Incredible India - meine neue, große, bunte, aufregende Liebe Madam, your car is ready for you now! Ein wenig orientierungslos laufe ich durch die Reiseführerabteilung des Hugendubel und überlege, was es abends zu essen geben könnte. Kochen? Nee, zu müde. Also was bestellen. Aber was? Oder gehst du doch noch schnell ein paar Zutaten für Spaghetti Aglio
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10.11.2013
Incredible India - meine neue, große, bunte, aufregende Liebe
Unterwegs mit Fahrer: Meine Meinung
Mit Fahrer unterwegs zu sein, ist sicher nicht die kostengünstigste Möglichkeit Indien zu bereisen. Wer individuell, absolut bequem, völlig unkompliziert, sicher und vor allem Zeit sparend das Land bereisen möchte, liegt mit dieser Variante absolut richtig. Mit jedem, der mich gefahren hat, seien es die zwei Wochen mit Anil in Rajasthan oder lediglich Airport Transfers in Varanasi oder Delhi gewesen, war ich absolut zufrieden. Pünktlich, zuverlässig, freundlich waren sie alle. Und wann immer ich mich unterwegs mit anderen unterhalten habe, die ebenso reisten, habe ich nichts Schlechtes gehört. Jeder der Fahrer war bemüht die Reise seinem Gast so angenehm wie möglich zu gestalten.
Die Fahrer helfen und unterstützen sich gegenseitig. Das bedeutet, wenn auch der Fahrer möglicherweise mal nicht weiß, wie er den Wunsch eines Kunden erfüllen kann, erkundigt er sich im Kollegenkreis, irgendeiner weiß immer Rat. Sollte es mal eine Panne geben, kann er jemanden bitten den Gast schon mal in den nächsten Aufenthaltsort zum Hotel mitzunehmen. Und hat man den Lieblingspullover im letzten Hotel vergessen, so gibt es immer einen Kollegen, der ihn mitnehmen kann und ihn an einem Treffpunkt einige Tage später wieder beim Besitzer abliefert.
Mir haben die Fahrer Leid getan, die von ihren Gästen herablassend behandelt wurden, was ich durchaus auch mitbekommen habe. Andererseits ist es aber sicher nicht verkehrt bestimmt zu sein, klare Ansagen zu machen. Da muss jeder entscheiden, wie er es halten will. Nach einer Anwärmphase wird man da sicher einen guten Modus finden, wenn man bereit ist den Fahrer als erfahrenen Profi in seinem Job zu akzeptieren und ihn als jemanden zu begreifen, der einem schöne Tage bescheren will, gerade in einer Zeit, in der Indien in die Schlagzeilen gerät durch die bedauerlichen Vergewaltigungsfälle. Schließlich lebt er auch von Weiterempfehlungen, von seinem guten Ruf und davon, dass seine Gäste nach der Reise von seinem Land und der Reiseart schwärmen.
Ich habe Anil mittags bei Überlandfahrten mit zum Essen eingeladen, habe ihm auch einen Schokoriegel angeboten, wenn ich einen gegessen habe, habe ihm mal Zigaretten mitgebracht oder ihm ähnliche kleine Aufmerksamkeiten (z. B. das Kino) zukommen lassen und ihm ein meiner Meinung nach gutes Trinkgeld gegeben.
Man muss bedenken, dass der Fahrer in der Saison oft ohne freie Zeit durchgehend nur für seine Gäste unterwegs ist. Er muss die Zeit nutzen, denn in der Nebensaison hat er keine Verdienstmöglichkeiten. Wenn der Fahrer nicht nebenbei über irgendwelche Provisionen sein Geld verdienen will, was für den Gast lästig und nervig ist, ist er auf ein gutes Trinkgeld angewiesen. Und ich finde, bei einer Rundumbetreuung, Freundlichkeit und dem vielen, was er einem erklären und abnehmen kann, sodass man sich auf seinen Urlaub konzentrieren kann, hat er das auch verdient.
Abschließend kann ich nur dazu raten, eher ein Unternehmen mit mehreren Fahrern zu beauftragen als ein Ein-Mann-Unternehmen. Dann hat man immer noch jemanden im Hintergrund, der einen unterstützen kann, falls es doch mal zu Problemen mit dem Fahrer kommt. Der Fahrer hat ordentlich Respekt vor seinem Boss, und das ist auch gut so.
Speziell mit Ashok Taxi Tours war ich zufrieden und kann das Unternehmen gerne jedem weiter empfehlen.
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