Good Karma-Masala und der Duft von Jasminblüten Urlaub in God's own Country God's own Country, das bedeutet eigentlich Kerala, wo es grün und fruchtbar ist. Aber auch die angrenzenden Bundesstaaten Karnataka und Tamil Nadu zähle ich nun einfach mal dazu. Das Aroma von Masala-Gewürzmischungen und Jasminblüten liegt über dem ganzen fabelhaf
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19.04.2015
Good Karma-Masala und der Duft von Jasminblüten
FR, 20.3.2015: Reise nach Mumbai
Und am Freitag erwache ich mit schwerem Schädel, bin zu doof, die Sonnenfinsternis um 10.40 Uhr wahrzunehmen und mache mich auf die Socken, die ich in den kommenden drei Wochen sicher nicht mehr sehen oder anziehen werde.
Nach viel Kaffee und einem Croissant am Flughafen schlendere ich gemächlich über den Airport zu meinem Gate, das irgendwie am Ende der Welt ist, und stelle fest, dass die Maschine nur halb voll ist. Das liegt am Langstreckenstreik gestern, sodass eine Menge Inder auf der Heimreise heute Morgen nicht gelandet sind in Frankfurt, sondern noch in den USA oder wo auch immer gestrandet sind.
Ich beschließe, dass eine leere Dreierreihe am Fenster meine ist, kann mich während des Fluges lang machen, und zu allem Überfluss ist der Hotspot an Bord für mich kostenfrei, da ich eine Flatrate habe. Und los geht es!
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So verbringe ich 7,5 Stunden surfend, ausgestreckt schlafend, essend und den dritten Teil der Tribute von Panem schauend in der Luft. Der Hotspot ermöglicht mir, alle auf dem Laufenden zu halten, die es wissen wollen und auch die, die es nicht wissen wollen.
Es gibt einen ersten Eindruck indischen Essens, den Blick auf das nächtliche Teheran von oben und jede Menge Wein für mich.
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Kurz vor der Landung bekomme ich Muffensauen: Klappt es mit dem Taxi? Darf ich überhaupt einreisen? Habe ich etwas übersehen? Diese Fragen stellen sich mir, während beim Landeanflug wie eine Puppenstube unter mir gelblich beleuchtet die typischen Ladengassen und Häuserreihen Mumbais liegen, kleine Details in einem riesigen Lichtermeer.
Nein, alles ist prima. Ich begrüße liebevoll meine treue Reisetasche und  mache mich auf den Weg. Einem etwas schüchternen und unbeholfenen Geschäftsmann erkläre ich noch mal fix, wie ATM funktioniert, erstehe souverän einen Voucher für ein Cool Cab für umgerechnet 15 Euro und überwache die ansonsten schweigende Fahrt zum Trident Hotel Nariman Point mit Google Maps. Übrigens: Keine Rede von den durch “gut Informierte” angekündigten Hinweisen des Taxi-Wallahs darauf, dass das Hotel abgebrannt sei oder aktuell nicht zugänglich sei, weil es in einer Crime Zone liege um mich in ein anderes Hotel zu schleifen.
Unterwegs Szenen wie aus einem 3D-Film: Kleine, dünne, indische Gestalten sitzen mitten in der Nacht am Straßenrand und flechten Blumen und bündeln Pflanzen. In mir lacht es und ich bin angekommen, zumindest ein Teil von mir ist es.
Nach einer knappen Stunde Fahrt werde ich als hochherrschaftliche Memsahib aus meinem Cool Cab befreit. Ein charmanter, gut aussehender und groß gewachsener Mann mit Turban und strahlendem Lächeln nachts um halb drei öffnet mir die Tür, ein anderer trägt mir meinen Koffer. Ich gehe flotten Schrittes voraus und lasse mir souverän ein Upgrade auf die Club-Etage aufschwatzen, das hatte ich bei beiden Besuchen in Kuala Lumpur auch. Hier bietet es mir eine Limousine zurück zum Flughafen, Frühstück auf dem Flur, auf dem mein Zimmer liegt, Nachmittagskaffee mit etwas zu Beißen, die kostenfreie Cocktailstunde abends  mit Snacks und freies WLAN. OK, ist erschwinglich, wird gemacht!
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Noch ganz knapp ein paar Mails schreiben und ab ins Bett!
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