25 Jahre später... Eine Reise hinter die Mauer im Kopf - Polen 2014 Die Mauer muss weg... Ja, ich gebe zu, auch ein viertel Jahrhundert nach der Wende und nach fast 20 Jahren, die seit meiner eigenen Umsiedelung hinter den ex-eisernen Vorhang vergangen sind, habe ich mich niemals groß um die Nachbarn im Osten geschert. Prag kenne ich, da war ich zu Chemnitz-Zeit
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23.06.2014
25 Jahre später... Eine Reise hinter die Mauer im Kopf - Polen 2014
Die Mauer muss weg...
Ja, ich gebe zu, auch ein viertel Jahrhundert nach der Wende und nach fast 20 Jahren, die seit meiner eigenen Umsiedelung hinter den ex-eisernen Vorhang vergangen sind, habe ich mich niemals groß um die Nachbarn im Osten geschert. Prag kenne ich, da war ich zu Chemnitz-Zeiten gelegentlich, das ist aber in der zweiten Hälfte der 90er Jahre gewesen und somit auch schon eine Weile her.
Wie sieht es eigentlich in den ehemaligen so genannten Ostblockstaaten so aus, frage ich mich. Also will ich mal unsere östlichen Nachbarn beehren. Krakau soll wunderschön sein, und an die Ostsee will ich mal wieder. Ich war so lange nicht mehr an der Ostsee.
Also gut, nach Krakau will ich nicht in einem Rutsch durchfahren, da liegt Breslau auf dem Weg. Und auf dem Weg an die Ostsee liegt Warschau.
Und wo sind eigentlich die Masuren? Nicht so weit weg, und da liegt dann noch Gregersdorf bei Neidenburg auf dem Weg, der Ort, wo meine Oma vor dem und im ersten Weltkrieg groß geworden ist, bevor sie sich dann irgendwann entschloss im Ruhrgebiet auf Arbeitsuche zu gehen. Und somit steht die grobe Route fest. 12 Tage will ich mindestens unterwegs sein. Die drei Nächte in Zoppot, wo auch Vorfahren von mir gelebt haben, das kann ich zur Not noch um zwei Nächte verlängern. Tja, das ist der Vorteil, wenn kein Flugzeug auf einen wartet. Und irgendwo auf dem Rückweg muss ich dann noch einmal zwischenübernachten, aber das buche ich erst einmal nicht, da findet sich sicher etwas.
Hotels sind erschwinglich, ist schließlich noch keine Hauptsaison, und bald stehen meine Herbergen fest. Sie kosten in Krakau, Warschau und Zoppot verhältnismäßig viel, in den anderen Orten nur sehr wenig, alle so zwischen 45 und 85 Euro pro Nacht.
Gerade erst aus Stockholm zurück, noch eine Woche gearbeitet, der Wetterbericht sagt ein heißes Pfingstfest voraus und es kann losgehen.
Der Koffer ist voller als sonst, schließlich kann ich auch mal etwas im Auto lassen. Und ich reise nicht allein. Idefix begleitet mich, mein Roller, der mir schon auf einem Wochenendtrip in München im letzten Sommer gute Dienste geleistet hat und der das ideale Cityfortbewegungsmittel ist, solange es nicht bergig ist. Idefix ist sehr kommunikationsfördernd, und auch in Erfurt werde ich immer wieder auf ihn angesprochen.
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