fast alle drückten mir ihre Karte in die Hand und wollten gerne angerufen werden, wenn man sie wieder brauchte. Was man eher nicht tun sollte: An manchen Stellen stehen Stände, bei denen man Taxifahrten zum Festpreis buchen kann: Das habe ich einmal gemacht und wurde etwa dreimal so viel los als es gekostet hätte, hätte ich ein Taxi einfach angehalten.
Nun, jedenfalls war ich nun an den Batu Caves angelangt, wo ich erst einmal mehr als 270 Stufen nach oben musste. Irgendwie jagten die hiesigen Tempelaffen mir ein wenig Angst ein, die wirkten äußerst offensiv und aggressiv und ich versuchte ihnen auszuweichen, wo auch immer möglich.
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Am Eingang des Tempels stand ein Tisch mir zwei Pythons, mir denen man sich fotografieren lassen konnte. Das mit dem Foto habe ich nicht gemacht, aber die Schlangen anzufassen, war etwas Neues für mich: Sie fühlten sich sehr angenehm fest und kühl an. Ob ich mir in Deutschland wohl ein Terrarium anschaffen sollte? Hm, das würde wohl zu Protest führen, also vergiss es besser ganz schnell und bleibe Katzen-Fan.
Dann ging es durch die Höhle und noch ein wenig weiter musste man noch einige Stufen hinaufsteigen bis zum Allerheiligsten. Dass hier die einfallenden Lichtstrahlen auch als Beams zu erkennen waren, wirkte schon sehr beeindruckend.
Ich sah mir an, wie der Priester die Gläubigen segnete, die nach vorne getreten waren. Im Gegensatz zu den balinesischen Hindutempeln gab es hier auch Statuen zu bewundern.
Ich warf eine Donation in den dafür vorgesehenen Kasten, einfach um den Tempel zu unterstützen. Damit, dass ich auch aufgefordert würde mir einen Segen abzuholen, hatte ich nicht gerechnet. Ich bekam einen weißen Punkt auf die Stirn "for viele Gluck", einen roten Punkt "lange leben" und eine Blüte und nahm so ausgestattet den Slalomlauf zwischen den Affen wieder auf.
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Mit Morgan war verabredet gewesen, dass er mich in der Midvalley-Megamall abliefern sollte. Doch er war der Meinung, dass wir nun "friends" seien und dass er mir daher alles zeigen müsse, was seine Stadt zu bieten habe und ehe ich mich´s versah, war ich in einem furchtbaren Souvenir-Supermarkt abgesetzt voll mit Schund, den manche Leute gerne kaufen: Uhren, Sonnenbrillen, T-Shirts. Nee, so war das nicht gemeint. Etwas energisch forderte ich mit einem "Welcome-Sticker" des Shops auf dem T-Shirt von Morgan, der uns gerade "registrieren" lassen wollte, sofort weiter zu fahren. Das tat er dann auch ohne weiteres.
Für die nächsten Stunden tauchte ich in zwei miteinander verbundenen Shopping-Malls mit jeweils 5 endlos langen Etagen ein und wollte anschließend ausprobieren mit den Öffis mal unterwegs zu sein: Für insgesamt 3 Ringgit fuhr ich zuerst mit einer Regionalbahn, dann nach einer ziemlich wirren Suche der Monorail an der Stesen sentral mit derselben zum Hotel. War mal ganz lustig, aber bei dem für unsere Finanzverhältnisse zu verschmerzenden Unterschied zum Taxipreis den zeitlichen Aufwand nicht wert.
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Morgen war Abreise und somit packte ich im Hotel erst einmal in aller Ruhe. Oh Wunder, so viel hatte ich wohl doch nicht eingekauft und außerdem hatte ich im Verlauf der Reise immer mal alte Sachen entsorgt, sodass all mein Hab und Gut in meine Tasche passte, nachdem ich auch die Schuhe vollgestopft und jede Ritze im Koffer gefüllt und ausgenutzt hatte. Da ich den prallvollen Koffer am nächsten Tag mit exakt 20,2 kg einchecken konnte, ist das ab sofort der Koffer, den ich sorglos auf Flugreisen mitnehmen kann ohne Angst vor Übergepäck.
