Malaysia und Singapur 2011 Malaysia? Malaysia! Und wieder einmal wollte ich einem nicht enden wollenden deutschen Winter entgehen. Dieses Mal relativ kurzfristig, erst im Januar 2011, stand die Planung, wieder sollte es eine Rundreise werden, aber mit dem Mietwagen auf gut ausgebauten Straßen, die mit den Werbeschildern
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16.08.2011
Malaysia und Singapur 2011
Singapur: Pleasantville - zu schön um wahr zu sein (3 Nächte statt nur 2)
Ein schöner Blick hier aus meinem Fenster des Swissotel Merchant Court direkt auf den Quay, wo ein Vergnügungszentrum Singapurs war, nur ein paar Meter zu vielem, was sehenswert war, direkt gegenüber eine Metrostation, die mich am Abreisetag für einen Spottpreis bequem zum Flughafen bringen sollte und bis dahin zu vielen anderen Sehenswürdigkeiten, zudem ein schönes, gepflegtes, nicht zu großes Hotel, was will man mehr?
Ich habe die Aktion am Vortag nicht bereut, denn Singapur erwies sich als deutlich attraktiver als ich gedacht hatte. Ich werde bestimmt wiederkommen.
Aber erst einmal hatte ich noch eine Mission zu erfüllen. Was tut man nicht alles, wenn man nett sein will. Anvertraut wurde mir vor meiner Reise ein etwa 1,5 kg schweres Päckchen, von dem ich dann auch erfuhr, dass der Inhalt ein reiner Gag ist, aber ich hatte es ja nunmal versprochen und trug es somit brav durch Städte und Urwald um es H. zu übergeben.
Zähne zusammengebissen, zu dem Büro musste ich quer durch Chinatown laufen, das wollte ich ja ohnehin tun. Als ich dann dort stand, war ich ganz froh, als man mich in meiner Freizeitkleidung und mit meinem Sonnenbrand nicht zum Lieferanteneingang schickte. Eine superschöne und elegante Asiatin nahm es mir gnädig ab, da man an der Rezeption, zu der H. mich geschickt hatte, nichts entgegen nehmen durfte. Von H. habe ich bis heute keinen Dank erhalten. War wohl das letzte Mal, dass ich Päckchen für andere um die halbe Welt trug.
OK, davon wollte ich mir Singapur nicht vermiesen lassen. Nach einem Frühstück bei Starbucks zwischen lauter wichtigen und geschäftigen Männern und Frauen von Welt in diesem Business-Viertel marschierte ich zurück durch Chinatown, dann an den Quays entlang zum Fullerton Hotel, durch den Esplanade Park zur Esplanade, genoss den Ausblick auf das Marina Bay Sands, stellte fest, dass der Singapore Flyer leider bis Ende März wegen Wartungsarbeiten geschlossen ist, lief durch einige der angrenzenden unzähligen Shoppingcenter, aß sehr lecker in einem Restaurant, in dem ich über alle Maßen lieb umsorgt wurde, landete beim Raffles Hotel und hangelte mich von dort wieder zum Hotel zurück.
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Abends ließ ich mich durch Little India treiben und landete dann in der Arab Street, aß absolut lecker, streifte durch ein buntes und chaotisches riesiges Kaufhaus (Mustafas), das rund um die Uhr geöffnet war.
Am nächsten Tag lief ich die Shoppingcenter der Orchard Road ab, sah Ladenketten aller Marken, kaufte das eine oder andere, war abends wieder in Little India unterwegs und saß dann noch ewig an der Marina, wo am Marina Bay Sands eine bombastische Lichtshow gestartet wurde und viele Leute ihren Feierabend genossen. Dann ging es an den bunt beleuchteten Quays entlang zurück zum Hotel.
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Der nächste Tag war Abreisetag. Ich lief noch ein wenig an den Quays herum und in einen Laden, in dem ich am Vortag mich nicht zum Kauf entscheiden konnte, ruhte mich noch ein bisschen am Pool aus, duschte, packte in aller Ruhe und genoss, dass ich mir gegen einige Singapore-Dollar einen Late Check-Out erkauft hatte und fuhr dann am frühen Abend in Ruhe mit der Metro zum Airport.
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Nach Singapur muss ich aber unbedingt nochmals wiederkommen, schon deshalb, weil ich es nicht geschafft hatte, hier einen Singapore Sling zu trinken.
Während mir Singapur teilweise als langweilig und viel zu geordnet beschrieben wurde, fand ich die Stadt weitaus fröhlicher und bunter vor als erwartet. Klar wird sehr viel geregelt und alles, was das Stadtbild verschandeln könnte, wird höher bestraft als besoffenes Autofahren, aber trotzdem laufen die Leute hier nicht verbiestert herum.
Beispielsweise ist das Autofahren streng reglementiert, nicht jeder darf sich ein Auto anschaffen. Und wer ein Auto hat, ist gesetzlich verpflichtet es zu waschen, sonst gibt´s was hinten drauf, was übrigens in mancherlei Strafsache durchaus wörtlich genommen werden darf, so wie auch kleine Ferkel in der Form an den Pranger gestellt werden können, als sie deutlich gekennzeichnet als Schmutzfinken Reinigungsarbeiten in der Stadt verrichten müssen.
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Singapur ist sicher und fühlt sich so auch an. Dabei ist die Stadt trotzdem bunt. Die Stadt ist hochmodern, trotzdem läuft man vorbei an Schustern, die ihre mobilen Werkstätten am Straßenrand haben und an Läden, in denen alte Handys auseinander genommen und wieder verwertet werden. Es gibt Moscheen, Tempel, Kirchen und ein friedliches Nebeneinander der verschiedenen Kulturen.
Wenn man sich überlegt, dass Singapur deutlich "jugendlicher" ist als New York und wenn man sich ansieht, was die Stadt hier alles geschaffen hat, wieviel Land dem Meer abgerungen wurde, was für eine Skyline gebaut wurde, wie viele eindrucksvolle Bauten hier in den "paar" Jahren entstanden sind, die das Stadtbild bestimmen, dann bin ich wirklich gespannt auf die weitere Entwicklung dieser Stadt, die auf den ersten Blick aufgrund der vielen schön hergerichteten Stadtviertel, der vielen Shoppingcenter und der vielen, vielen Restaurants und Bars wirkt wie ein riesiger Freizeitpark.
Und letztlich ist Singapur ebenso wie auch Kuala Lumpur aufgrund der vielen (günstigen) Flugverbindungen innerhalb Asiens und auch nach Australien und Neuseeland ein idealer Ort für einen Stop-Over, den man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man ein paar Tage übrig hat.
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