Good Karma-Masala und der Duft von Jasminblüten Urlaub in God's own Country God's own Country, das bedeutet eigentlich Kerala, wo es grün und fruchtbar ist. Aber auch die angrenzenden Bundesstaaten Karnataka und Tamil Nadu zähle ich nun einfach mal dazu. Das Aroma von Masala-Gewürzmischungen und Jasminblüten liegt über dem ganzen fabelhaf
Reisen, Urlaub, Ferien Bewertung wird geladen...
19.04.2015
Good Karma-Masala und der Duft von Jasminblüten
MI, 25.03.2015: Udupi-Hassan
Den heutigen Tag finde ich ein bisschen grau und langweilig. Das kann auch daran liegen, dass der Himmel heute überwiegend bedeckt bleibt.
Es geht früh los, die Fahrt heute nach Hassan ist weit. Superpünktlich steht Shekhar vor dem Hotel und ich bin froh, diesen äußerst schwülen Ort verlassen zu können.
DSC04019.JPG
Es geht zunächst durch etwas vertrocknete Landschaft zu einem Jain-Tempel, bei dem wir gegen 9 Uhr ankommen. Für die wohl obligatorische Donation gibt es hier sogar eine Quittung des Pforten-Wallahs, der extra für uns das Tor aufschließt, damit ich nicht bei der Hitze über 100 Stufen aufwärts gehen muss. Er erklärt mir auch, dass das Gerüst um die Statue keinesfalls ein Baugerüst ist, sondern dass von dort im Rahmen einer Festivität die Statue begossen wird mit hunderten von Litern bzw. Kilos von verschiedenen geweihten Pulvern und Flüssigkeiten wie Milch und Kokosraspel - lecker!
DSC03951.JPG DSC03952.JPG DSC03959.JPG Wir schrauben uns weiter die Berge hinauf, wo es grüner und angenehmer von der Temperatur her wird.
Wir halten jedoch kurz um uns Kokosnüsse schlachten zu lassen, Sie kosten hier fast nichts, wahrscheinlich hält hier kaum jemals ein Auto mit Touristen drin.
DSC03964.JPG
An einem besonders steilen und kurvigen Pass ist ein kleiner Tempel aufgebaut. Shekhar hält hier kurz und bedankt sich artig bei Vishnu, dem er folgt, dass wir heile oben angekommen sind.
Wir machen eine Kaffeepause, und das kleine Mädchen an der Theke des Minishops mit ein paar Tischen unter Sonnenschirmen sollte eigentlich eher zur Schule gehen, spricht aber trotzdem ein ganz passables Englisch. Ich hoffe, heute ist nur schulfrei oder es sind Osterferien.
Wir halten noch einige Male dort, wo Kaffee wächst, dort, wo Jackfruit wachsen und dort, wo der Pfeffer wächst (hier bleibe ich gern, sollte jemand mich hierher wünschen) und dort, wo Ingwer verkauft wird. An einer Pfefferplantage nötigt Shekhar mich geradezu zum Aussteigen, und die Mitarbeiter kommen langsam zu dem Zaun, vor dem ich stehe, sodass die Neugier auf beiden Seiten besteht.
DSC04020.JPG DSC03999.JPG DSC03966.JPG DSC03967.JPG DSC03969.JPG DSC03971.JPG
Die letzten Kilometer nach Belur vergehen schnell. Hier kann ich den Tempel ansehen, der in jedem Reiseführer gefeiert wird. Außer mir ist wieder mal keine Weißnase unterwegs, dafür eine Gruppe Schüler, die alle rosa T-Shirts tragen von einem Tourismusverbund.
DSC03974.JPG DSC03977.JPG DSC03979.JPG DSC03989.JPG DSC03991.JPG DSC03992.JPG
Auch der Tempel in Halebid ist in ganz ähnlichem Stil gebaut. Als ich gerade überlege, ob ich vielleicht eine Gruppe fröhlicher Frauen in ihren farbenfrohen Saris um ein Foto bitte, bitten sie schon mich sie zu fotografieren, allerdings schauen sie bitterernst drein bis auf eine. Hätte ich die Damen mal ohne deren Wissen geknipst!
DSC04002.JPG DSC04008.JPG DSC04005.JPG
Auch in Halebid besichtige ich nicht so lange, wie Shekhar wohl für mich eingeplant hat. So störe ich ihn beim Autoputzen. Aufgrund der gesparten Zeit aber fahren wir noch zu zwei unbekannten Jain-Tempeln im Ort, an denen ich allein bin, denn so sehr viele Anhänger des Jainismus gibt es hier nicht und bei Touristen sind diese Tempel unbekannt. Und da sage nochmal jemand, dass es in Indien immer so voll sei!
DSC04021.JPG DSC04013.JPG DSC04024.JPG
Das Mallige Hotel, in dem ich heute nächtige, ist sehr modern und ziemlich neu. Leider steht Indien “modern” nicht, wenn es nicht um ganze 5 Sterne geht, so wirkt das Hotel eher gewollt als gekonnt und ein wenig billig. Es riecht schlecht im Zimmer. So richtig kann ich mich nicht entscheiden, ob es eigentlich eher nach den ungewaschenen Trainingstrikots einer ganzen Fußballmannschaft riecht oder nach einer toten Mäusekolonie unter dem Bett. Angeblich ist es das Insektenmittel. Stimmt, ein bisschen Mottenkugel ist dabei. Der Raumbedufter, der mir angeboten wird, stellt mich nicht zufrieden. Mal sehen, hoffentlich gibt es morgen keine Kopfschmerzen!
«
 1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25 
»