Incredible India - meine neue, große, bunte, aufregende Liebe Madam, your car is ready for you now! Ein wenig orientierungslos laufe ich durch die Reiseführerabteilung des Hugendubel und überlege, was es abends zu essen geben könnte. Kochen? Nee, zu müde. Also was bestellen. Aber was? Oder gehst du doch noch schnell ein paar Zutaten für Spaghetti Aglio
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10.11.2013
Incredible India - meine neue, große, bunte, aufregende Liebe
MO, 14.10. Agra to Jaipur
Hirokos Bilder mit dem Dunst um das Denkmal sahen zwar ungewöhnlich und geheimnisvoll aus, sodass der Sonnenaufgang hier sicherlich ein Erlebnis wäre, aber ich fand es gestern in der Abendstimmung perfekt so, wie es war. Zwar werde ich zufällig im noch Dunklen wach und überlege kurz, ob ich mich nun zu Fuß nochmals auf den kurzen Weg mache, aber schnell dämmere ich wieder dahin, noch bevor der Gedanke zu Ende gedacht ist.
Anil steht schon wieder eine halbe Stunde früher als verabredet parat, als ich von der Apotheke zurückkomme, wo ich prophylaktisch das empfohlene Ciprofloxacin (hilft bei allem) kaufe - weil es so günstig ist (ca. 1,50 Euro für die 5 Tage, die man es nehmen soll), in doppelter Ausführung - und außerdem mir gegen den Husten einen furchtbaren roten Saft geben lasse, den der Verkäufer mir unaufgefordert, aber auffordernd hinstellt. Erst als die Flasche leer ist, frage ich Google nach dem Zeug und erfahre, dass dieser Saft kein Hustenlöser ist, nicht einmal Codein, wie befürchtet, sondern Prednisolon. Na Klasse, da habe ich dann eben eine knappe Woche lang Cortison gegen Erkältung eingenommen!
Wieder mal etwas früher als geplant geht es los, und um 9.30 Uhr bin ich am roten Fort von Agra. Wieder mal sind viele Touris unterwegs. Ein toller, aber leider durch ein Feuer verrauchter Ausblick auf das Taj Mahal, die vielen angeblich offiziellen Führer schüttele ich ab und dann muss ich mich mit einer indischen Reisegruppe fotografieren lassen und wieder mal an die drei Dutzend Male erklären, woher ich komme.
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Weiter geht es nach Fatehpur Sikri, einer weiteren Festung mit Moschee. Alle möglichen Leute belagern mich hier. Aber auch hier ist es dann nach Überwinden der Hürde angenehm ruhig und sogar ein bisschen grün.
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Unterwegs halten wir einmal bei badenden Büffeln. Wieder mal so eine Eingebung von Anil. Kaum denke ich, dass diese doch fotografierenswert seien, kommt die Frage: 'You want to stop, take a photo?' Auf der anderen Straßenseite wird getöpfert. Malerisch! Und wieder steht eine Horde Kids um mich herum, neugierig, freundlich lächelnd. Sie weisen auf die Ziegen weiter weg. Die könne ich auch fotografieren, sie selbst auch, nachdem noch der kleine Bruder mit herangewunken ist. Nichts leichter als das!
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Es folgt eine lange Fahrt, die nur vom Lunch unterbrochen wird, den ich nutze um mal meinen Fahrer abzulichten. Das also ist Anil:
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Warum übrigens macht er sich nicht selbstständig? Nun, er hat keinen Computer, keine Website, nicht mal eine Mailadresse. Nicht einmal das Auto gehört ihm, sondern der Company.
Nach dem Mittag bietet mir Anil Betelnuss mit Kautabak an. Der Duft, der aus dem bunten Tütchen hochsteigt, ist wunderbar aromatisch, der Geschmack bäääääh. Dass man das Zeug nicht schlucken darf, sondern es ausspucken muss, muss Anil mir nicht zweimal sagen. Das mache ich gerne, und zwar umgehend. Ich halte mich lieber an das gesüßte Anis-Gewürz, das es heute nach dem Essen gab, davon klaue ich (Anil für mich) eine knappe Hand voll.
Schon fast in Jaipur, machen wir am Affentempel Halt. Hier gibt es Lemuren, nicht nur die normalen Makaken. Und es gibt einen Hindutempel, malerisch vor einem Berg. Und das war das Highlight des Tages! Es ist nichts los hier. Ich komme nach dem vielen Stress und Verkehr heute zur Ruhe.
Zwar wird man hier überall um 'donation for the temple' gebeten, dafür habe ich als Belohnung auch Zeichen auf die Stirn und ein Armband bekommen, das mir bestimmt die nächsten 30 Jahre good luck bescheren wird.
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Ich hatte ein Hotel gebucht, das liegt zentral, aber leider hatte hotels.com es mit einem Hotel außerhalb verwechselt. Und leider checkt die vornehme Dame an der Rezeption mich ein ohne die Reservierung zu finden, sodass ich leider bei Anil anrufen und ihn bitten muss mich umzuparken. Der Tag war anstrengend und ich will endlich ein bisschen zur Ruhe kommen, aber die Stadt nervt mich. Eigentlich hatte ich eine halbe Stunde im Pool und ein gutes Essen im Sinn.
Da das eigentlich gebuchte Hotel entgegen der Beschreibung weit außerhalb ist, bitte ich Anil, mir etwas anderes zu zeigen. Und so sitze ich hier nun im Rajasthan Palace, einem insgesamt eher schlichten Hotel, in dem aber alles Vorhandene funktioniert. Es ist zwar ohne Pool, aber mit Garten, zwar ohne uniformierte Mitarbeiter mit perfektem Englisch, dafür aber mit echt freundlichem Lächeln Und ich habe nun ein Thali gegessen und es steht inzwischen das zweite Kingfisher Bier vor mir. Mir wäre heute so ziemlich alles recht gewesen. Übrigens: Auch hier kann der Inder im Allgemeinen und im Besonderen wohl Gedanken lesen. Kaum frage ich mich, ob ich hier wohl ein Bier bekommen könne, fragt der Hotelier mich, ob ich wohl ein Bier will.
Ich hoffe, im Zimmer habe ich dann die Möglichkeit das Wifi zu nutzen und die vielen schönen Bilder von heute hochzuladen. Das funktioniert tatsächlich wunderbar, wenn auch nicht im Zimmer, so doch im Garten mitten in der Anlage.
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