Malaysia und Singapur 2011 Malaysia? Malaysia! Und wieder einmal wollte ich einem nicht enden wollenden deutschen Winter entgehen. Dieses Mal relativ kurzfristig, erst im Januar 2011, stand die Planung, wieder sollte es eine Rundreise werden, aber mit dem Mietwagen auf gut ausgebauten Straßen, die mit den Werbeschildern
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16.08.2011
Malaysia und Singapur 2011
Tioman: Auf Regen folgt Sonnenschein und darauf folgt Sonnenbrand (2 Nächte von 3 geplanten)
Nun wurde es spannend: Wieder mal zum Festpreis fuhr ich mit dem Taxi zum Flughafen, allerdings nicht zum KLIA, sondern zum kleinen Flughafen (Sultan Abdul Aziz Shah Airport oder Subang Airport). Von hier sollte es mit Berjaya Air nach Tioman gehen, einer Insel östlich der malaysischen Halbinsel.
Viel zu früh war ich hier, der Check-In begann ohnehin erst eine Stunde vor Abflug. Irgendwie dachte ich, das müsste ein halb verfallenes zugiges Gebäude sein, aber nichts da, der Airport war klein, aber modern, hatte einen Starbucks, ein paar Shops und Fastfood.
Mit Berjaya Air ging´s dann in einem Flugzeug kaum größer als ein Omnibus nach Tioman, dessen Airport aus 2 Baracken bestand, die jeweils etwa Garagengröße hatten, alles easy, 10 Minuten nach der Landung saß ich im Shuttle, der mich zum Berjaya Hotel brachte, einem großen, gesichtslosen Resort, das schon bessere Tage gesehen hatte.
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Kaum angekommen, begann es zu gießen, was die Stimmung nicht unbedingt hob, da ich hier ja noch 3 Badetage geplant hatte. Im Laufe des Nachmittags ließ der Regen nach, ich ging ein bisschen an den Strand, lief gegen Abend zum Ausgang des Resorts, wo einige einfache Restaurants und einige Läden waren, die zollfreie Waren anboten, auch Tioman war nämlich zollfrei. Dort gab´s zum Spottpreis etwas zu essen, später noch ein Glas Wein auf einem Liegestuhl am Strand.
Am Folgetag hatte ich dann meinen Badetag am südchinesischen Meer, aber obwohl ich fest davon überzeugt war, dass ich den ganzen Tag nur eingecremt im Schatten gelegen hatte, war ich abends über und über rot, hatte fast schon Schüttelfrost und es tat richtig weh. Ich glaube, solch einen Sonnenbrand hatte ich seit meiner Kindheit nicht mehr.
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Trotzdem wollte ich abends ein wenig von der Insel sehen, machte einen Bummel hinter der Hotelanlage, zwischen Golfplatz und Regenwald mit Blick aus Meer. Hier begegneten mir auch einige Monitor Lizards, die so lang wie ein Mensch waren, aber beständig an Bäumen hochkletterten. Ein wenig Schiss hatte ich ja schon, ob so ein Tierchen in einem Ast über mir doch hoffentlich nicht die Balance verlieren würde?
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Man konnte hier auch schnorcheln, nur leider hatte ich die Chance verpasst wegen meiner Poolliegerei, aber vielleicht konnte ich morgen die Chance nutzen.
Erst einmal ging es mir dreckig mit dem Sonnenbrand, also aß ich eine Kleinigkeit und war früh im Zimmer verschwunden, cremte mich reichlich mit After Sun Lotion ein und war früh im Bett. Die letzte Amtshandlung des Tages war das Schlucken von 2 Paracetamol.
Und weil der Folgetag eigentlich für Tioman geplant war und ich ihn dann auch letztlich dort verbracht hatte, hänge ich ihn gleich hier noch mit an:
Der nächste Tag nämlich begann mit strömendem Regen. Wieder mal war ich froh über meine Crocs, denn auf den Wegen stand teilweise knöcheltief das Wasser. Einerseits enthob mich das der Entscheidung, trotz meines Sonnenbrandes zu schnorcheln oder es eben wegen des Sonnenbrandes zu lassen, andererseits konnte ich mich an dieser verregneten Insel auch nicht so erfreuen, dass ich Spaß daran hatte, hier lesend in dem nicht so wirklich schönen Zimmer oder den ganzen Tag im Restaurant oder der Lobby zu sitzen.
Nun gut, warum war man denn in Asien, wenn nicht wegen der Möglichkeit Pläne auch mal kurzfristig zu ändern. Also fragte ich bei der Rezeption, ob es noch Tickets nach Singapur gab. Regentage in Singapur waren ja mit Sicherheit deutlich angenehmer als Regentage auf tristen Inseln. Ja, kein Problem, ich solle einfach mit dem Shuttle mitfahren und könne das Ticket dann am Airport kaufen. Super, wie easy alles so ging. Mit dem kostenfreien Internet war dann in wenigen Minuten noch eine Nacht mehr im für dort eigentlich erst ab morgen gebuchten Hotel dazugebucht.
Bis dahin lief alles prima, aber kaum hatte ich für einen relativ horrenden Preis im Vergleich zu dem Preis des ursprünglich gebuchten Tickets mein neues Ticket in der Hand etwa eine halbe Stunde vor dem geplanten Abflug kurz vor 13 Uhr wurde ich über eine Verspätung informiert, eine weitere halbe Stunde später hieß es, der Flug sei wegen des Wetters gecancelt, mein gerade erst gezahltes Geld bekäme ich nicht wieder und wir könnten ja nun alle in 2 Stunden 2 Stunden lang mit der Fähre und dann 3 Stunden mit dem Bus nach Singapur fahren, na prima.
Alles besser als wieder ins Hotel zurück und morgen vor demselben Problem nochmal zu stehen, dachte ich mir, die paar Kröten für die Fähre haste auch noch, also ab zur Fähre. Dort wurde ich von einer Irin (Bridget) angesprochen, die ein Resort auf Tioman hatte und von Jason aus Kanada, der nach dem Verlust von Frau und Job seine Habseligkeiten in einem Container gelagert hatte und mit einem kleinen Tagesrucksack auf dem Rücken schon ein halbes Jahr durch Asien reiste und am folgenden Morgen ausgerechnet über Tokio wieder nach Kanada zurückkehren sollte. Diese hatten schon einen guten Bekannten von Bridget angeheuert, der ein Taxiunternehmen hatte und suchten noch einen dritten Mitfahrer. Sollte mir recht sein, denn ich konnte somit den Bus nicht mehr verpassen und der brachte mich dann direkt zum Hotel und - wie gesagt - auf die paar Kröten kam es dann auch nicht mehr an.
Was soll ich sagen: Nachdem es am Anleger nichts zu essen gab außer einer Art 5-Minuten-Terrine, das Schiff wegen des Passagieransturms von 35 Leuten mehr als ursprünglich zu erwarten völlig überladen war (woran offenbar während unserer 2-stündigen Wartezeit niemand dort bei den Betreibern gedacht hatte) nach der letzten Anlegestelle auf Tioman umdrehte und wir auf ein größeres Schiff warten mussten, wir dann am Festland dank Bridgets Ortskenntnis noch bei einem Chinesen essen waren, kam ich gegen Mitternacht am Hotel an, geschafft!
Aber na gut, das sind wahrscheinlich die Erlebnisse, die hängen bleiben und von denen man auch in 10 Jahren mehr zu erzählen hat als von den vielen reibungslos funktionierenden Transfers. Immerhin hatte ich so morgen den ganzen Tag für mich in Singapur und nicht nur den Nachmittag.
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