Incredible India - meine neue, große, bunte, aufregende Liebe Madam, your car is ready for you now! Ein wenig orientierungslos laufe ich durch die Reiseführerabteilung des Hugendubel und überlege, was es abends zu essen geben könnte. Kochen? Nee, zu müde. Also was bestellen. Aber was? Oder gehst du doch noch schnell ein paar Zutaten für Spaghetti Aglio
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10.11.2013
Incredible India - meine neue, große, bunte, aufregende Liebe
FR, 26.10.: Sightseeing Udaipur
Noch ein voller Tag in Udaipur. Heute bekomme ich die etwas außerhalb liegenden Sehenswürdigkeiten zu sehen. Erst geht es in einen schönen und gepflegten tropischen Garten. Ich schlendere ein bisschen zwischen schön angelegten Beeten herum. Immer wieder laufen mir indische und westliche Reisegruppen ins Bild. Die Gruppe von bunt gekleideten Schülerinnen kommt mir als Farbtupfer gerade recht. Ich denen aber offenbar auch. Plötzlich bin ich umringt von einer Traube Mädchen samt Lehrerin, die mich erst einmal mit ihrem Handy fotografiert. Wir machen ein paar Spaßfotos. Das Zeitalter der digitalen Fotografie macht es ja möglich ein paar Aufnahmen aus Spaß zu machen. Die Mädchen probieren all ihre Englischkenntnisse aus, umringen und umarmen mich.
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Das nächste Ziel ist wieder mal ein Memorial für die Angehörigen der Maharjafamilien. Hier ist nichts los, es gibt nur einen Wärter. Fotografieren verboten, steht überall, aber ich kann es nicht lassen und schieße heimlich ein paar wenige Fotos.
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Wir fahren wieder in die Stadt. Bootfahren ist angesagt. Ich lade Anil mit ein. Vom Boot aus kann ich tolle Blick auf den Stadtpalast und den Lake Palace erhaschen. Vor mir eine Familie von Sikhs, der kleine Junge trägt noch keinen Turban, aber ein Tuch auf dem Kopf.
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Und nun, weil es so schön war, das Ganze nochmals von oben. Ich fahre mit der Seilbahn auf einen Berg. Auf der Fahrt und oben angekommen wieder tolle Blicke über die Stadt, den glitzernden See. Ein kleiner Junge führt gegen Geld Zaubertricks vor. Ich engagiere ihn nicht.
An der Seilbahnstation ist ein Restaurant. dort könne ich essen, meint Anil. Hier ist es sehr günstig. Es gibt keine nordindische Küche, sondern südindische. Ich bestelle mir zwei Dosa-Gerichte und bekomme eine Art Omelett mit Gemüse und Käse und ein sehr dünnes Crêpeartiges Brot, gefüllt mit einer würzigen Gemüsepaste. Nach Südindien muss ich auch mal, beschließe ich hier und genieße bei einem Lassi den Blick.
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Wieder unten angekommen, ist das Sightseeing für heute beendet. Nun wäre ein bisschen Liegestuhl am Pool schön. Mangels Pool und Liegestuhl bleibt mir aber nur das Zimmer oder die Dachterrasse, die allerdings ein Restaurant und überdacht ist. Hierüber bin ich ein bisschen unglücklich und ich beschließe die Zeit zu nutzen mein Gepäck schon mal für morgen fertig zu machen.
Im schönen sanften Nachmittagslicht geht es nochmals los. Ich bitte Anil mich zu begleiten. Ich bin gerne allein unterwegs, aber wenn er dabei ist, fällt die Kommunikation leichter. Er kann mir einiges erklären, und wenn es um Essen zweifelhafter Hygiene am Straßenrand geht, ist er mir bisher immer ein guter Berater gewesen.
Wir gehen auf den Markt, der hauptsächlich von Einheimischen besucht wird. An einem Stand mit Tonkrügen finde ich, dass allein ein solcher Krug schon leer zu schwer und zu unpraktisch ist. Ach nein, die sind doch nicht schwer. Aus Spaß setze ich mir einen auf den Kopf und habe sofort eine Meute junger Männer als Zuschauer da stehen. Anil fotografiert mich. Erst später erkenne ich auf dem Bild, dass ich den Krug auch noch schief halte. Kurz darauf begegnet uns eine Frau, die einen Korb mit bestimmt acht solcher Krüge auf dem Kopf trägt, diesen nicht einmal festhält. Hochachtung!
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Uns begegnen Männer, die Betelnüsse kauen. Sie haben dich aufgeblasene Backen, spucken es dann aus. Einmal sprüht ein Schwall der roten Suppe aus einem Bus direkt vor meine Füße. Schwein gehabt!
Ob ich Zuckerrohrsaft probieren will? Na klar! Aber der Stand, an dem wir dann landen, scheint ein bisschen von zweifelhafter Sauberkeit zu sein. Anil bittet den Besitzer Glas und Maschine zu säubern. Na, ich weiß ja nicht, ob das etwas geholfen hat. Das verstaubte Zuckerrohr jedenfalls wird nur notdürftig mal eben unter Wasser gehalten und dann mehrfach durch die Maschine gejagt, eine halbe Zitrone dazu, ein bisschen Salz ins Glas und fertig ist der Drink. Schmeckt ein bisschen wie alkoholfreie Margarita, aber ich trinke nicht aus, so ganz geheuer ist mir das nicht.
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Etwas später möchte ich aber eine grüne Kokosnuss austrinken, sie wird vor meinen Augen geschlachtet. Eine indische Frau will auch eine Kokosnuss, ihr Mann kauft eine, wir grinsen uns gegenseitig an.
Nun sind Süßigkeiten angesagt. Ich bekomme an einem Stand drei sehr süße in Honig ausgebackene Bällchen. Einen großen geschmacklichen Unterschied zwischen ihnen kann ich nicht feststellen.
Noch etwas später kaufe ich Räucherstäbchen, die sicherlich wie die Gewürze später bei mir vergammeln werden, aber ein paar der Gerüche Indiens möchte ich doch gerne mitnehmen und um mich haben, wenn auch nicht unbedingt jeden Geruch.
So langsam sind wir wieder im engeren Innenstadtbereich. Vorbei gehen wir im Abendlicht am Tempel. An der Stelle hinter dem Tempel, an der man ans Wasser kann, ist viel los. Frauen baden und waschen ihre leuchtenden Saris, Touristen sitzen hier und schauen aufs Wasser.
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Nach Sonnenuntergang bringt Anil mich zum Hotel zurück. Ich esse dort im Restaurant, habe keine Lust gehabt in der Stadt zu suchen. Auch ist morgen früh um 4 Uhr die Nacht herum, um 5 Uhr muss ich zum Flughafen starten. Heute wähle ich ein anderes Gericht, das schmeckt mir besser. Ein bisschen bedauere ich meine Entscheidung, denn ein Lokal direkt im Stadtzentrum mit Blick auf den City Palace wäre sicher toll gewesen. Aber egal. Lokale mit Blick auf Wasser und die Szenen im und am Wasser werden mich in Varanasi noch in Hülle und fülle erwarten. Dort habe ich dann auch wieder einen Pool zur Verfügung.
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