25 Jahre später... Eine Reise hinter die Mauer im Kopf - Polen 2014 Die Mauer muss weg... Ja, ich gebe zu, auch ein viertel Jahrhundert nach der Wende und nach fast 20 Jahren, die seit meiner eigenen Umsiedelung hinter den ex-eisernen Vorhang vergangen sind, habe ich mich niemals groß um die Nachbarn im Osten geschert. Prag kenne ich, da war ich zu Chemnitz-Zeit
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23.06.2014
25 Jahre später... Eine Reise hinter die Mauer im Kopf - Polen 2014
MI, 17.6.2014: Ostsee genießen in Zoppot
Der letzte Tag ist angebrochen. Der letzte Tag ist es deshalb, weil ich am kommenden Wochenende schon wieder etwas vorhabe und finde, dass die Reise von Süden nach Norden und von Stadt zu Landschaft so wie es ist eine runde Sache ist im Gegensatz zum Chaos meiner Wohnung, der zwei Tage Aufmerksamkeit gut tun werden. Also werde ich morgen den langen Ritt zurück in Angriff nehmen. Wenn es nicht klappt, kann ich sicher auch kurzfristig irgendwo ein Hotel finden. Ich habe ja genug Buchungsapps auf dem Handy.
Aber heute ist heute und ich will all das Gute, das das Land zu bieten hat, nochmals in vollen Zügen genießen. Das bedeutet, ich werde von morgens bis abends Bier trinken. Nein, natürlich werde ich das nicht, aber das Land verführt schon sehr zum Alkohol: Bier und Wodka sind billig und jederzeit überall zu haben. Geht man in einen Supermarkt, fällt erst einmal eine ganze Wand voll Bier auf, die alkoholfreien Getränke nehmen nur manchmal ebenso viel Platz ein. Und es scheint völlig selbstverständlich in offenbar allen Bevölkerungsschichten zu sein, mit der Flasche oder Büchse in der Hand oder dem Glas auf dem Tisch schon morgens um 10 zu beginnen.
OK, egal. Ich gehe durch den noch leeren Ort und kann bei schöner Sonne und fast ohne Menschen einige Aufnahmen machen um euch den Ort vorzustellen.
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Ich gehe wieder auf die Seebrücke, suche mir eine sonnige und etwas windgeschützte Bank und lasse mir fast zwei Stunden die Sonne ins Gesicht scheinen.
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Dann habe ich Hunger und keine Lust mehr und gehe zu einer der vielen Buden am Strand um ein paar Piroggen zu essen. Hier gibt es viel zu beobachten, natürlich wieder mal eins der vielen Brautpaare, Gruppen von Jugendlichen mit Bier, Familien und die ersten Schwimmer.
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Inzwischen ist es windiger und wolkiger geworden, und ich habe keine Lust mehr, permanent die Jacke an- und wieder auszuziehen.
Was nun? Doch noch einmal nach Danzig? Nein, keine Lust auf Fahren. Also geht es ab in die Sauna. Hier gibt es nämlich einen Aquapark, zu dem Idefix mich nun bringen kann, und während er sich an eine "eiserne Lady" kuschelt um auf mich zu warten, werfe ich mich erst für einige hundert Meter in die Fluten und suche dann den Saunabereich auf, in dem fast nichts los ist und viel Platz.
Keine Ahnung, ob heute zufällig Frauensauna ist oder zufällig keine Männer da sind, jedenfalls ist kein Mannsbild zu sehen. Dennoch geht es bedeckter zu als in deutschen Saunen. Während ich als Ausländerin am Eingang prophylaktisch darauf hingewiesen wurde, dass man die Sauna ohne Badeanzug aufsuchen muss, sitzen hier so ziemlich alle Frauen in ihr Handtuch gehüllt. Nun ja, dem kann man sich ja anpassen.
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Idefix an seinem originellen Fahrradständer:
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Ich rollere zurück zu einem letzten Abendessen in der Stadt, gar nicht typisch polnisch, sondern sehr modern mit Spinat und Ziegenkäse und getrockneten Tomaten zum Geflügel, aber durchaus mit polnischem Bier, schließlich muss ich ja den Flüssigkeitshaushalt wieder ausgleichen...
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