Hej hej, Stockholm Kein Marathon in Stockholm... April 2013: Ich habe mich läuferisch auf etwa 40 km pro Woche hochgearbeitet und bekomme Höhenflüge. Ein Marathon, das wär's. Nach einem Testlauf von sage und schreibe 16,8 km beschließe ich in einem Jahr so weit zu sein auch die 42,195 zu schaffen. Dazu bedarf
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22.06.2014
Hej hej, Stockholm
FR, 30.5.2014
Der Wetterbericht hat es geahnt. Heute ist nicht gerade das Wetter, das die Helden meiner Jugend, nämlich Eva-Lotte Lisander aus 'Kalle Blomqvist' und die Kinder aus Bullerbü, durchgehend erleben durften. Heute ist es schon beim Aufstehen trüb, und während wir frühstücken, beginnt es zu regnen.
Das Frühstück übrigens ein kontinentales Frühstück, also kein Rührei, dafür bei der insgesamt etwas langweiligen Auswahl sehr gute Zutaten, vor allem sehr leckeres Brot.
Wir ziehen los, die Stimmung ein wenig gemischt, denn eigentlich sah der Plan vor von einem netten Blick auf in der Sonne dümpelnde Boote zum nächsten zu spazieren.
Statt dessen spazieren wir durch die Einkaufsstraße, denn dort ist man zumindest ab und zu im Trockenen.
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Ein Schirm wird einem Ladenregal entnommen und seinem tatsächlichen Zweck zugeführt, und ich trage wenig später für den Rest des Tages (erst in der Tasche über der Schulter, abends an den Füßen) ein neues Paar Schuhe mit mir herum. Der Tag ist gerettet!
Die Schweden sind für meinen Geschmack viel zu dünn angezogen, ich auch. Es sind nämlich nur 11 Grad, also nicht sehr viel, kalte und nasse Füße tragen nicht zum Wohlbefinden bei.
Irgendwann landen wir am Strandvägen, an der Promenade am Wasser. Hier ist die Brücke, die uns zur Insel mit dem Vasa-Museum und dem Djurgarden bringen soll.
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Trotz ewig langer Schlange stellen wir uns hin und warten geduldig im Regen, der uns in wechselnder Intensität bespaßt.
K. geht anschließend ganz darin auf die Vasa von allen Seiten, von oben, unten, hinten und vorne zu betrachten. Die Vasa nämlich sank 1628, sie kippte nach 20 Minuten Fahrt einfach so um und ward 333 Jahre nicht mehr gesehen. Und nun steht sie hier und lässt sich bestaunen, die traurige Heldin.
Ich mache ein paar Fotos und bin froh, dass die nassen Füße nicht mehr ganz so kalt sind.
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Wir versuchen den Djurgarden zu besuchen, aber so richtig macht es bei dem immer noch nieseligen Wetter keinen Spaß.
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Also drehen wir nach einem Foto wieder um und machen uns auf Richtung Stadt. Nass UND durstig UND hungrig UND müde ist bisschen viel, und so kehren wir ein in eine Pizzeria, die eher Lieferservice zu sein scheint, aber eine so gute Pizza Hawaii macht, dass sich die vielen Italiener in Erfurt davon wirklich allesamt etwas abgucken können.
Eher durch Zufall kommen wir an einer Markthalle vorbei. Gut, dass wir nur noch nass und müde sind, Hunger und Durst aber gestillt sind. Herrliche Köstlichkeiten gibt es hier, und ich weiß gar nicht, warum mir zum Thema Essen in Schweden immer nur Köttböllar einfallen. Man könnte hier bei den Preisen tatsächlich arm werden, aber ganz, ganz sicher findet sich für jeden Geschmack etwas Gutes, beginnend bei toll aussehendem Brot über ganze Lachsseiten bis hin zu herrlichen herzhaften und süßen Kleinigkeiten, nur Köttböllar entdecken wir nicht.
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Bleiben noch die Attribute 'nass' und 'müde'. Formulieren wir es positiv: Irgendwann zwischen Museum und Pizza hörte es immer wieder auf zu regnen, irgendwann dann ganz. Nass sind wir also nicht mehr sehr. Bleibt noch müde. Da helfen zwei Stunden Pause im Hotel.
Zum Abendessen geht es zum Inder um die Ecke. Man kann es nicht oft genug betonen: Viele interessante und untouristische Restaurants, Kneipen, Bars und Cafés sind in der Nähe des Hotels. Wir werden auch heute wieder satt und rollen zu unserem Abendspaziergang noch ein wenig durchs Viertel. Auch heute haben wir wieder 20.000 Schritte geschafft.
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