Dann verließ ich das Hotel bereits im Dunkeln wieder. Ich wollte doch unbedingt die Petronas in voller Pracht angestrahlt sehen. Ein wenig erstaunt, dass auch hier auf dem Weg wieder völlig unerwartet Kneipen und Bars das Straßenbild bestimmten, lief ich zu den Towers, saß ein wenig im noch sehr belebten Park dahinter und auf dem Rückweg in einer noch belebteren Bar.
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Tagestop: Der Ausblick vom KL-Tower.
Tagesflop: Die Entführung in diesen Ramschladen.
Freitag, 9.4.2010
Bereits gestern hatte ich nochmals für etwa den halben Übernachtungspreis im Hotel vereinbart, dass ich mein Zimmer bis zum Abend behalten kann. Mir war es wichtiger, mein Gepäck in Zimmer und Safe gut aufgehoben zu wissen, nach einem heißen Tag vor dem Rückflug um Mitternacht noch einmal duschen zu können und die Gewissheit zu haben, mich nicht wartend irgendwo herumdrücken zu müssen, sondern mich ggf. auch einfach nochmals hinlegen zu können.
Die Idee entpuppte sich angesichts des heftigen Wolkenbruches am Abreisetag auch als ganz gut, denn mein Alternativplan noch ein wenig am Pool abzuhängen, dann dort zu duschen und mich umzuziehen, wäre wohl auf einigermaßen erstaunte Reaktionen gestoßen.
An diesem Tag passierte nicht mehr viel: Ich gab noch ein wenig Geld aus um den Koffer auch wirklich prallvoll zu füllen, suhlte mich am Pool bis das heftige Gewitter mich vertrieb und genoss nochmals die Cocktailstunde im Hotel.
Frisch geduscht und gut gerüstet zog ich gegen 20 Uhr los zur Stesen sentral und stellte mit Freude fest, dass ich dort schon mein Gepäck aufgeben konnte. Leider erfuhr ich dabei, dass der Flug zwei Stunden Verspätung haben würde. Hier habe ich nicht ordentlich geschaltet, denn statt mich nochmals nur mit dem Handgepäck in die Stadt bringen zu lassen um noch eine neue Ecke zu entdecken, fuhr ich zum Flughafen. Der war ganz gut, um noch einige Studien zu betreiben. So sammelte ich mal einige Worte, die mir in den letzten Tagen untergekommen waren, die man einfach nur mit deutscher Aussprache vorlesen muss - schon kann man Englisch: Bisnes, Teksi, Polis fand ich z. B. ziemlich lustig.
Noch ein kurzer Ausflug in den Airport-Dschungel - vielleicht ein kleiner Vorgeschmack auf einen nächsten Urlaub mit "richtigem" Dschungel?
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Außerdem kam ich in diesem Reisebericht bis zu meiner Ankunft in Candidasa, dann war irgendwann der Akku des Netbook leer und Zeit das Abfluggate zu suchen.
Der Rückflug verlief sehr gut. Die Maschine war nicht sehr voll, sodass ich kurz vor dem Start von meinem Gangplatz in einer der Mittelreihen, die auch nur mit 3 Personen besetzt war, in eine Zweierreihe am Fenster wechseln konnte, sodass ich mich unterwegs auch mal auf den beiden Sitzen zusammenrollen konnte. Sehr niedlich: Eine fürsorgliche Krankenschwester - äh, ich meine Flugbegleiterin - deckte mich mit einer Decke zu als ich so da lag.
Tagestop: Zwei Sitze für mich allein.
Tagesflop: Abschied von einem der schönsten Urlaube, die ich je hatte.
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