Incredible India - meine neue, große, bunte, aufregende Liebe Madam, your car is ready for you now! Ein wenig orientierungslos laufe ich durch die Reiseführerabteilung des Hugendubel und überlege, was es abends zu essen geben könnte. Kochen? Nee, zu müde. Also was bestellen. Aber was? Oder gehst du doch noch schnell ein paar Zutaten für Spaghetti Aglio
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10.11.2013
Incredible India - meine neue, große, bunte, aufregende Liebe
DO, 25.10.: Sightseeing Udaipur
Der Tag gehört Udaipur und mir. Zum Frühstück gefällt mir das Restaurant mit dem Blick über den noch etwas dunstigen Pichola Lake schon besser. Gegen 9 Uhr breche ich zu Fuß auf in die Stadt. Zum Glück habe ich google Maps auf dem Handy und kann es auch offline nutzen. Ein bisschen verlaufe ich mich in den Gassen, finde den Weg zur Fußgängerbrücke nicht gleich. Aber das gibt mir die Gelegenheit ein bisschen das hiesige Leben abseits der Touristenpfade zu sehen. Ein Mann sitzt in der Gasse und formt kleine Tonnäpfe. Er fragt, ob ich fotografieren will. Seine Kinder kommen aus dem Haus. Die Tochter kann ein bisschen englisch. Wir tauschen ein Namaste aus und sie und ihr kleiner Bruder bekommen jeweils einen Bogen Aufkleber.
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Ich suche mir einen Weg zum See, das ist hier gar nicht so einfach, zumindest habe ich innerhalb der Altstadt keine Stelle gefunden, an der ich ein bisschen am See entlang gehen kann. ich kann dort aber ein bisschen herumstehen, die Menschen beim Baden und Wäschewaschen beobachten.
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Fast von allein komme ich beim zentral gelegenen Tempel an. Mann, ist die Treppe steil! Es ist nicht sehr viel los hier. Touristen und Gläubige halten sich in der Anzahl die Waage. Auch hier darf man sich das Glück vor einem Spiegel wieder selbst auf die Stirn malen. Jemand erklärt mir, ich solle doch besser links herum gehen, das sei besser für das Glück. Wenn Glück durch einen einfachen Richtungswechsel zu erhalten ist, komme ich dem doch gerne nach.
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Ein verkrüppelter Bettler sitzt an der Tempelwand. Er fragt auf Englisch, was der Euro wert ist, den er mir entgegenhält. Ich sage ihm, es seien 80 bis 85 Rupies. Er möchte ihn offenbar gewechselt haben und ich gebe ihm 100 Rupies.
Im Tempel wird lautstark und fröhlich gebetet. Dass Fotografieren und Filmen hier verboten ist, bekomme ich zum Glück erst später mit. Ich lasse mich still nieder und höre zu. Der zahnlose alte Mann außen hat sichtlich Spaß und bewegt sich ausdrucksvoll zu der stimmungsvollen Musik. Die Frauen stimmen einen anderen Gesang an und werden von den Männern mit den Instrumenten unterstützt. Eine Frau verteilt kleine Happen Essen an die im Zentrum sitzenden Gläubigen. Ich kann mich kaum losreißen und könnte den ganzen Tag hier bleiben.
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Im Hinduismus gehört es dazu sich um die Armen zu kümmern. Andernfalls könnten die vielen Armen hier sicher auch nicht überleben. Hinter dem Tempel ist ein Platz, auf dem die Armenspeisung stattfindet, sicherlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber immerhin sehen die Menschen so aus, als ob sie zumindest satt geworden seien.
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Erst nach einer Weile verlasse ich den Tempel und gehe ein paar Schritte weiter zum City Palace. Ein Geldautomat ist so nett mir eine Menge Rupies zu geben. Das ist gut so, denn ich muss noch die zweite Hälfte des Autos bezahlen und das Hotel. Kreditkartenzahlung ist zumindest in diesen relativ einfachen Hotels eher unüblich.
Im City Palace ist es voll, jede Menge Inder, Franzosen und auch viele Deutsche sind hier unterwegs. Prachtvoll, das Gebäude, und auch der Blick auf den Lake Palace (ja, den aus "Octopussy") ist nicht zu verachten.
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Ich gehe zurück durch die Stadt. der Basar hier ist riesig, allerdings nur ein kleiner Teil besteht aus den üblichen Shops für Touristen. Die Basarstraße führt in einer großen Runde um die Stadt, für die ich mindestens eine Stunde Zeit brauche. Spannend ist es hier nicht unbedingt wegen des Shoppingerlebnisses für mich, sondern vielmehr, weil ich in weiten Teilen des Basars die einzige Touristin bin. Das besorgt offenbar eine Gruppe Schuljungs, als ich an einer Ecke anhalte und überlege, wie ich weitergehen will. Einer spricht mich ganz lieb und höflich an, ob ich Hilfe brauche. Ich verneine, die Jungs wünschen mir noch einen schönen Tag. Wir winken uns nochmals zu und gehen alle unserer Wege.
Unterwegs werde ich aus einem Tuk Tuk heraus angesprochen, ob ich mitfahren will. Selbst wenn ich wollte, wüsste ich nicht, wo in diesem mit bereits etwa 8 Passagieren besetzten motorisierten Dreirad noch Platz für mich sein sollte.
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Etwas geschafft komme ich wieder am Picholasee an und habe ein bisschen Hunger. Ich setze mich in ein Café mit Blick und bestelle mir Lassi und Pizza. Nun ja, auch die Pizza schmeckt eher indisch als italienisch, sodass ich reumütig beschließe, wieder zu indischen Gerichten zurückzukehren.
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Irgendwie treffe ich in Indien immer dieselben Gesichter, nämlich Touristen mit ähnlicher Route und ihre Fahrer. Hier treffe ich Mitarbeiter des Hotels in Ranakpur. Er habe frei und wolle sich Udaipur ansehen. Na, so ein Zufall. Wir wechseln ein paar Worte miteinander, wie uns Udaipur gefällt. Auch eine Touristin aus Australien treffe ich zum wiederholten Mal.
Eine Stunde Pause im Hotel und Anil erwartet mich unten. Es geht los zu einer abendlichen Tour mit Blick auf die Stadt. Anschließend fährt er mich zu einem Restaurant. Abends isst Anil immer spät, leistet mir aber Gesellschaft auf eine Cola. Ich esse Tandoori Chicken, werde so langsam mutiger in Sachen Essen. Und auch Anil lässt sich überreden ein paar Bissen mitzuessen.
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